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„Fürchtet euch nicht! Schwimmt gegen den Strom! Wählt das Leben!“

23. Jänner 2023 in Prolife, 7 Lesermeinungen
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Mehr als 100.000 Teilnehmer beim 50sten March for Life in Washington D.C. - Unter den Stargästen die Tochter der Hl. Gianna Beretta Molla und Jonathan Roumie, Jesus-Darsteller aus Serie "The Chosen" - Ein Bericht von Roland Noé aus Washington D.C.


Washington D.C. (kath.net/rn)
Eine unfassbare Menge, eine bewegende Stimmung, zehntausende Jugendliche. Wer etwas kirchenmüde ist und genug von der deutsch-synodalen Kirchensektiererei hat, der sollte einmal einen heilsamen Blick in die USA werfen. Einmal im Jahr gibt es dort den „March for Life“ in Washington D.C., ein Jungbrunnen, um jede Kirchendepression zu vertreiben. Bereits zum dritten Mal konnte auch eine kleine kath.net-Gruppe beim Marsch dabei sein. Der 50. Marsch für das Leben in Washington D.C. war diesmal sehr besonder: Denn erstmals nach dem wichtigen Pro-Life-Höchstgerichtsurteil „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“ trafen sich beeindruckende Menschenmassen in der US-Hauptstadt, laut Medienberichten sollen es deutlich mehr als 100.000 Menschen gewesen sein. Bereits am Vorabend am Donnerstag gab es mit der Hl. Messe beim National Shrine of the Immaculate Conception einen erstes Highlight. Viele tausende Menschen stürmten die Basilika zum Gebet, die ganze Nacht über beteten Menschen nach einer Heiligen Messe vor dem Allerheiligsten, gemeinsam mit vielen Bischöfen, Priestern und das Gebet stand auch bei vielen anderen Events rund um den March for Life im Mittelpunkt, viele Hl. Messen wurden im Großraum Washington D.C. angeboten. Dazu gab es Kultur-Events rund um das Thema "Pro-Life".

Am Freitag schließlich der Höhepunkt: Bei Sonnenschein und Winterkälte versammelten sich die vielen - überwiegend jugendlichen -  Teilnehmer bei der „National Mall“. Im Vorprogramm sorge die christlich-irische Rockband "We are messengers" für ein Mini-Woodstock und lenkte etwas vom eisigen Wind ab.  Darren Mulligan, der Sänger, war 2016 mit seiner Familie von Irland nach Nashville übergesiedelt, nachdem er einen Rekordvertrag mit  "Word Entertainment" unterschrieben hatte. Die Band ist in den USA sehr erfolgreich und hat vor allem dort eine große Fan-Base.

Dann begann das Programm, bei dem ein Highlight den anderen jagte. Bischof Michael Burbidge von Arlington, Vorsitzender des Pro-Life-Ausschusses der US-Bischofskonferenz, ermutigte die Teilnehmer. „Wir sind so stolz auf euch. Vielen Dank für euer Zeugnis“, richtete er im Namen der anderen Bischöfen den vielen Teilnehmern aus.


Dann trat Lynn Fitch ans Podium. Fitch gilt als große Pro-Life-Heldin der USA, weil sie als Staatsanwältin vom US-Bundesstaat Mississippi das landesweite Abtreibungsrecht in den USA mit zu Fall gebracht hat. „Das ist aber keineswegs das Ende unserer Reise“, betonte sie. Danach traten Politiker der Republikaner und sogar eine junge Politikerin der Demokraten auf. „Ich besuchte den ersten March for Life 1974. Diese Veranstaltung inspirierte uns, mehr und mehr bei der Verteidigung des Lebensschutzes zu machen“, erzählte Chris Smith, Abgeordneter des Repräsentantenhauses aus dem Bundesstaat New Jersey. Steve Scalise, der neue Fraktionsvorsitzende der republikanischen Mehrheitsfraktion im Kongress, betonte in seiner Rede, dass mit dem Ende von Roe v. Wade zunächst die erste Schlacht gewonnen sei. Der Südstaatenpolitiker aus Louisiana, der 2017 ein Schussattentat durch einen radikalen Linken überlebt hat, erzählte, dass man jetzt mit der neuen Mehrheitsverhältnissen im Kongress nach nur acht Tagen mit der neuen Mehrheit ein Gesetz verabschieden konnte, mit dem Kinder, die nach ihrer Abtreibung außerhalb des Mutterleibes überleben, medizinisch versorgt werden müssen. Zuvor war dieses Gesetz von dem Demokraten unglaubliche 80 mal im Kongress niedergestimmt worden. „Das ist der Unterschied, den Wahlen machen.“  Scalise erzählte in seiner Rede auch, dass im Kongress nur ein einziger Demokrat diesem Gesetz zugestimmt habe, obwohl es laut Umfragen über 70 % der US-Bürger unterstützen. Ob das Gesetz im Senat angenommen wird, ist derzeit aber unklar, da dort die Demokraten die Mehrheit haben.

Trenee McGee, Mitglied des Repräsentantenhauses von Connecticut, sorgte dann für viel Begeisterung mit ihrem Enthusiasmus. Die junge Demokratin zeigte, dass noch nicht alle Demokraten auf der Seite der „Kultur des Todes“ sind. „Ich stehe heute hier und proklamiere das ‚Leben“. Ich stehe für die pro-life-black-women weltweit.“ Nächster Highlight war der Auftritt von Sister Mary Casey und ihrer leiblichen Schwester Casey, die Trägerin des Downsyndroms ist. Casey sagte vor der Menschenmenge ins Mikrophon: „Ich liebe mein Leben. Ich habe das Down-Syndrom. Aber das definiert mich nicht. Ich bin von Gott definiert. Wir sind alle unendlich viel wert, ob geboren oder ungeboren, ob behindert oder nicht.“

Als Überraschungsgast betrat dann eine ganze besondere Frau aus Italien die Bühne: Gianna Emanuela Molla, die Tochter der Hl. Gianna Beretta Molla. Die Heilige aus Italien hatte es 1962 strikt abgelehnt, ihr eigenes Kind abtreiben zu lassen, um ihre Gesundheit zu retten. Gianna Emanuela erzählte, dass sie jeden Tag sich beim lieben Gott für das Geschenk des Lebens bedanke. „Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht so sehr geliebt worden wäre.“

Doch dann kam der eigentliche Stargast des Tages: Jonathan Roumie , der Jesus-Darsteller der Bibel-Serie „The Chosen“, die in christlichen Kreisen bereits Kultstatus hat. Jonathan wurde mit tosendem Applaus begrüßt und erzählte, dass er in seinem eigenen Leben Wunder erlebt hat. „Gott ist real. Jesus ist das Licht der Welt.“ Der Jesus-Darsteller berichtete aus seinen letzten drei Jahren mit der Serie „The Chosen“. Er machte dann eigens bewusst, dass nicht nur Gott real ist, sondern auch Satan. Dies sei der „Vater der Lüge“, der Zweifel sähen will, während man im Herzen eigentlich weiß, was man tun müsse. "Abtreibung ist satanisch. Doch die Zeit des Satans ist limitiert. Aber sein Job ist es, meine und eure Zerstörung zu verursachen.“ „Aber wir wissen auch, wie die Geschichte endet: Gott hat gewonnen.“

Roumie erinnerte dann daran, dass es in der Unterhaltungsindustrie in den letzten Jahren dämonische Einflüsse gab und es dort sehr düster aussehe. Satanische Elemente sind in nicht wenigen Filmen vorzufinden. Es gäbe Filme mit zerstörenden Inhalt. Was könne man tun? Man dürfe sich nicht fürchten. „Fürchtet euch nicht! Schwimmt gegen den Strom! Wählt das Leben!“ Am Ende seiner Rede rief der Schauspieler die Teilnehmer zum Rosenkranzgebet auf und dazu, auch die dunklen Ecken im eigenen Leben zu betrachten und sie mit dem Licht Christi zu füllen.

Ein Hinweis: Voraussichtlich 2025 gibt es eine weitere kath.net-Reise zum March for Life nach Washington D.C.

Fotos bei kath.net-MeWe: https://mewe.com/p/kathnet

Rede von Jesus-Darsteller Jonathan Roumie

 

Rede von der Tochter der Hl. Gianna Beretta Molla

 

Der gesamte Marsch im Zeitraffer:

 

 

Weitere Filme:

 


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