Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  13. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  14. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen
  15. Kein Franziskus-Effekt in Lateinamerika, nicht einmal in Argentinien

„Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht“ (Leo Tolstoi)

16. März 2022 in Kultur, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum ich weiterhin Dostojewski, Tolstoi, Solschenizyn lese und Rachmaninow und Tschaikowski hören werde und man eine generelle Russenphobie ablehnen sollte – kath.net-Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net)

Der derzeitige Krieg verursacht leider derzeit einige geschmacklose Kollateralschäden, die aus christlicher Sicht klar abzulehnen sind. So werden unter anderem in Deutschland laut Medienberichten Auslands-Russen beschimpft. Das ist klar abzulehnen und da sollten wir nicht mitmachen. Manche Musikhäuser entfernen derzeit Sänger aus Russland, manche Unis möchten sogar russische Literatur streichen. Wie absurd! Das geht klar zu weit und das wäre auch völlig kontraproduktiv, da russische Literatur und auch Musik eine wirkliche Bereicherung sind.

Denn gerade in der russischen Literatur gibt es auch klare Antworten zur Einschätzung eines Diktators, wie Vladimir Putin es ist.  Der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn, der in seinem berühmten Rom „Der Archipel Gulag“ in unglaublichen Details die Verbrechen des stalinistischen Regimes der Sowjetunion und die Ermordung von Millionen Menschen im Gulag, schrieb einmal: „Jeder, der Gewalt zu seiner Methode gemacht hat, muss zwangsläufig die Lüge zu seinem Prinzip erwählen.“

Solschenizyn saß selber jahrelang im Gefängnis und wurde später auch noch verbannt. Später wurde er in den 70er Jahren durch den KGB, bei dem Putin jahrelang auch tätig war, sogar noch einmal vergiftet. Solschenizyn entdeckte aber im Laufe der Zeit immer mehr Gott und wandte sich von seiner ursprünglichen atheistischen Einstellung radikal ab. „Atheismus ist das Grundübel unserer Zeit. Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des zwanzigsten Jahrhunderts.“


Auch Leo Tolstoi beschäftigt sich in seinen Werken („Krieg und Frieden“ „Anna Karenina“ „Auferstehung“ oder „Die Kreutzersonate“) mit dem christlichen Glauben, auch wenn er mit der russisch-orthodoxen Kirche nichts zu tun haben wollte. Nach der Veröffentlichung von „Auferstehung“ wurde er von der russischen-orthodoxen Kirche sogar exkommuniziert. Tolstoi lernte Hebräisch und Griechisch und übersetzte die Evangelien ins Russische. Immer wieder meditierte er seine Lieblingsstelle in der Heiligen Schrift, die Bergpredigt. „Falls der Mensch Gott nicht erkennt und nicht begreift, so hat er noch kein Recht daraus zu schließen, es gäbe keinen Gott. Die gesetzmäßige Folgerung daraus ist nur die, dass er noch nicht fähig ist, Gott zu erkennen und zu begreifen. Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht. Suche Ihn, und er wird sich Dir offenbaren.“  

Auch Fjodor Dostojewski, der Autor von „Schuld und Sühne“ und „Die Dämonen“ oder „Die Brüder Karamasow“, beschäftigte sich in seinen Werken intensiv  mit dem Christentum. „Gott ist für mich schon deshalb unentbehrlich, weil er das einzige Wesen ist, das man ewig lieben kann“, schreibt er in seinem Buch „Der Jüngling“. „Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.“

 

Einige persönliche Literatur/Musik-Tipps zum Anhören + Ergänzt mit Tipps von kath.net-Leser - DANKE!

LITERATUR:

Der ARCHIEPEL GULAG von Alexander Solschenizyn TEIL 1    TEIL 2   TEIL 3

Die Dämonen von Dostojewski: TEIL 1  TEIL 2

Krieg und Frieden von Tolstoi: Teil 1  Teil 2

Schuld und Sühne von Dostojewski: Teil 1  Teil 2   Teil 3  Teil 4

Glück der Ehe - von Tolstoi

Weiße Nächte von Dostojewski

Der Schneesturm - Alexander Puschkin

 

MUSIK:

Oper Eugen Onegin von Tchaikovsky

Best of Rachmaninoff

Schostakowitsch: 7. Sinfonie - Leningrader

Strawinsky: Der Feuervogel - Suite (1919)

 

Foto: (c) youtube

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Russland

  1. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  2. Russland – Ein Beispiel für eine politische Religion
  3. Putins 'P.R.-Auge' blickt auf Österreich-Ungarn
  4. Von Russen verschleppt - Papst erhielt Gebetbuch von vermissten ukrainischen Ordensleuten
  5. Wladimir Putin ist KEIN 'Geschenk Gottes'
  6. Ukraine: "An der Front gibt es keinen Atheisten"
  7. Russischer Diktator Putin "im Bann" von Schamanen
  8. Weihe Russlands und der Ukraine: Vatikanischer Mariologe sieht keinen Bezug zu Fatima
  9. Weihbischof Schneider: Freude über die Einladung des Papstes an Bischöfe zur Weihe Russlands
  10. Ökumenischer Patriarch Bartholomaios: ‚Stoppt diesen Horror! Stoppt diesen Krieg jetzt!’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  12. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz