Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Kardinal Kasper: „Ich stimme Kardinal Schönborns Mahnung an die DBK voll und ganz zu“

20. Februar 2024 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Jeder Orientierte weiß, wie viele der noch praktizierenden Gläubigen, die keine öffentliche Stimme haben, zutiefst verstört sind. Wäre es nicht unsere Aufgabe, gerade auf sie zu hören?" - Diese „lauten Stimmen sind nicht der consensus fidelium“


Rom-Freiburg i.Br. (kath.net) Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn mahne „die Mitbrüder in der Deutschen Bischofskonferenz. Er ruft eindringlich dazu auf, die Einheit mit Rom und in der Kirche nicht aufs Spiel zu setzen – eine Mahnung, der ich nur voll und ganz zustimmen kann.“ Das schreibt Kardinal Walter Kasper, früherer Bischof von Rottenburg-Stuttgart und emeritierter Präfekt des Dikasteriums für die Einheit der Christen, in einer aktuellen Stellungnahme für die Zeitschrift „Communio“. Kasper erinnert daran, dass die Bischöfe „bei unserer Bischofsweihe öffentlich das Versprechen der Treue gegenüber dem Papst und dem Heiligen Stuhl gegeben. Wenn wir es jetzt brechen würden, würden wir vor der Kirche und vor der Welt vollends unglaubwürdig dastehen.“

Kasper legt den Finger direkt auf die Wunde, indem er schreibt: „Wie können Bischöfe die Kernaufgabe ihres apostolischen Dienstes, das Evangelium und die Lehre der Kirche zu bezeugen, an einen wie immer besetzten Rat delegieren und ihm den Gehorsam zu leisten, den sie dem Papst verweigern?“ Er stellt in den Raum, dass es sich dabei um ein Versagen „in ihrem Hirtenauftrag“ handeln könnte, insofern sie „bei den ihnen anvertrauten Gläubigen noch mehr Verwirrung stiften, als es ohnedies schon der Fall“ sei. Des weiteren sei es wohl ein Versagen am bischöflichen Dienst an der Einheit des Glaubens in ihrer Ortskirche, „die nur in der Einheit mit der universalen Kirche möglich ist“.


Der Kardinal, der ja die Situation in der Kirche in Deutschland von Grund auf kennt, gerade auch aus seiner Zeit als Bischof der keineswegs als konservativ geltenden Diözese Rottenburg-Stuttgart, beschreibt, dass „jeder einigermaßen Orientierte“ darum wisse, „dass es in Deutschland viele Stimmen gibt, die ebendiese Opposition erwarten und wünschen“, allerdings gebe es diese Stimmen in anderen Ländern nur „eher vereinzelt“. „Doch jeder Orientierte weiß auch, wie viele der noch praktizierenden Gläubigen, die keine öffentliche Stimme haben, zutiefst verstört sind. Wäre es nicht unsere Aufgabe, auch und gerade auf sie zu hören? Machen wir uns nichts vor. Die lauten Stimmen sind nicht der consensus fidelium, wie er theologisch zu verstehen ist; theologisch ist er nicht zahlenmäßig und rein demografisch zu bestimmen; theologisch ist der consensus qualitativ als consensus in fide apostolica der universalen Kirche zu verstehen – und das in Gemeinschaft mit dem weltweiten Episkopat unter dem Vorsitz des Bischofs von Rom.“

Der Kardinal benennt „Polarisierungen“, die gegenwärtig in der Kirche vorzufinden sind und sucht nach Lösungsmöglichkeiten für diese Schwierigkeit. Ein Konsens könne aktuell „weder durch ein Machtwort von oben noch durch Unbotmäßigkeiten von unten“ erreicht werden, überlegt er, sondern er könne nur „durch ein synodales Miteinander zustande kommen“, Kasper verweist auf den von Papst Franziskus einberufenen weltweiten Synodalen Prozess und auf das Zweite Vatikanische Konzil sowie auf den Diözesanrat seiner früheren Diözese Rottenburg (allerdings ohne gleichzeitig auch dessen Schwierigkeiten zu benennen).

Link zum Beitrag in „Communio - Internationale Katholische Zeitschrift“ in voller Länge: Kardinal Kasper - Auswege aus der Krise: Synodales Miteinander statt unfruchtbares Gegeneinander“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  8. "Derselbe Polarstern"
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz