Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Bischof: Ukrainische Kirchen sind Orte der konkreten Hilfe

13. März 2023 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kiewer Weihbischof Sus im "Vorarlberger KirchenBlatt": In Österreich unvorstellbar, "wie viel Menschen aufgrund dieser guten Taten gläubig geworden sind"


Feldkirch (kath.net/KAP) Der Krieg hat den Ukrainerinnen und Ukrainern einen neuen Blick auf Kirche vermittelt: Das hat der Kiewer Weihbischof Stephan Sus (41) im Interview mit dem "Vorarlberger KirchenBlatt" (aktuelle Ausgabe) dargelegt. Viele, die in der Ukraine zuvor nicht gläubig waren, seien seit Beginn des russischen Großangriffs vor einem Jahr erstmals in eine Kirche gekommen und hätten dort Schutz und konkrete Hilfe erfahren, etwa durch dort verteilte Lebensmittel. Viele hätten in der Notsituation auch zum Glauben und zum Gebet gefunden, erklärte der für die griechisch-katholische Diaspora zuständige Kirchenmann bei seinem Besuch in Bregenz.

Bischof Sus hatte in Vorarlberg rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns die ukrainischen Gemeinden besucht und bei einem gemeinsamen Gottesdienst mit Bischof Benno Elbs für die durch Spenden, Hilfstransporte und Gebete erfahrene Solidarität gedankt. "In Österreich kann man sich nicht vorstellen, wie viel Menschen aufgrund dieser guten Taten gläubig geworden sind", sagte der Bischof.


Der Bedarf an Unterstützung seiner Heimat sei groß. Mehr als zehn Millionen Ukrainer lebten derzeit unter der Armutsgrenze, viele litten an Hunger, ohne Möglichkeit, Lebensmittel einzukaufen, oder seien von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die verteilten Lebensmittelpakete hälfen dabei, "für eine Woche das Überleben zu sichern". Zudem seien die Kirchen auch zu Wohnhäusern für tausende obdachlos gewordene Binnenflüchtlinge geworden.

Krieg bedeute ganz konkret, "dass das über Jahre selbst gebaute Haus über Nacht nicht mehr da ist", verdeutlichte Sus die Situation seiner Landsleute. Die Not sei für sie auch zu einem Lehrmeister des Gebetes geworden. "Unsere Soldaten sagen, nicht die Waffen sind das Wichtigste, sondern das Gebet, das unsere Waffe geworden ist." Das Gebet verleihe innere Kraft und gebe den Ukrainern die Möglichkeit, "immer Menschen zu bleiben".

Warum es zu dem verheerenden Krieg gekommen sei, bleibe dabei freilich ein Rätsel. "Wir wissen nicht, warum Gott diesen Krieg zugelassen hat. Wir haben viele Fragen an Gott. Die Antworten bekommen wir wahrscheinlich, indem wir unser eigenes Leben gut leben", sagte Sus. Die Ukraine, die den Krieg nicht begonnen habe, kämpfe gegen das Böse, "weil der Krieg das Böse ist".
Große Bedeutung maß der Bischof auch der diplomatischen Unterstützung der Ukraine zu. Bis zum Kriegsbeginn habe niemand mehr an die Ukraine geglaubt. "Dass US-Präsident Joe Biden, aber auch Spitzenpolitiker anderer Länder, einfach so in Kiew spazieren gegangen sind, ist für uns ein Zeichen, dass Russland diesen Krieg verloren hat", so Sus.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz