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Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank

23. April 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: während er das Bild des Brotes erklärt, sagt er nämlich, dass er gesandt worden ist, um sein Leben hinzugeben. Wer ihm folgen will, muss an seinem Liebesopfer Anteil haben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Freitag der dritten Woche der Osterzeit. Die Eucharistie, das eucharistische Geheimnis das eucharistische Opfer: sie stehen im Mittelpunkt der Evangelien dieser Tage, die die Zeit in Kafarnaum abschließende Rede ist der Höhepunkt. Jesus ist die wahre Nahrung, die sich uns schenkt, damit wir das Leben in Fülle haben. Er bezeichnet sich selbst als das lebendige Brot, unverzichtbare Nahrung für den Gläubigen, der das ewige Leben ersehnt. Es schenkt uns ebenso die Kraft, unentgeltlich unseren Brüdern und Schwestern zu dienen. Das ist für uns ein Quell der Freude, des Lebens und der Hoffnung. Mit dieser Speise will er uns umwandeln und uns in seine Weise des Lebens hineinziehen. Wir sollten ihn darum, dass diese Umwandlung in uns gelingt, dass wir neue Menschen werden, Menschen des wirklichen Lebens.

„Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte“ (Joh 6,52-59).


Benedikt XVI., Katechese zum Gebet des Angelus am 19. August 2012 in Castel Gandolfo:

Das Evangelium dieses Sonntags (vgl. Joh 6,51–58) ist der abschließende Höhepunkt der Rede Jesu in der Synagoge von Kafarnaum, nachdem er am vorhergehenden Tag Tausenden von Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen zu essen gegeben hatte. Jesus offenbart den Sinn jenes Wunders, daß nämlich die Zeit der Verheißungen erfüllt ist: Gottvater, der die Israeliten in der Wüste mit dem Manna gesättigt hatte, hat nun ihn, den Sohn, als wahres Brot des Lebens gesandt, und dieses Brot ist sein Fleisch, sein Leben, hingegeben als Opfer für uns. Es geht nun darum, ihn mit Glauben aufzunehmen und dabei keinen Anstoß an seinem Menschsein zu nehmen; es geht darum, »sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken« (vgl. Joh 6,54), um die Fülle des Lebens in sich zu haben. Es ist offensichtlich, daß diese Rede nicht gehalten wird, um Zustimmung zu erlangen. Jesus weiß dies, und er hält sie absichtlich; und tatsächlich war das ein kritischer Moment, eine Wende in seiner öffentlichen Sendung.

Die Menschen und die Jünger waren begeistert von ihm, wenn er wunderbare Zeichen wirkte; und auch die Vermehrung der Brote und der Fische war eine klare Offenbarung, daß er der Messias war, so daß die Menge Jesus unmittelbar darauf im Triumph fortführen und zum König Israels ausrufen wollte. Doch nicht dies war der Wille Jesu, der gerade durch diese lange Rede die Begeisterung dämpft und viel Ablehnung hervorruft. Während er das Bild des Brotes erklärt, sagt er nämlich, daß er gesandt worden ist, um sein Leben hinzugeben, und wer ihm folgen will, muß sich auf persönliche und tiefe Weise mit ihm vereinen und an seinem Liebesopfer Anteil haben.

Aus diesem Grund wird Jesus beim Letzten Abendmahl das Sakrament der Eucharistie einsetzen: damit seine Jünger in sich seine Liebe haben – das ist entscheidend – und wie ein einziger mit ihm vereinter Leib in der Welt sein Heilsgeheimnis fortsetzen können. Als die Menschen diese Rede hörten, verstanden sie, daß Jesus nicht die Art von Messias war, den sie wollten, nämlich einen Messias, der nach einem irdischen Thron strebte. Er suchte keine Zustimmung, um Jerusalem zu erobern; in die Heilige Stadt wollte er vielmehr gehen, um das Los der Propheten zu teilen: für Gott und für das Volk das Leben hingeben. Jene für Tausende von Menschen gebrochenen Brote sollten keinen Triumphzug auslösen, sondern das Kreuzesopfer ankündigen, in dem Jesus Brot wird, Leib und Blut, die zur Sühne geopfert werden. Jesus hielt also jene Rede, um der Menschenmenge Illusionen zu nehmen, und vor allem, um seine Jünger zu einer Entscheidung zu veranlassen. Tatsächlich folgten ihm von da an viele unter diesen nicht mehr nach.

Liebe Freunde, auch wir wollen uns erneut von den Worten Christi in Erstaunen versetzen lassen: Er, Weizenkorn, das in die Furchen der Geschichte geworfen wurde, ist Erstlingsgabe der neuen Menschheit, befreit vom Verderben der Sünde und des Todes. Wir wollen erneut die Schönheit des Sakraments der Eucharistie entdecken, das die ganze Demut und die Heiligkeit Gottes zum Ausdruck bringt: sein Kleinwerden, Gott macht sich klein, Fragment des Universums, um alle in seiner Liebe zu versöhnen. Die Jungfrau Maria, die der Welt das Brot des Lebens geschenkt hat, lehre uns, immer in tiefer Einheit mit ihm zu leben.

 


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Lesermeinungen

 Totus Tuus 23. April 2021 
 

Bei diesem Evangelium frage ich mich immer und immer wieder....

wie können Protestanten, welche sich auf die Hl. Schrift und sogar NUR auf die Hl. Schrift berufen, die Eucharistie den Leib und das Blut Christi ablehnen oder noch leugnen, ja sogar als Götzendienst bezeichnen. Hier sieht man einfach, dass die Protestanten zwar durch die Taufe Christen sind, aber sie sich einen falschen anderen Christus zu Gott gemacht haben.


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