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| ![]() „Die eine große Sache, die man auf Erden lieben muss“21. März 2025 in Kultur, 1 Lesermeinung Ein neues Buch beleuchtet den Einfluss von Tolkiens Gebetsleben auf den „Herrn der Ringe“. Von Petra Knapp. Wien (kath.net / pk) Welchen Einfluss hatte J. R. R. Tolkiens Liebe zur Eucharistie und zur Messfeier auf das Schreiben von „Der Herr der Ringe“? Mit dieser ungewöhnlichen Frage beschäftigt sich Ben Reinhard, Literaturprofessor an der Franziskaner-Universität in Steubenville (USA), in seinem Buch „The High Hallow: Tolkien’s Liturgical Imagination“. Das dreibändige Fantasy-Opus „Der Herr der Ringe“ sei ein „grundlegend religiöses und katholisches Werk“, stellte der 1892 in Südafrika geborene Schriftsteller und Philologe selbst klar. „Mit anderen Worten: Tolkien sagt, dass sein katholischer Glaube die Grundlage seines Werks ist“, kommentierte Tolkien-Experte Joseph Pearce in einem Beitrag auf „Aleteia“. „Das sollte nicht überraschen, denn er war die Grundlage von Tolkiens Leben. Der später in Oxford lehrende Professor für englische Sprachwissenschaft hielt seinen Glauben nicht verborgen. In wie vielen Details sein lebendiger Glaube in sein Fantasy-Opus einfloss, geht unter anderem aus seinen Briefen hervor, die er an Familienmitglieder, Verleger und viele andere richtete. Tolkien-Biograph Humphrey Carpenter publizierte 354 ausgewählte Briefe im Jahr 1981 mit Unterstützung von Christopher Tolkien; die deutsche Ausgabe der „Letters“ erschien 1991. Die Briefe umfassen den Zeitraum von Oktober 1914 bis zum 29. August 1973, vier Tage vor Tolkiens Tod. Vor zehn Jahren setzte sich der italienische Priester Daniele Ercoli für die Heiligsprechung Tolkiens ein. Er bat Erzbischof Bernard Longley von Birmingham, den Heiligsprechungsprozess einzuleiten. Zwei Jahre später wurde in der Kirche in Oxford, in der Tolkien täglich die Messe besuchte, eine besondere Messe in diesem Anliegen gefeiert. Im darauffolgenden Jahr fand, wiederum in Oxford, eine „Heiligsprechungskonferenz“ statt, um das Anliegen weiterzubringen. Seither geschah jedoch nichts. Das neue Buch von Ben Reinhard lenkt erneut den Fokus auf die persönliche Heiligkeit des weltberühmten Autors. Als der Jesuitenpater Robert Murray, ein persönlicher Freund Tolkiens, Ähnlichkeiten zwischen der Figur der Galadriel und der Jungfrau Maria feststellte, bestätigte Tolkien dies mit den Worten, es sei Maria, auf der seine „eigene kleine Wahrnehmung von Schönheit sowohl in ihrer Majestät als auch in ihrer Einfachheit gegründet ist“. In einem Brief bat er seinen Sohn darum, seinen Glauben stets andächtig zu praktizieren, die Sakramente in Empfang zu nehmen, vor allem die Beichte, und möglichst viel zu beten. „Bete, wenn du unterwegs bist, im Auto, oder in leeren Momenten der Langeweile.“ Über sein eigenes Gebetsleben schrieb er im selben Brief: „Wenn du es nicht schon tust, dann gewöhne dir den ,Lobpreis‘ an. Ich benutze das oft (auf Latein): das Gloria Patri, das Gloria in Excelsis, das Laudate Dominum; das Laudate Pueri Dominum (das ich besonders liebe), einen der Sonntagsps-Psalmen; und das Magnificat; auch die Litanei von Loreto (mit dem Gebet Sub tuum praesidium). Wenn du das auswendig kannst, brauchst du nie Worte der Freude. Es ist auch eine gute und bewundernswerte Sache, den Kanon der Messe auswendig zu kennen, denn du kannst ihn in deinem Herzen sagen, wenn dich jemals ein schwerer Umstand daran hindert, die Messe zu hören.“ „Tolkiens Leben und seine Phantasie waren grundlegend in der Liturgie verankert“, schreibt Ben Reinhard. „Seine Freuden und Sorgen, seine Kunst und seine Phantasie – ja, jede menschliche Aktivität – konnten im Gebet der Kirche begründet und durch sie gedeutet werden.“ Als er einmal mit seiner Tochter in Italien unterwegs war, notierte er dazu, er habe das Gefühl, „im Herzen der Christenheit“ angekommen zu sein. „Ich spürte ein eigenartiges Leuchten eines stillen Lebens und von Nächstenliebe – vor allem in den Kapellen des Allerheiligsten Sakramentes.“ Eine entzückende Illustration von Tolkiens Liebe zur Liturgie und seiner Liebe zu Kindern stammt von einem Freund, der mit ihm die Messe besucht hatte. In der Kirchenbank vor ihnen saßen zwei oder drei Kinder, die sich bemühten, der Messe in ihrem Bilderbuch zu folgen. Als Tolkien ihre Schwierigkeiten bemerkte, beugte er sich vor, um ihnen zu helfen. Später fand der Freund Tolkien „vor dem Marienaltar kniend mit den kleinen Kindern und ihrer Mutter, die sich fröhlich unterhielten und, wie ich glaube, Geschichten über die Gottesmutter erzählten“. Als die Familie die Kirche verließ, hörte Tolkiens Freund, wie eines der Kinder fragte: „Mami, können wir immer mit diesem netten Mann in die Kirche gehen?“ Tolkiens eigene Liebe zur Messe zeigt sich in den Worten, die er an seinen Sohn schrieb. Sie verdeutlichen, wie sehr die Eucharistie im Zentrum seines Lebens stand: „Aus der Dunkelheit meines Lebens, inmitten großer Enttäuschungen, stelle ich dir die eine große Sache vor, die man auf Erden lieben muss: das Allerheiligste Sakrament.... Dort findest du Romantik, Ruhm, Ehre, Treue und den wahren Weg all eurer Lieben auf Erden…“
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