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Bischof Bätzing und die Hoffnungslosigkeit der Kirche in Deutschland

17. November 2021 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
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„Eine größere Hoffnungslosigkeit und einen größeren Mangel an Vertrauen in die Kraft des Evangeliums hat man in der Geschichte der Kirche sicher selten gesehen.“ Gastkommentar von Joachim Heimerl


Wien-Bonn (kath.net) Schon Martin Luther sagte, als er die Bibel ins Deutsche übertrug, man müsse dem „Volk dabei nur aufs Maul schauen“. Dass er damit ein Vorgehen beschrieb, das 500 Jahre später von einem deutschen Bischof mit „Evangelisierung“ verwechselt werden wird, das hat sich Luther sicher nicht einmal im Traum vorstellen können.

Dass Evangelisierung in Deutschland in Lutherischer Manier lediglich „Reform“ – um nicht zu sagen „Reformation“ – bedeutet, ist spätestens seit Beginn des sogenannten „Synodalen Weges“ allgemein bekannt. Bischof Bätzing hat dies jüngst im Interview mit dem offiziell nicht offiziellen Portal der katholischen Kirche in Deutschland folgendermaßen begründet: „Wenn wir nichts verändern, dann werden wir radikal verändert werden. Wir werden nämlich gegen Null gehen.“ Eine größere Hoffnungslosigkeit und einen größeren Mangel an Vertrauen in die Kraft des Evangeliums hat man in der Geschichte der Kirche sicher selten gesehen. Nicht die Verkündigung des Glaubens steht im Zentrum einer solchen Auffassung, sondern die schale Verkündung dessen, was wir in unserer Armseligkeit selbst daraus machen. Der Glaube wie die Kirche selbst werden so zu einem „Produkt“ auf dem Markt der Beliebigkeit und des Zeitgeistes.


Dazu passt es, wenn Bischof Bätzing Glaubenswahrheiten davon abhängig macht, ob sie „im Volk Gottes [noch] aufgenommen werden“ oder nicht. Die Glaubenswahrheit, um die es ihm im bereits erwähnten Interview geht, ist – wie häufig – das dem Mann vorbehaltene Priestertum. Da die diesbezüglich beständige Lehre der Kirche von den Leuten heute nicht mehr verstanden würde, sei sie, so der Bischof, im Grunde obsolet. Dem freilich muss man entgegenhalten, dass die Botschaft Jesu und mit ihr die Lehre der Kirche noch nie etwas gewesen ist, das „leicht verdaulich“ oder dem Zeitgeschmack angepasst war. Jesus selbst ermahnt die Jünger, als er sie aussendet, um das Evangelium zu verkünden: „Wenn man Euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt, und Eure Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttelt den Staub von Euren Füßen“ (Mt. 10,14). Davon, dass wir unsere Verkündigung vom Verständnis der Welt abhängig machen sollen, hat der Herr anders als Bischof Bätzing dagegen nichts gesagt.

Natürlich muss man dem Bischof zugutehalten, dass er in dem Interview eine mehr oder minder private Auffassung ins Spiel bringt, sofern eine öffentliche Äußerung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz überhaupt privat sein kann.

Gleichzeitig ist hierbei jedoch an keinen Geringeren als an Joseph Ratzinger zu erinnern. Als er Erzbischof von München wurde, sagte er in seiner Predigt: „Es ist nicht die Aufgabe eines Bischofs, seine persönlichen Ansichten zu vertreten, sondern er hat eine Botschaft auszurichten, die größer ist als er selbst.“ Der Größe dieser Botschaft scheinen viele Bischöfe in Deutschland heute nicht mehr ohne weiteres gewachsen zu sein, ebenso wenig dem Widerstand, auf den diese Botschaft zwangsläufig treffen muss.

Was die Kirche in Deutschland und überall auf der Welt braucht, das ist kein legeres „everything goes“ a la Bischof Bätzing und keine hoffnungslose Anpassung an den Mainstream, sondern das Vertrauen auf die erlösende Kraft des Evangeliums und auf die beständige Lehre der Kirche.

Wir mögen gegen „Null“ gehen, mag man Bischof Bätzing erwidern, aber wir werden dem Versprechen Jesu nach niemals untergehen! Wenn wir darauf nicht vertrauen, hat alles andere, was wir der Welt von heute zu sagen haben, keinen Sinn – und es hat auch keine Berechtigung.

Der Autor Dr. Joachim Heimerl ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.
Archivfoto Heimerl (c) Privat


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Lesermeinungen

 Winrod 18. November 2021 
 

Sie gingen, weil ihnen die Rede Jesu zu "hart" war.

Und der Herr ließ sie gehen und sagte nicht: Bleibt da, wie wollt ihr meine Lehre haben? Das heißt, Jesus ging es nicht um die große Zahl, sondern um die kleine, aber treue Schar.
Bischof Bätzing denkt da offensichtlich ganz anders. Er scheint die Flexibilität der Lehre als das Heilmittel anzusehen. Aber es geht doch um die Wahrheit und die kann man nicht dialogisieren.


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 J. Rückert 17. November 2021 
 

Rätekirche?

So ein Bischof ist von Religionsschaffenden in mehreren Ringen umlagert. Findet dabei nicht eine darwinistische Auslese der Ränge statt im Sinne eines „arrival of the fittest“? Wer die Trommel dort am lautesten schlägt wird gehört. Die wirklich Kleinen und Frommen, die noch glauben, dass Gott in einer betenden Kirche wirkt und lebt, wird man eher selten antreffen. Auch „Maria vom guten Rat“ fehlt. Dafür ist „Maria von der Krachmacherstraße“ gewiss stark vertreten.


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 Lemaitre 17. November 2021 
 

...

Wenn ein Bischof (!) ernsthaft denkt, dass die Kirche gegen Null geht, dann sind eher Zweifel am Glaubenseifer des Bischofs angebracht... Wie üblich spricht man in Dt. nur über Strukturen, aber nicht über die eigentliche Bekehrung jedes einzelnen hin zu einer persönlichen Gottesbeziehung im Rahmen der katholische Lehre... aber das anzusprechen trauen sich die wenigsten Bischöfe hier. Leider.


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 bibelfreund 17. November 2021 
 

Gutes beispiel

@bernhard
Gutes Beispiel mit Mathe! Aber gemäß Gender -Kirche sind 2 plus 2 Ja inzwischen schon 5, Hauptsache woke, anti-Weiß und ?


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 lesa 17. November 2021 

Hoffnung auch für Wien, für Österreich

Danke, Herr Dr. Heimerl! Schwer verdaulich ist das Wort Gottes nur, so lange man sich dagegen sträubt - weil man die Finsternis vorzieht. (vgl Joh 1)Wenn man das Wort Gottes aufnimmt, als das was es ist, nämlich Licht und Leben, wird es zu lauter Freude, auch wenn die Nachfolge etwas kostet. "Mein Joch ist sanft und meine Last ist Leicht. Mt 11. Die Richtung muss stimmen. Und die heißt: Wir EMPFANGEN uns und den Weg, den wir zu gehen haben, von Gott. Als geliebten Kinder dürfen wir auf seine Führung und Kraft vertrauen.


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 ThomasR 17. November 2021 
 

Es gibt viel Hoffnung und Aufbruchstimmung

z.B. an allen Orten der Zelebration der alten Messe und an allen Orten wo man die neue Messe würdig pflegt ohne den ZUgang zur liturgischen Frömmigkeit für das Kirchenvolk zu versperren z.B. Kloster Neuzelle (im Bau) von den Zisterziensern von Heiligkreuz, Kloster Helfta, Waburgis Kloster in Eichstätt, Maria Engelport- es gibt um 50 solche Orte in ganz Deutschland


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 elisabetta 17. November 2021 
 

vgl. Joh 6, 66-67

Jesus fragt heute die Bischöfe, nachdem sich viele Menschen von Seiner Kirche abgewendet haben: "Wollt auch ihr weggehen?" Aber anstatt zu antworten wie Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des Ewigen Lebens“, wählen sie den bequemen Weg und gehen mitsamt Ihrer Herde, welcher sie das unverkürzte Evangelium verkünden müssten, ins Verderben.


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 Peter2021 17. November 2021 
 

Das Mittel gegen die Hoffnungslosigkeit: die heilige Eucharistie, Heilmittel Gottes

Jesus hat uns ein Heilmittel gegen Hoffnungslosigkeit geschenkt: die heilige Eucharistie, in der Er real anwesend ist. Jesus Christus ist Tag und Nacht wahrhaft gegenwärtig im Allerheiligsten Sakrament des Altares und möchte, dass wir in der eucharistischen Anbetung Zeit mit ihm verbringen. Denn sein Herz brennt in unendlicher Liebe zu uns: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,20)

Der hervorragende Vortrag von Pfarrer Winfried Abel "Sie haben keinen Wein mehr" (Joh 2,3) passt auch sehr gut zum Themama (ist auch auf kathtube):

https://www.bonifatius.tv/home/pfr-winfried-abel-sie-haben-keinen-wein-mehr-joh-2-3_7173

Die Kirche blüht weltweit überall dort, wo sie aus den Sakramenten lebt und insbesondere Jesus in der heiligen Eucharistie anbetet.

Das Gebetshaus in Augsburg beweist die Macht des Gebetes.

Die Macht des Rosenkranzgebetes manifestiert sich z.B. in der Schlacht bei Lepanto und der Bekehrung des seligen Bartolo Longo, eines Ex-Satanisten!!

www.youtube.com/watch?v=8-_Bsg_g15E


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 Antlitz Christi 17. November 2021 
 

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts!

Veni Creator spiritus! Komm, Heiliger Geist, in unsere Herzen und entzünde in uns das Feuer Deiner LIEBE!!!
https://youtu.be/SkiwWIIc5z4
Bitte schaut Euch das Video an, der Priester ist ein in Rom ausgebildeter Exorzist - erfüllt mit dem Heiigen Geist. Lässt sich mit dem Untertitel gut übersetzen. Damit ist alles gesagt.


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 SalvatoreMio 17. November 2021 
 

Der Staub dringt auch in unsere Seele

@Vielen Dank, Herr Dr. Heimerl! Diese Worte tun gut! "Den Staub von den Füßen schütteln" und weitermachen. Von dem Staub dringt allerdings ein Teil in unsere eigene Seele, aber das müssen wir hinnehmen, und so haben wir ein bisschen Anteil am irdischen Leiden unseres Herrn.


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 Smaragdos 17. November 2021 
 

Glauben verloren

Bischof Bätzing hat, so könnte man diesen Artikel zusammenfassen bzw. auf den Punkt bringen, eigentlich den Glauben verloren... und das trifft vermutlich auf alle Synodalen Weg-Teilnehmer zu, denn hätten sie noch Glauben, würden sie nicht solche weltlichen Forderungen stellen, wie sie es tun.


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 si enim fallor, sum 17. November 2021 
 

Ja, Mut ist gefragt. Aber Spießer denken nur an Anpassung an den Zeitgeist

Ja, das Evangelium ist nicht postmodern.
Aber die heutige Spießer möchten postmodern, linksliberal, woke sein.


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 hape 17. November 2021 

Danke! Sie sprechen mir aus dem Herzen!

Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus, den Sohn Josefs, aus Nazaret. Da sagte Natanaël zu ihm: Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen? Philippus sagte zu ihm: Komm und sieh! (Joh 1,45f).

Da geht nichts gegen Null, sondern die Kirche ist voller Hoffnung! Jedenfalls die Kirche, die ich meine, die ich kenne und die ich liebe.


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 bernhard_k 17. November 2021 
 

Richtig!

Kein Mathelehrer dieser Erde würde doch auf die Idee kommen, die Mathematik umzuschreiben, bloß weil sich ein paar seiner schlechten Schüler dauernd verrechnen.


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