Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica

Bischof Zsifkovics: Der Dienst der Priester ist unverzichtbar

15. April 2022 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eisenstädter Bischof feierte mit Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen Chrisammesse - Bischof an Priester: "Ihr seid kein Auslaufmodell, Ihr habt Zukunft, Ihr werdet gebraucht!"


Eisenstadt (kath.net/KAP) Der Dienst der Geistlichen in der Kirche ist unverzichtbar, "nie Beliebigkeit und richtet sich nicht nach modischem Wunschdenken oder gesellschaftlicher Plausibilität". Das hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics am Mittwochnachmittag bei der Chrisammesse im Eisenstädter Dom betont. "Ihr seid kein Auslaufmodell, Ihr habt Zukunft, Ihr werdet gebraucht!" ermutigte der Bischof die Priester und Diakone, aber auch die Ordensleute und Seminaristen seiner Diözese. Zugleich wandte sich der Bischof an alle Gläubigen: "Ihr alle seid Volk Gottes, dazu seid Ihr berufen. Ihr habt Teil am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi und seid zu den Menschen durch Taufe und Firmung gesalbt und gesendet."

Christ sei man nie für sich allein. "Als Kirche sind wir viel mehr als die Summe der einzelnen Glaubenden. Wir alle sind Sakrament, Zeichen der Gegenwart Jesu Christi", betonte der Bischof und weiter: "Ob Getaufte, Gefirmte, Geweihte oder Ordenschristen - wir alle sind gefordert, die gemeinsame Berufung aller Getauften zu entdecken, die Verantwortung für das Evangelium zu übernehmen und uns aktiv am Weg und an der Sendung der Kirche zu beteiligen." Genau darum gehe es auch im aktuellen synodalen Prozess, zu dem Papst Franziskus weltweit einlädt.


Der synodale Prozess sei keine kirchliche Nabelschau. Er sei "die einzige Möglichkeit, sich die Hände schmutzig zu machen, die Wunden der Menschen nicht zuzudecken, den Dienst an den Armen zu tun und die missionarische Dynamik der Kirche in Schwung zu halten", so Bischof Zsifkovics.

Im Rahmen des Gottesdienstes weihte der Bischof die heiligen Öle - das Chrisamöl, das Krankenöl und das Katechumenenöl. Chrisam wird bei Taufe und Firmung verwendet, bei der Priesterweihe und Bischofsweihe, auch bei der Weihe eines Altars, einer Kirche oder der Glockenweihe. Das Krankenöl kommt für die Krankensalbung zum Einsatz, das Katechumenenöl für die Salbung der Katechumenen (Taufbewerber) bzw. des Täuflings vor der Taufe. Nach der stets in jeder Diözese in der Karwoche gefeierten Chrisammesse werden die heiligen Öle an Vertreter der Gemeinden bzw. Dekanate übergeben, die sie dann in ihre Pfarren bringen.

Sakramente "keine Zauberformel"

Die Sakramente seien, so der Bischof, "keine theologische Erfindung irgendwelcher Kirchenfunktionäre, keine Reliquien der Vergangenheit, kein Produkt kirchlicher Tradition, keine Zauberformel, nicht einmal ein spirituelles Highlight, sie sind die greifbare Wirklichkeit Gottes und machen deutlich, wer Gott ist und wer der Mensch ist". Gott wolle, "dass der Mensch auflebt. Und Er ist es, der beruft, der zum Dienst weiht, der Dir die Kraft gibt zu einem Tun, das mehr ist als Dienstanweisungen oder Entlohnung."

Zsifkovics sprach auch Ermüdungserscheinungen, Verunsicherungen, Unverständnis und Verdächtigungen an: "All das ist uns Priestern, Diakonen und Bischöfen, den kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ordenschristen und Seminaristen nicht fremd, wir leiden darunter, haben aber auch vieles mitverschuldet." Doch ohne zu behübschen oder zu verharmlosen wolle er sagen: "Meine Zerbrechlichkeit, die Zerbrechlichkeit eines jeden von uns ist auch ein theologischer Ort der Begegnung mit dem Herrn." Der Eisenstädter Bischof zitierte Papst Franziskus: "Die Superman-Priester enden alle schlecht. Der zerbrechliche Priester, der seine Schwächen kennt und mit dem Herrn über sie spricht, dem wird es gut gehen."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Bischof Zsifkovics (c) Diözese Eisenstadt/Dominik Orieschnig


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz