Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  2. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  3. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  11. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  12. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  13. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  14. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  15. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet

Estland: Verbot der Moskau-treuen Orthodoxen Kirche rückt näher

27. Jänner 2025 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Estnische Regierung stimmt entsprechendem Gesetzesentwurf zu, der nun vom Parlament behandelt werden muss - Frühere Estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats heißt inzwischen "Estnische Christlich-Orthodoxe Kirche"


Tallinn (kath.net/KAP) Die estnische Regierung hat am Donnerstag einem von Innenminister Lauri Läänemets vorgelegten Gesetzentwurf zugestimmt, der Änderungen am Gesetz über Kirchen und Gemeinden vorsieht, wie das ukrainische kirchliche Portal "risu" berichtet. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Regierung sagte Läänemets, dass in Estland tätige Kirchen oder andere religiöse Vereinigungen nicht mit einem ausländischen Regierungsorgan in Verbindung gebracht werden dürften, das eine Bedrohung für den estnischen Staat darstelle. Mit der Neufassung des Gesetzes solle die Verbreitung terroristischer oder extremistischer Ideologie durch religiöse Vereinigungen in Estland eingedämmt werden. In der Praxis zielt das Gesetz auf die Estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats (EOK-MP) ab.


Laut dem estnischen Innenminister sei diese Kirche für den Kreml das wichtigste Instrument seines Einflusses in Estland. Der von der Regierung verabschiedete Gesetzesentwurf wurde bereits an das estnische Parlament übermittelt. Sollte dieses zustimmen, ein Zeitplan für das weitere Verfahren wurde nicht genannt, müsste die Estnische Orthodoxe Kirche ihre Satzung nochmals ändern, nachdem sie zuletzt bereits zwei Mal Adaptionen vorgenommen hat.

In Estland gibt es zwei orthodoxe Kirchen. Die größere EOK-MP untersteht - oder unterstand, je nach Lesart - Moskau, die kleinere Estnische Apostolisch-Orthodoxe Kirche untersteht Konstantinopel. Bei der Volkszählung 2021 bekannten sich 16 Prozent der Bevölkerung zum orthodoxen Christentum. Genaue Zahlen gibt es nicht.

Schon im vergangenen August hatte sich die EOK-MP - zumindest nach eigenem Bekunden - offiziell von der russischen Mutterkirche losgesagt. Eine Kirchenversammlung beschloss neue eigene Statuten, die die Unabhängigkeit im administrativen, ökonomischen und Bildungsbereich festschreiben. Auch der Name wurde geändert auf "Estnische Orthodoxe Kirche" - der Zusatz "des Moskauer Patriarchats" wurde gestrichen.
Für ein Bezirksgericht in Tartu war diese Namensänderung aber nicht weitreichend genug. Deshalb folgte am 10. Jänner auf einer Kirchenversammlung eine neuerliche Namensänderung in "Estnische Christlich-Orthodoxe Kirche". Ob dies ausreicht, um die Zweifel der Behörden an der Unabhängigkeit auszuräumen, wird von Beobachtern bezweifelt.

Seit Jahren fordert die estnische Regierung mit Nachdruck die vollständige Trennung der Estnischen orthodoxen Kirche von Moskau, weil das dortige kremltreue Patriarchat offen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt. Das Oberhaupt der estnischen Kirche, der russische Staatsbürger Metropolit Eugeni (Reschetnikow), musste im Februar 2024 Estland verlassen, weil die Behörden eine Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung verweigerten.

Immer wieder ist auch von einer möglichen Vereinigung der beiden orthodoxen Kirchen die Rede. Das Oberhaupt der Estnischen Apostolisch-Orthodoxen Kirche, Metropolit Stefanus, hatte mehrmals erklärt, seine Kirche sei offen dafür, eine gute Lösung zu

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  5. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  6. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  7. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz