Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  8. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  9. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  10. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Irland: Messerangriff auf Messbesucherin
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

Die Hexenküche des „Synodalen Wegs“ und die wahre Kirche

15. März 2023 in Aktuelles, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Das Wesen der Deutschen ist das, was Goethe einmal das ‚Faustische‘ genannt hat: Es ist der Wunsch, der eigenen Existenz eigene Gesetze zu geben…“ – Die deutschen Bischöfe haben „ein faktisches Schisma provoziert“. Von Joachim Heimerl


Bonn (kath.net/joh) Das Wesen der Deutschen ist das, was Goethe einmal das „Faustische“ genannt hat: Es ist der Wunsch, der eigenen Existenz eigene Gesetze zu geben, und wenn man sich dafür mit dem Teufel verbünden müsste. Wer das tut, sagt sich von Gott los und gibt sich der Verwirrung preis; in Goethes Tragödie geschieht dies spätestens dann, als Faust die „Hexenküche“ betritt. Dort stellt das „Hexen-Einmal-Eins“ die göttliche Ordnung auf den Kopf:

„Du musst verstehn!
Aus Eins mach’ Zehn,
Und Zwei lass gehn,
Und Drei mach’ gleich,
So bist Du reich.
Verlier’ die Vier!
Aus Fünf und Sechs,
So sagt die Hex’,
Mach’ Sieben und Acht,
So ist’s vollbracht:
Und Neun ist Eins,
Und Zehn ist keins.
Das ist das Hexen-Einmal-Eins!“

Nichts ist für den Teufel Mephisto leichter, als Faust von dieser verkehrten Welt zu überzeugen:
„Mein Freund, die Kunst ist alt und neu.
Es war die Art zu allen Zeiten, (…)
Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.“

Mit diesen berühmten Versen könnte der „Synodale Weg“ überschrieben gewesen sein, der nach seiner fünften Sitzung nun ausgerechnet in der Goethe-Stadt Frankfurt zu Ende gegangen ist.

Sein Ziel hat dieser „Weg“ zweifellos erreicht: Die katholische Kirche in Deutschland hat einen faustischen Pakt mit dem Teufel geschlossen: Ihre Bischöfe haben die geoffenbarte Wahrheit Gottes mit dem Irrtum des Zeitgeists vertauscht und damit ein faktisches Schisma provoziert.


Dass das Faustische in den Deutschen derart überhand nehmen könnte, hätte Goethe nie gedacht und am wenigsten hätte er dies wohl von den deutschen „Katholiken“ erwartet. Am deutlichsten wird das vor allem daran, dass die Frankfurter „Synodalen“ mit faustischer Hybris die Schöpfungsordnung durch das „Hexen-Einmal-Eins“ der Gender-Ideologie ersetzt haben. Es ist, als hätte man dem Schöpfer einmal mit „teutscher“ Gründlichkeit demonstrieren wollen, was denn die eigentliche „Wahrheit“ seiner Schöpfung sei. Mit stolz geschwellter Brust haben sich die Synodalen damit an die Stelle Gottes setzen wollen. Man muss Goethe nicht kennen, um zu wissen, dass derlei zwangsläufig schiefgehen muss: Alles Faustische ist a priori zum Scheitern verurteilt; Gott lässt seiner nicht spotten.
 
Die „Synodalen“ kümmert dies nichts: Nie zuvor hat sich der Abfall vom Glauben der Kirche so rasant und so hochmütig vollzogen wie hier. Dabei wäre nicht einmal Luther auf die Idee gekommen, sich selbst nach der Reformation noch als „anders katholisch“ zu bezeichnen, wie dies der DBK-Vorsitzende Bischof Bätzing nun für sich und die Seinen reklamiert.

Katholisch ist freilich nichts von dem, was man in der Frankfurter Hexenküche beschlossen hat; der Geist Gottes ist bekanntlich nie der Geist des Irrtums und der Verneinung, denn er widerspricht der Kirche nie. Darüber kommt auch Bischof Bätzing nicht hinweg, der dem Papst inzwischen jeden Gehorsam verweigert. Spätestens an diesem Punkt ist er allerdings samt seinen Amtsbrüdern untragbar geworden: Die deutschen Bischöfe haben die Kirche „synodal“ verraten. Soweit sie sich überhaupt noch als Nachfolger der Apostel sehen, kommen sie mit Ausnahme von Bischof Voderholzer (Regensburg) und Weihbischof Schwaderlapp (Köln) nur noch als Nachfolger des Judas in Frage.

Und doch hängt die Kirche in Deutschland weder vom Synodalen Irrweg noch von schismatischen Bischöfen ab: Es gibt keine „faustische Kirche“, keine „Bätzing-Kirche“ und schon gar keine „synodale Kirche“. Es gibt immer nur die wahre Kirche und nur sie ist die Braut Christi und sie allein hat ewigen Bestand.

Die wahre Kirche ist immer die gleiche Kirche: Sie ist die Kirche aller Gläubigen zu allen Zeiten. Der Glaube ist eben kein synodales Hexenwerk, er ist das Geschenk Christi an seine Braut und kein menschliches „Produkt“; die Kirche trägt ihn nach einem Wort der Dichterin Gertrud von Le Fort „in ihrem Schoß durch die Zeiten“.

Weil diese bräutliche Kirche zuallererst immer eine betende Kirche ist, ist sie überall dort, wo man im Geist der Wahrheit betet und eben nicht auf den Ungeist des Irrtums beharrt. Sie ist überall dort, wo das Allerheiligste verehrt wird, denn sie ist immer nah bei Jesus Christus. Sie liegt in den Händen der Rosenkranzbeter und hebt überall dort ihren Schleier, wo das Heilige Messopfer gültig dargebracht wird. Sie allein ist die „Una sancta catholica“!

Denen, die über ihren Glauben „synodal“ verfügen, entzieht sie sich und öffnet sich jenen, die durch eine niedere Pforte ihr innerstes Heiligtum betreten. Nur dort hat sich Gott in seinem Sohn geoffenbart, in der Hexenküche des Zeitgeists hat er dies nie getan. – Tragisch gescheitert begreift dies am Ende sogar Goethes Faust.

Die „deutsche“ Kirche ist von solchem Begreifen weit entfernt. Doch auch in Deutschland besteht die wahre Kirche weiters fort, allerdings ohne die „Synodalkatholiken“ und ihr „Hexen-Einmal-Eins“. Vor allem besteht sie ohne Bätzings Bischöfe fort, die sich nun von ihr getrennt haben.

Die Stunde der wahren Kirche schlägt deshalb JETZT! Es ist die Stunde aller treuen Katholiken. Nur auf sie kommt es JETZT an!

Dr. Joachim Heimerl ist Priester und Oberstudienrat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  13. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  14. Irrtümer über den Jakobsweg
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz