Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Aus Russland geflohener Bischof mahnt: Nicht wegschauen

30. Juli 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ex-Bischof der lutherischen Kirche Russlands sprach bei Veranstaltung der Evangelischen Akademie Kärnten


Wien (kath.net/KAP) Vor einem Abstumpfungseffekt mit Blick auf die Nachrichten und Bilder vom Krieg in der Ukraine, warnt der ehemalige Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands (ELKR). Die Lage in der Ukraine dürfe "nicht zur Routine" werden, sagte Dietrich Brauer laut Pressedienst epdö (Mittwoch) bei einem Online-Vortrag der Evangelischen Akademie Kärnten. Es dürfe nicht sein, "dass man sich auch an das Schlimmste gewöhnt".

Brauer war im März mit seiner Familie nach Deutschland geflohen und von seinem Amt in Russland zurückgetreten. Zuvor hatte er in einer Predigt Kritik an der russischen Staatsführung geäußert und auch deren Aufforderung abgelehnt, die "Spezialoperation" gegen die Ukraine öffentlich gutzuheißen. "Wir können tausendmal von den Kanzeln von Liebe sprechen, aber einmal wird es ganz konkret, da kann man nicht wegschauen", sagte Brauer bei dem Online-Vortrag.


Für ihn und seine Familie, aber auch für die Kirche sei nichts mehr wie vor dem 24. Februar. Der Tag habe alle in Schock versetzt, niemand habe zuvor erwartet, dass es zu einem Krieg kommen wird. "Unvorstellbares" sei inzwischen passiert. Wenn ein Staat seine Macht missbrauche, Menschlichkeit verloren gehe und stattdessen Entmenschlichung um sich greife, gelte es, "nicht wegzuschauen und der Wahrheit ins Gesicht zu blicken". Dennoch bliebe nur wenig, was der Einzelne machen könne. "Wir alle sind Geiseln dieser Situation", sagte Brauer. Fehlende Antworten machten müde, aber "das ist zugleich Wasser auf den Mühlen der Kriegstreiber".

Brauer selbst schöpft Kraft aus persönlichen Gesprächen und Gebeten. "Das Gebet für den Frieden ist das Mindeste, was wir tun können", meinte Brauer, der selbst Friedensgebete organisiert hat. "Es darf keine Pause geben in den Gebeten, weil auch der Krieg den Menschen keine Pause gönnt."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz