Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Messerattacke aus "Glaubensgründen"

16. Oktober 2022 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


52-jähriger Iraker, der sich als Katholik bezeichnet, war im Juni von einem 19-jährigen Landsmann vor seinem Wohnhaus in Klagenfurt angegriffen worden.


Klagenfurt (kath.net/ KAP)

Die Kärntner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit nach einem Messerattentat, bei dem Glaubensgründe den Ausschlag gegeben haben könnten. Bereits im Juni war in Klagenfurt ein aus dem Irak stammender, damals 52-jähriger Mann vor seinem Wohngebäude von einem Angreifer mit mehreren Messerstichen in den Schulterbereich verletzt worden. Der Tatverdächtige, ein 19-jähriger Iraker, konnte durch Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ausgeforscht und Anfang Oktober in Wien festgenommen werden. Dass sich das Opfer auf Sozialen Medien als Katholik bezeichnete, könnte für die Tat eine zentrale Rolle gespielt haben, erklärte Staatsanwaltsschafts-Sprecher Markus Kitz am Freitag auf Kathpress-Anfrage.

Der Angriff aus diesem vermuteten Motiv bilde in Österreich eine "absolute Ausnahme", Fälle in dieser Heftigkeit seien bisher nicht untergekommen, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige - für den die Unschuldsvermutung gilt - war laut bisherigem Ermittlungsstand mit dem Opfer zuvor nicht bekannt. In der Wiener Wohnung des mutmaßlichen Täters seien mehrere Waffen sichergestellt worden, wobei das Landeskriminalamt Kärnten derzeit noch weiter zum genauen Motiv sowie zu etwaigen weiteren Mittätern oder Auftraggebern ermittle. Mit dem Messer habe er dem Opfer nur Angst machen wollen, eine Mordabsicht streitet der 19-Jährige ab.


Staatsanwaltschafts-Sprecher Kitz zufolge bezeichnete der Tatverdächtige seinen Angriff als Folge seines Ärgers darüber, dass sein zum Christentum konvertierter Landsmann auf diversen Sozialen Netzwerken Videos gepostet habe, in denen er offen über seinen Glauben gesprochen und sich dabei auch kritisch über Muslime und das irakische Regime geäußert habe. Das mittlerweile 53-jährige Opfer sei aus diesem Grund laut dessen Angaben schon vor seiner Flucht in seiner Heimat Gewalt und Verfolgung ausgesetzt gewesen. Die in arabischer Sprache erstellten Internet-Videos des Opfers würden von den Ermittlern derzeit geprüft, hieß es.

Noch keine Sicherheit gibt es in der Frage, ob es sich bei dem Opfer tatsächlich um einen ehemaligen Muslim handelt, der zum römisch-katholischen Glauben konvertiert ist. In der Diözese Gurk-Klagenfurt ist der gebürtige Iraker nicht bislang bekannt, auch nicht bei den Seelsorgern, die sich in Kärnten um Taufbewerber kümmern.

Vonseiten der Zuständigen in der Bischofskonferenz für das Thema Konversion und Asyl hieß es auf Kathpress-Anfrage, es habe in Österreich in den vergangenen Jahren nur etwa eine Handvoll schwerer Angriffe auf Konvertiten gegeben. Berichte von Mobbing und Drohungen gegen christliche Asylwerber und Konvertiten in Wohngemeinschaften und Massenquartieren gebe es hingegen immer wieder. Oft sei es allerdings schwierig zu beurteilen, ob nicht auch andere Faktoren wie etwa Ethnizität, Zugehörigkeit zu einer Minderheit, zwischenmenschliche Probleme oder der frustrierende Alltag von Asylwerbern mitspielten. Das Glaubensthema beziehungsweise die Konversion wirkten dabei mitunter auch konfliktverstärkend.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  9. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  12. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  13. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz