Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Wird Bätzing zur Petze?
  4. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  5. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  6. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  7. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  8. Diözese Amsterdam: 60 Prozent der Kirchen müssen in den nächsten fünf Jahren geschlossen werden
  9. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  10. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  11. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  12. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  13. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  14. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  15. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.

Die Abtreibung. Nur "Akzent" oder Sonne Satans?

6. September 2022 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Otti's Optik: Eine humane Zivilisation kann nur "pro life" überleben - von Franz Norbert Otterbeck


Köln (kath.net)

Denken wir uns eine Lehrerin, "rechts" sozialisiert. Sie hat dennoch ihr fünftes Kind abgetrieben. Denken wir uns eine Ethnologin, "links sozialisiert". Schweren Herzens hat sie ihr zweites und viertes Kind abtreiben lassen, weil der Vater nicht gut verdiente. Stets galt die Entscheidung als "selbstbestimmt". War sie das? Kaum jemals. Aber auch dann kann Autonomie nicht rechtfertigen. Was dann, wenn auch eine der Töchter in die Konfliktsituation kommt? Wird die Mutter dann abraten von der Zäsur? Falls sie überhaupt gefragt wird. Denn rund um jede Abtreibung trocknet das christliche Ja zum Leben aus, vielleicht sogar die Religion vollends, mitgestorben im Mutterleib. Nur selten provoziert die Untat eine Bekehrung.

Oder setzt so ein Eingriff nur einen 'Akzent' im Leben der Frau? Eine unbedeutende Historikerin vertrat neulich die Auffassung, sinngemäß: Wenn ein weiblich geprägtes ZdK-Präsidium "hier neue Akzente setzt", sei das ebenso erwartbar wie richtig. Das "hier" bezeichnete wohl den Angriff vom 14. Juli, den die Noch-Präsidentin des Zentralkomitees-ohne-Katholiken wider die 'verfluchten' Lebensschützer publizierte, zusammenzufassen in der Aussage: Autonomie rechtfertigt, alles! "Erwartbar" war die Aktion. Denn das "ZK" musste wohl dem EU-Parlament beispringen, das sich befugt wähnte, die seit Jahrzehnten erforderliche, wenn auch kaum erwartbare Entscheidung des U.S. Supreme Court "pro life" zu konterkarieren. "Richtig" sind die neuen Akzente keineswegs, denn sie transportieren nicht die christliche Sicht der Dinge in vormals abendländische Institutionen hinein, schon gar nicht in die deutsche Politik. Die interessiert sich für das "ZK" nicht mehr. Sondern sie infiltrieren den nationaldeutschen Rest-Katholizismus mit lebensfeindlicher Ideologie, jedenfalls im "Maschinenraum" der Funktionärskaste.

Bischof Bertramm Meier hingegen riskiert es immer öfter, quer zum deutschen Bischofskollektiv zu argumentieren. Das hat sich unter Führung der Generalsekretärin Gilles, die kein Kind zur Welt brachte, was immer das heißen soll, bzw. ihres Vollmachtgebers, der von Jugend auf "zölibatär" leben wollte, auf den syndigen Weg gemacht, die parteilich interpretierten "Zeichen der Zeit" zur höchsten Offenbarungsquelle zu erheben. Wegen der "Weiterentwicklung" der Moral heißt "zölibatär" leben allerdings nicht mehr zölibatär leben, sondern nur noch: ungebunden schweifen, mitunter auch ausschweifend homosexuell.

 

Die Umdeutung der unfruchtbar ausgelebten Sexualität vom Fluch zum "Segen" könnte im historischen Rückblick dem 20. Jahrhundert ebenso als humanitäre Katastrophe zur Last gelegt werden wie Holocaust, Klimakrise oder Weltkriege. Denn diese Revolution "frisst" ihre Kinder, millionenfach. Die Sonne Satans brennt auf die Erde nieder und verbrennt keineswegs nur Wiesen und Wälder, sondern viel mehr noch die Weitergabe des Lebens. Der von Gott geliebte blaue Planet hat nämlich Platz für viele, wenn nur Glaube und Gerechtigkeit eine Chance bekommen. Die armen Völker glauben anscheinend gerechter daran.

Bischof Bertram hält also daran fest: "Wenn es um Leben und Tod geht, gibt es meines Erachtens keinen Kompromiss. Es wäre schade, wenn das Thema zur Verhandlungsmasse des Synodalen Weges würde." Das Wörtchen "schade" ist hier bewusst schwach gewählt. Man kann sich auch gern kräftiger ausdrücken. Bemerkenswert auch, dass es überhaupt "Verhandlungsmasse" beim genannten "Weg" gibt. Ist nicht alles schon längst festgezurrt? Genauer: Die Konkursmasse. Der Vorstoß der göttlichen Irme, so karg sie auch stottern mag wegen ihrer rhetorischen Dürftigkeit, zu Beginn der "Sommerpause", zielte wohl auch darauf ab, daran zu erinnern, dass auch "hier" ein Machtwort des Nationalen Synodalismus längst abgesprochen war?

Wem das große Los zufiel, ins "ZK" nationaler Katholiken "zugewählt" zu werden, sieht sich anscheinend ermächtigt zu formulieren: "Die Einlassungen zu Abtreibungen standen und stehen nicht nur im Kontext des Schutzes des ungeborenen Lebens, sondern auch in einer langen, durchaus düsteren Tradition der Kirche, über Frauenkörper bestimmen zu wollen." (Standpunkt Aschmann* vom 22. August, also zu "Maria Königin" publiziert.) Den Wahnsinn muss man sich erstmal mal "reintun": Eines der stärksten Alleinstellungsmerkmale der christlichen Verkündigung (ja: "Wähle das Leben!"), von Anfang an, wird hier als "Einlassungen" karikiert. Als ob irgendein Angeklagter vor Gericht sich nur unglücklich verteidige. Natürlich meint die Dame, die Kirche sei anzuklagen, weil sie für Wahrheit, Freiheit, Recht einstand. Denn der "Neuen Kirche" kommt das nicht mehr zu: Sie hat den Sünder in seiner Sünde zu begleiten, ihn billig zu trösten, nicht aber zur Umkehr zu rufen? 'Schau nicht, kleines liebes Gott*, auf die tradierten Sünden Deiner düsteren Kirche, sondern auf mich und meinen stolzen Glauben, der mich so herrlich inspiriert, mich einzubringen und mir diese, meine Welt zu verändern!' Wem aber gehorcht die Welt? Meinem Bauch? Das Bestimmenwollen über "Frauenkörper" wird in dieser Debatte immer nur als arglistig-heteronom vorgeführt, insbesondere weil da die Natur noch mitspielt. In wievielen Fällen war die 'autonome' Entscheidung zur Abtreibung des "ersten" Kindes auch schon die (noch unbekannte) endgültige Entscheidung auch zur Abtreibung des letzten Kindes? Allzu verfügbar für "Familienplanung" ist die Natur nämlich nicht. Es ist gut, dass heute Karrieren auch für Frauen möglich sind. Aber muss "sie" Karriere machen? Und zu welchen Kosten? Das größte Glück der Frau war es, nicht ausnahmslos, aber doch im hier und heute unterdrückten 'Normalfall', das Leben der Menschen auf dieser Erde weiterzugeben. Ist es denn immer und überall vorzugswürdig, mit 40 zur Chefin, zur Ministerin oder Professorin aufgerückt zu sein, aber kinderlos, trotz und wegen eines exzessiven Sexuallebens? Und wer denkt an die Frauen, die sich selber stückweise "das Leben nahmen", nachdem sie ihrer Leibesfrucht das Leben nahmen? Das post-abortionale Syndrom, weithin totgeschwiegen in der Öffentlichkeit, ist für viele Frauen wie ein kleiner Suizid. Dann wird oft auch nichts mehr aus der "Beziehung", der sie ein Menschenleben aufgeopfert hat, oder nichts mehr aus ihrer Karriere. Für manche mag die erste Abtreibung auch zum geheimen Initiationsritual in die brutale, verkehrte Welt des Feminismus geworden sein. So wie früher das Glück der Erstgeburt die Gründung der Familie kundtat. Weiter: Besteht etwa eine Wechselbeziehung zwischen der flächendeckenden Lesbifizierung mancher Gegenden und der flächendeckenden Abtreibung? Der "geile Bock" als Sündenbock für die Missetat, beflügelt er die Hinwendung zur lesbischen "Orientierung"? Wohinter doch oft auch nur schlichte Wollust steckt. Da sind "die" wohl kaum besser als die schwule Szene, bis hinein in konfessionelle Kreise aller Art. Bislang fehlt dort eine "Kritik der lesbischen Vernunft". Das alles müsste noch viel gründlicher untersucht werden. Doch eins ist sicher: Gegen die immer heißere Verbrennung der christlichen Kultur durch Satans List und Neid hilft nur die Sonne der Gerechtigkeit, die unbesiegbar Christus selber ist. Heilige Familie, hilf den Familien zum Leben!




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 si enim fallor, sum 6. September 2022 
 

Wie in den schlimmsten Zeiten der Kirche

Zitat aus dem Artikel
"Wegen der "Weiterentwicklung" der Moral heißt "zölibatär" leben allerdings nicht mehr zölibatär leben, sondern nur noch: ungebunden schweifen, mitunter auch ausschweifend homosexuell"

So wie in Zeiten der Borgia. Nur dann taten sie es ohne weiteres und versuchten nicht, auch die Gläubigen zu täuschen und sie auf denselben Weg zu führen.


1
 
 Martin Rybka 6. September 2022 
 

Die Argeitgeber tun ihren Teil dazu, Abtreibungen zu provozieren

Dieselben Mitglieder aus der Führungsriege, die als Arbeitgeber ihre Bahnen ziehen
und Abtreibungen provozieren, dürfen sich nicht hinterher beschweren, dass
es fehlt an Fachkräften fehlt, also an Rechtsanwälten, Sachbearbeitern, Lehrern,
Ingenieuren und an Handwerkern.


0
 
 Holunder 6. September 2022 
 

Was braucht eine Frau, damit sie nicht abtreibt?

Sie braucht ein gut gebildetes Gewissen, und sie braucht Sicherheit. Welcher Pfarrer traut sich heute noch, den jungen Leuten zu sagen: "Ausgelebte Sexualität gehört nur in die Ehe, und eine Ehe ist verbindlich. Wenn ihr euch nicht sicher seid, dass ihr das durchhalten könnt, dann wartet noch ab." Wenn der Kindsvater und die Großeltern keine Unterstützung anbieten, sondern die Abtreibung einfordern, steht die Frau alleine da. Der Staat und die Argeitgeber tun ihren Teil dazu, Abtreibungen zu provozieren. Wie soll eine Alleinerziehende z. B. Schicht arbeiten? Als Putzfrau kann sie sich vielleicht spontan krank melden, wenn ihr Kind krank ist. Als Lehrerin oder Anwältin geht das nicht. Ein Ansatz, um diese Situtation zu verbessern, wäre ein Erziehungsgehalt. Das würde im Übrigen die Arbeit, die eine Mutter täglich leistet, würdigen.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Otti's Optik

  1. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  2. Bischof oder Fischkopf?
  3. Der Untergang
  4. So wünsche ICH MIR MEINE Kirche'
  5. Im Anfang war nicht das "Bischofswort"
  6. "Ablehnung des Konzils" oder nur der Früchtchen?
  7. Da wird Widerstand zur Pflicht
  8. "Zum Altare Gottes will ich treten"
  9. Die Kirche der Piefkes, Pimpfe und Pinscher
  10. "Otti's Optik"







Top-15

meist-gelesen

  1. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  2. Wird Bätzing zur Petze?
  3. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  4. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  6. Holt Gott zurück in die Politik. Ja, wen denn sonst.
  7. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  8. Der dramatische Angelus von Papst Franziskus zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
  9. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  10. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  11. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  12. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  13. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  14. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  15. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz