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Kardinal Eijk: Flämische Bischöfe sollen Segnung für Homosexuelle zurückziehen

4. Oktober 2022 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
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Ein Segen der Kirche setze nicht nur die gute Absicht des Empfängers voraus, sondern auch, dass das, was gesegnet werde, der göttlichen Schöpfungsordnung entspreche, führte der Erzbischof von Utrecht aus.


Utrecht (kath.net/CNA/jg)

Willem Kardinal Eijk, der Erzbischof von Utrecht (Niederlande), hat die katholischen Bischöfe im benachbarten Flandern (Belgien) aufgefordert, die Segnungszeremonien für gleichgeschlechtliche Paare wieder zurückzuziehen. Eine Segnung homosexueller Paare würde die Lehre der Kirche aushöhlen.

„Wenn homosexuelle Paare in monogamen, dauernden sexuellen Beziehungen einen Segen empfangen können, sollte dass selbe nicht in monogamen, dauernden sexuellen Beziehungen eines Mannes mit einer Frau möglich sein, die zusammen leben ohne verheiratet zu sein? Die Segnung homosexueller Paare birgt das Risiko einer Entwertung des Segens und der Aushöhlung der Lehre der Kirche über die Moral der Ehe und der Sexualethik in sich“, schrieb Kardinal Eijk wörtlich in La Nuova Bussola Quotidiana.


Die Stellungnahme der flämischen Bischöfe, in welcher sie die Segnung homosexueller Paare erlauben und sogar ein liturgisches Modell dafür vorstellen, sei ethisch abzulehnen und widerspreche einer Entscheidung der Glaubenskongregation, erinnerte der Kardinal. Sie könnte darüber hinaus zur Verwirrung der Gläubigen beitragen, indem sie Ansichten rechtfertigen könne, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche stehen, ergänzte er.

Katholiken, welche die Lehre der Kirche akzeptieren, würden daher darauf hoffen, dass „die zuständige kirchlichen Stellen“ die flämischen Bischöfe bald auffordern, ihre Stellungnahme zurückzuziehen und dass diese der Aufforderung nachkommen, schrieb Kardinal Eijk.

Es sei selbstverständlich, dass Menschen mit homosexueller Orientierung mit Respekt behandelt werden müssen und ein Recht auf pastorale Fürsorge und Anleitung haben, fuhr er fort. Mit Unterscheidung sei allerdings gemeint, dass Menschen in irregulären Beziehungen verstehen lernen, was ihre Beziehung in Wahrheit ist, also ob sie gegen die Schöpfungsordnung Gottes verstößt und deshalb moralisch nicht akzeptabel ist.

Ein Segen setze nicht nur die gute Absicht des Empfängers voraus, sondern auch dass das was gesegnet werde der göttlichen Schöpfungsordnung entspreche, führte Kardinal Eijk aus.

 

Archivfoto Kardinal Eijk: © Erzdiözese Utrecht

 


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Lesermeinungen

 Chris2 5. Oktober 2022 
 

De facto sind das längst Parallelgesellschaften

innerhalb der Kirche. Wie bei den anderen (Utsatta Omraden in Schweden, Clans bei uns) hat man viel zu lange zugesehen, um jetzt noch sanft gegensteuern zu können. Jetzt wird nur noch die Absetzung von Funktionären (Stetter-Karp!) und auch einzelner Bischöfe übrigbleiben. @Ulrich Motte Die Privatmeinung selbst aller Bischöfe eines Landes erschafft noch keine neue Lehre oder entwertet gar göttliche Vorgaben. Man kann (und muss) sie daher getrost ignorieren. Und wir werden wohl damit leben müssen, dass mit all diesen Mißständen und Missbräuchen aller Art erst im nächsten Pontifikat aufzuräumen begonnen wird.


1
 
 modernchrist 4. Oktober 2022 
 

modernchrist

Wunderbar, diese Wortmeldung von Erzbischof Eijk!
Kleriker können Gott nicht zwingen, etwas zu segnen, das gegen den offensichtlichen göttlichen Plan für den Menschen gerichtet ist. Mann und Frau sind nach dem Bild Gottes geschaffen, auch in den Zeichen ihrer in tiefer Liebe und Offenheit für das Leben ausgeführten Sexualität. Nur diese Art der sexuellen Begegnung entspricht dem Bild Gottes. Diese Akte haben einen Sinn, während lesbische, queere und schwule Akte keinen echten Sinn haben außer der Befriedigung von Begierde und Festigung der Partnerschaft. So hat z.B. männlicher Same im Mund oder Darm keinerlei biologischen Sinn. Auch wären dann ebenfalls alle nichtsakramentalen Sexualverbindungen, die sich auf Dauer binden wollen, auch aus mehreren Personen ebenso zu segnen. Warum nur Verbindungen von 2 Personen? Warum nicht auch polyamore Paare, die z.B. Kinder haben?


3
 
 Ulrich Motte 4. Oktober 2022 
 

Selbst Bischöfe, selbst Kardinäle

scheinen sich in wesentliche(re)n Fragen nicht einig zu sein.


1
 
 ottokar 4. Oktober 2022 
 

In jeder hlg.Messe wir über die anwesenden Gläubigen der Segen gesprochen.

Wünscht also ein homosexueller Mensch den Segen Gottes, so erhält er ihn selbstverständlich am Schluss jeder Eucharistiefeier.Den Segen aber für eine homosexuell gelebte Partnerschaft zu erbitten und zu erteilen, ist deshalb unmöglich, da gelebte Homosexualität schwere Sünde ist,die der Planung des Schöpfers widerspricht und damit die gottgewollte Vermehrung des menschlichen Geschlechtes unterbindet.Ich frage mich, was in den Gehirnen von Priestern (Bischöfen)vorgeht, welche homosexuelle Verbindungen als gottgewollt ansehen und deshalb dem Paar den Segen erteilen.Irgendwie muss bei diesen ein Bruch in der inneren Beziehung zu Gott unserem Schöpfer entstanden sein, der dazu führt, dass man das Resultat subjektiv gewollter Überlegungen höher einschätzt als den eindeutigen göttlichen Willen.Und die Synodalen stimmen dem mehrheitlich zu.Sie stützen sich dabei auf die gerade vorherrschende vox populi (Zeitgeist) und meinen infantil, dies sei die vox dei.


5
 
 Elija-Paul 4. Oktober 2022 
 

Die Intervention des Kardinals

ist zu begrüßen. Nur glaubt er wirklich, daß der Vatikan eingreift? Nach der bisherigen Erfahrung kann man es fast ausschließen. Es ist für mich verwunderlich, daß manche Kommentatoren immer noch glauben, daß Rom die Dinge richten wird. Hat man noch nicht gemerkt, daß Rom nicht mehr das Rom ist von dem man sich Klarheit erhoffen kann und diese dann auch durchgesetzt wird! Man sollte aufwachen sonst träumt man sich einen Vatikan den es so derzeit gar nicht gibt und lebt in einer Illusion!


8
 
 SalvatoreMio 4. Oktober 2022 
 

Ganz herzlichen Dank, Herr Kardinal Eijk! Stimmen wie die Ihre sind ganz besonders wichtig!


6
 
 SalvatoreMio 4. Oktober 2022 
 

Die segnende Person kann lange herumsegnen: es bleibt ohne Effekt

@Heinz1: das haben Sie treffend ausgedrückt, doch da es geschieht, werden viele in den Strudel hineingezogen. Es macht Schule: "Endlich überwindet die Kirche das Mittelalter" - sagen viele, und Priester, die nicht mitmachen, müssen sich gewiss noch rechtfertigen.


3
 
 Heinz1 4. Oktober 2022 
 

das Risiko einer Entwertung des Segens?

Wovon spricht er?
Durch die segnende Person kommt der Segen ausschließlich von Gott und Gott segnet in keinem einzigen Fall etwas das seinem Willen und Gesetz widerspricht. Gott segnet die Sünde nicht. Auch bei Dingen die seinem Gesetz genügen segnet Gott nur wenn er es selbst für gut befindet. Das ist bei homosexuellen Verbindungen jedoch gänzlich ausgeschlossen.

Die segnende Person kann also lange herumsegnen, es bleibt ohne Effekt und Wirkung da kein Segen für die Sünde von Gott jemals kommen kann.


3
 
 Chris2 4. Oktober 2022 
 

Missbrauch von Sakramentalien

oder sogar die Simulierung eines Sakramentes. Der Laden fliegt immer öfter auseinander und das jesutische Rom sucht offenbar noch nicht einmal nach der Notbremse...


4
 
 HeikeSti 4. Oktober 2022 
 

Wo bleibt die Glaubenskongregation?

Die Glaubenskongregation hat mit Billigung von Papst Franziskus klar zum Ausdruck gebracht, dass die Segnung homosexueller Paare nicht möglich ist. Warum wird sie nicht aktiv, wenn diese klare Aussage von den flämischen Bischöfen in Frage gestellt wird?


5
 
 MariaHelene 4. Oktober 2022 
 

@mariaz @hape

Gemäß Papst Weisung die alle katholischen Priester einhalten müssen ist Segnung Homosexuelle nicht erlaubt und das ist gut so! Aber ich weiß das mindestens 2 Gemeinden in meiner Nähe das trotzdem machen und in die Zeitungen gestellt haben wann und wo das ist. Das ist vor 1 Jahr auch mal gemacht worden und Leute haben Bischof gemeldet. Aber kann ja nichts passiert sein wenn die gleiche Sache wieder gemacht wird. Es werden auch jetzt wieder Leute an Bischof melden und es muss ja etwas gehandelt werden


3
 
 Mariat 4. Oktober 2022 

Vatikan - kein Segen - für homosexuelle Paare

@hape volle Zustimmung

www.sueddeutsche.de/politik/vatikan-kein-segen-fuer-homosexuelle-paare-papst-1.5236708


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