Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Erzbischof Naumann: Kardinal McElroys These ist ‚ein schwerer und gefährlicher Fehler’

20. Februar 2023 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jesus ist auf die Sünder zugegangen, aber nicht im Sinn eine ‚radikalen Inklusion’, sondern um sie von der Sünde zu befreien und zur Umkehr zu rufen.


Kansas City (kath.net/CNA/jg)
Joseph Naumann, der Erzbischof von Kansas City (USA), hat in einem Kommentar für die Bistumszeitung The Leaven (dt. „Der Sauerteig“) zu den Ausführungen von Kardinal Robert McElroy kritisch Stellung genommen. Die Forderung des Erzbischofs von San Diego nach „radikaler Inklusion“ vergesse die Aufforderung nach Umkehr und Buße in der Predigt von Jesus Christus, stellt Naumann fest.

McElroy sei offenbar der Ansicht, die Kirche habe in den letzten 2.000 Jahren die Bedeutung ihrer Lehre zur Sexualmoral übertrieben. Nach seiner Meinung stehe die Forderung nach „radikaler Inklusion“ über der Treue zur Lehre, insbesondere hinsichtlich der Morallehre zur menschlichen Sexualität.


Der Erzbischof von San Diego hat in einem Artikel für das von den Jesuiten herausgegebene Magazin America die vollständige kirchliche Gemeinschaft und Segnung für homosexuelle Paare und andere Personen, die in objektiv schwerer Sünde leben, gefordert.

Das sei ein „schwerer und gefährlicher Fehler“, schreibt Naumann. Die Sexualmoral habe einen wesentlichen Einfluss auf das richtige Verständnis von Ehe und Familie. Ehe und Familie seien wesentlich für die Gesellschaft, die Kultur und die Nation.

Die Vertreter der „radikalen Inklusion“ würden auf die Gemeinschaft von Jesus mit den Sündern verweisen. Trotz der scharfen Kritik der religiösen Autoritäten seiner Zeit sei Jesus mit viel Mitgefühl und Barmherzigkeit auf die Sünder zugegangen, schreibt Naumann. Allerdings habe Jesus die Sünder bei jeder seiner Begegnungen zur Buße und zur Umkehr gerufen, betont er.

Sei das eine „Kultur der Exklusion“ gewesen? Habe Jesus mit seiner klaren aber anspruchsvollen Lehre über die Ehe und die Folgen der Wollust die Menschen vor den Kopf stoßen oder sie zur Freiheit einladen wollen, fragt Erzbischof Naumann. Habe „radikale Inklusion“ wirklich seine höchste Priorität gehabt, als ihn viele nach seiner Brotrede (vgl. Joh 6) verlassen hätten?

Papst Franziskus habe klar gemacht, dass Synodalität nicht bedeute, über die Lehre und Moral abzustimmen. Er habe auch daran erinnert, dass Synodalität darin bestehe, auf den Heiligen Geist zu hören und nicht auf den Zeitgeist.

Als Jünger Jesu gehörten die Christen heute zur Gegenkultur. Das sei zu Beginn des Christentums auch so gewesen. Davon geben die Briefe von Paulus und die Pfingstpredigt von Petrus Zeugnis. Diese seien keine Aufrufe zu „radikaler Inklusion“ gewesen, sondern zur Umkehr, erinnert Erzbischof Naumann.

 

© Foto Erzbischof Joseph Naumann: Erzdiözese Kansas City


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Über das Dämonische
  2. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  3. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  4. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  5. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  6. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  7. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  8. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  9. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  10. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz