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AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’

19. Februar 2024 in Deutschland, 41 Lesermeinungen
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Ein Bischof solle nicht spalten, sondern die Menschen zusammenführen, schreibt Michael Frisch von der AfD über das Verhalten von Bischof Ackermann.


Trier (kath.net/jg)
Michael Frisch, Abgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD) im Landtag von Rheinland-Pfalz, hat in einer Stellungnahme die Teilnahme von Stephan Ackermann, dem Bischof von Trier, an der Demonstration gegen „rechts“ vom 28. Januar kritisiert.

Als „Katholik, der seit Jahrzehnten seiner Kirche treu verbunden ist und unendlich viele Dienste in dieser Kirche wahrgenommen hat, bin ich nur noch erschüttert und empört“, schreibt er wörtlich.

Frisch schreibt, er habe Ackermann im November 2023, also nur wenige Wochen vor der Demonstration, „eindringlich darum gebeten, einen offenen Dialog mit den Christen in der AfD zu suchen.“ Dabei sollten die Vorbehalte des Bischofs gegen die AfD zur Sprache kommen. Er habe ihm damals vorgeschlagen, ein Gespräch „über seine Sorgen hinsichtlich meiner Partei zu führen“, schreibt Frisch wörtlich. Ackermann sei zu seinem Bedauern darauf überhaupt nicht eingegangen. Jetzt bediene er sich nicht nur „der gleichen Lügen und betreibt die gleiche Hetze wie das politische Establishment“, sondern gehe sogar mit Linksextremisten wie der Organisation „Buntes Trier“ auf die Straße, welche die Demonstration gegen „rechts“ organisiert hat.


Ein Bischof solle nicht spalten, sondern die Menschen zusammenführen. Er habe die moralische Pflicht, sich gründlich zu informieren und nicht einfach Unwahrheiten zu übernehmen. Er sollte einen Dialog „gerade mit den aus seiner Sicht verlorenen Schafen führen, anstatt politisch Andersdenkende, darunter viele Mitchristen, auszugrenzen“, fordert der Politiker.

Michael Frisch ist seit der Landtagswahl 2016 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat von Trier und Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Trier. Bis Ende November 2023 war er viele Jahre religionspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz. Vor seinem Einstieg in die Politik war er Lehrer für Mathematik und katholische Religion.

 


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