Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  8. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

„Ja, auf der Gefühlsebene ist es wirklich schwer, aber wenn das das Kreuz ist, das ich tragen soll…“

24. Februar 2023 in Prolife, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


USA: Katholikin Nicole LeBlanc ist mit siamesischen Zwillingen schwanger – Lebenserwartung nach der Geburt wird auf höchstens Minuten bis Tage geschätzt – Sie beendet das Leben ihrer Babys ganz bewusst nicht durch Abtreibung - Von Petra Lorleberg


Detroit (kath.net/pl) „Ich bin mit Zwillingen schwanger. Meine Zwillinge sind zusammengewachsen und teilen sich ein einziges Herz und lebenswichtige Organe. Es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt und es gibt nichts, was getan werden kann, außer abzuwarten. Bitte betet für mich.“ Mit diesen Zeilen gibt die US-amerikanische Katholikin Nicole LeBlanc auf Twitter ihre Schwangerschaft bekannt. „Ja, auf der Gefühlsebene ist es wirklich schwer, Babys in meinem Bauch zu tragen, die hier facto im Sterbehospiz sind. Doch wenn dies mein Kreuz ist, das ich tragen soll, dann ist das so. Sie haben keine Schmerzen, alles, was sie erleben, ist die Umarmung ihrer Schwester und die Liebe, die mein Mann und ich für sie hegen.“ Auf Twitter schildert sie: „Ich möchte nicht lügen: Anfangs war die Diagnose der beiden sehr schwierig [für uns]. Doch dann legte ich dem Herrn die beiden Babies in die Hände und bat Ihn: Nicht mein, sondern Sein Wille möge geschehen.“ Gleichzeitig bittet die Mutter auf Twitter natürlich um das Gebet für ihre Kinder. Auf der Website ihres Geschäftes (das Ehepaar betreibt ein Geschäft zur Geräuschdämmung von PKW-Motoren) schreiben die beiden Eltern: „Wir planen keine Babyparty, sondern eher eine Beerdigung“. Die Eltern hoffen sehr, dass die beiden Mädchen lebend geboren werden, damit sie getauft werden können.


Eine Abtreibung war ihr möglicherweise ärztlicherseits nahegelegt worden und in diesem Fall wegen der Extremlage wäre auch wenig gesetzlicher Schutz für die Kinder vorhanden. Dennoch kommt es für die praktizierende Katholikin nicht in Frage, das knapp bemessene Leben der beiden Mädchen künstlich und vorschnell zu beenden. Vor der weltgrößten Prolife-Kundgebung in Washington D.C. im Januar setzt sie sich im Tweet unter dem Hashtag #WhyWeMarch [„Warum wir die Prolife-Kundgebung mitgehen“] damit auch öffentlich auseinander: „Meine ungeborenen Babys LEBEN. Sie sind miteinander verwachsen und teilen ein Herz und eine Leber. Ich werde meine Babys nicht brutal durch Abtreibung ermorden. Gott wird entscheiden, wann der Zeitpunkt für ihre Entbindung ist und wann für sie die Zeit gekommen ist, in ihr ewiges Zuhause zu gehen.“ „Auch wenn man weiß, dass das eigene Baby/die eigenen Babys schon im Mutterleib eine lebensbegrenzende Diagnose hat, ist immer noch kein zu 100 % ausreichender Grund für eine Abtreibung.“ In einem anderen Tweet schreibt sie: „Ich werde nie Mütter verstehen, die sich pro Abtreibung engagieren.“

Die beiden Mädchen sind aktuell in ihrer Größe für die 20. Schwangerschaftswoche nach ärztlichem Befund normal entwickelt und noch nicht entwicklungsverzögert. Herzspezialisten stellten anhand von Ultraschallaufnahmen die Diagnose, dass sich die beiden Kinder ein einziges Herz teilen, eine große Aorta geht zum einen Baby, eine kleinere Aorta zum anderen. Das Herz ist fehlerhaft entwickelt, so dass man die Kinder auch nicht nachgeburtlich voneinander trennen kann mit der Hoffnung, dass damit wenigstens eines von zweien überlebt. Außerdem ist nur eine einzelne Leber vorhanden, und die Babys teilen sich auch eine einzige Nabelschnur. „Doch meine Kleinen sind Kämpferinnen, und ich bin so gesegnet, dass ich [wenigstens] diese Zeit mit ihnen habe. Ich bin wirklich gesegnet.“

Trotz der massiven Sorgen bei dieser ersten Schwangerschaft wünscht sich das Paar weitere Kinder und denkt dabei keineswegs an eine kleinere Zahl.

Nicole LeBlanc erhält auf Twitter viel Ermutigung, Zuspruch, Dankbarkeit und eine regelrechte Welle an Gebetszusagen. Eine Twitterantwort ist besonders ungewöhnlich: „Ich bin nicht katholisch“, schreibt ihr ein Mann, der sich als konservativer Christ bezeichnet, „aber ich werde für Ihre Babys den Rosenkranz beten“. Er schickt als Gruß einen Segenswunsch von seiner ganzen eigenen Familie.

Das junge Ehepaar LeBlanc hat das Geschäft für Automotoren-Geräuschdämmung von Nicoles Vater übernommen. Gonzalo Duque sei „ein außergewöhnlicher Ehemann und Vater“ und ein treuer Familienmensch gewesen, kann man auf der Website des Geschäftes nachlesen. „Er war ein wunderbarer Katholik und liebte Jesus und die Gottesmutter.“

Ultraschallfoto dieser beiden Zwillingsmädchen (c) Nicole LeBlanc/Twitter/Screenshot


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  10. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz