Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Rod Dreher: ‚Traditionis custodes’ zeigt, wie Liberale sich nicht an ihre Prinzipien halten

23. Juli 2021 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus spreche ständig davon, die Kirche solle ‚an die Ränder gehen’ – nur dann nicht, wenn er selbst Katholiken, die er nicht mag, an die Ränder verbannen will, schreibt der Autor der ‚Benedikt-Option’, der selbst der orthodoxen Kirche angehört.


Washington D.C. (kath.net/jg)

Der US-amerikanische Autor Rod Dreher („Die Benedikt-Option“) hat auf seinem Blog auf der Internetpräsenz von The American Conservative Reaktionen auf das Motu proprio „Traditionis custodes“ gesammelt.

Zu Beginn des Beitrages, den er in Anspielung auf William Shakespeare „Et Tu, Francisce?“ überschrieben hat, drückt Dreher seinen katholischen Freunden sein Mitgefühl aus. Der Autor hat 2006 die katholische Kirche verlassen und ist zu den Orthodoxen übergetreten. Die Einschränkungen der außerordentlichen Form des Römischen Messritus ergeben auch für ihn keinen Sinn, schreibt Dreher. Während seiner Zeit in der katholischen Kirche habe er die Früchte gesehen, welche die Gemeinden der tridentinischen Messe hervorgebracht hätten. Die einzigen, die diese Gemeinden nicht mochten, seien „liberale Ideologen“ gewesen, erinnert er sich. Diese hätten allein in der Existenz der außerordentlichen Form eine Bedrohung der „glorreichen Revolution des II. Vatikanums“ gesehen.


Selbst unter liberalen Jesuiten gebe es kritische Stimmen. Dreher bringt einen Ausschnitt eines Artikels von P. Tom Reese SJ, der Papst Franziskus  wohl gesonnen ist. Unter Klerikern genieße Franziskus die größte Unterstützung unter den älteren Priestern, nicht aber unter den jüngeren, welche die Zukunft der Kirche seien. Junge Priesteramtskandidaten, die Franziskus unterstützen und für ein zölibatäres Leben bereit sind, seien so selten wie „katholische Einhörner“, schreibt Reese wörtlich.

„Traditionis custodes“ ist für Rod Dreher ein weiteres Beispiel dafür, dass sich Liberale nicht an ihre eigenen Prinzipien halten. Papst Franziskus spreche ständig davon, dass die Kirche „an die Ränder gehen“ soll – nur dann nicht, wenn er selbst Katholiken, die er nicht mag, an die Ränder verbannen will.

Er selbst sei mit dem Novus Ordo in die katholische Kirche gekommen. Er habe diese Form des Ritus nie besonders geliebt, sei aber auch von der außerordentlichen Form nicht besonders berührt worden. Erst in der orthodoxen Liturgie des hl. Johannes Chrysostomos habe er eine Schönheit und Ehrfurcht erlebt, dass sie die Teilnehmer in die Gegenwart Gottes erheben konnte. Auch in der Messe des Novus Ordo sei Gott gegenwärtig, betont Dreher, die orthodoxe Liturgie sei der Gegenwart des Allerheiligsten aber viel angemessener. Als er von „Traditionis custodes“ erfahren habe, habe er darüber nachgedacht, wie er sich fühlen würde, wenn orthodoxe Bischöfe die göttliche Liturgie des hl. Johannes Chrysostomos durch eine vereinfachte, moderne Liturgie ersetzen und dann die Chrysostomos-Liturgie ganz verbieten würde. Es würde ihn zur Weißglut treiben, schreibt Dreher. Er würde die Bischöfe verachten, selbst wenn sie das Recht hätten, die Liturgie derart zu ändern. Er würde ihre Autorität in Frage stellen. Nach allem was er auf Internetseiten gelesen habe, die der tridentinischen Messe verbunden sind, habe Franziskus genau das bei den Katholiken erreicht, die am treuesten zur Kirche stehen.

 

Link zum Artikel von Rod Dreher (englisch): ‚Et Tu, Francisce?’

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Liturgie

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  6. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  7. Vom Elend der Fürbitten






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  6. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  7. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  8. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  9. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  10. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  11. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  12. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  13. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  14. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  15. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz