Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wir können NICHT schweigen!
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Estland: Verbot der Moskau-treuen Orthodoxen Kirche rückt näher

27. Jänner 2025 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Estnische Regierung stimmt entsprechendem Gesetzesentwurf zu, der nun vom Parlament behandelt werden muss - Frühere Estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats heißt inzwischen "Estnische Christlich-Orthodoxe Kirche"


Tallinn (kath.net/KAP) Die estnische Regierung hat am Donnerstag einem von Innenminister Lauri Läänemets vorgelegten Gesetzentwurf zugestimmt, der Änderungen am Gesetz über Kirchen und Gemeinden vorsieht, wie das ukrainische kirchliche Portal "risu" berichtet. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Regierung sagte Läänemets, dass in Estland tätige Kirchen oder andere religiöse Vereinigungen nicht mit einem ausländischen Regierungsorgan in Verbindung gebracht werden dürften, das eine Bedrohung für den estnischen Staat darstelle. Mit der Neufassung des Gesetzes solle die Verbreitung terroristischer oder extremistischer Ideologie durch religiöse Vereinigungen in Estland eingedämmt werden. In der Praxis zielt das Gesetz auf die Estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats (EOK-MP) ab.


Laut dem estnischen Innenminister sei diese Kirche für den Kreml das wichtigste Instrument seines Einflusses in Estland. Der von der Regierung verabschiedete Gesetzesentwurf wurde bereits an das estnische Parlament übermittelt. Sollte dieses zustimmen, ein Zeitplan für das weitere Verfahren wurde nicht genannt, müsste die Estnische Orthodoxe Kirche ihre Satzung nochmals ändern, nachdem sie zuletzt bereits zwei Mal Adaptionen vorgenommen hat.

In Estland gibt es zwei orthodoxe Kirchen. Die größere EOK-MP untersteht - oder unterstand, je nach Lesart - Moskau, die kleinere Estnische Apostolisch-Orthodoxe Kirche untersteht Konstantinopel. Bei der Volkszählung 2021 bekannten sich 16 Prozent der Bevölkerung zum orthodoxen Christentum. Genaue Zahlen gibt es nicht.

Schon im vergangenen August hatte sich die EOK-MP - zumindest nach eigenem Bekunden - offiziell von der russischen Mutterkirche losgesagt. Eine Kirchenversammlung beschloss neue eigene Statuten, die die Unabhängigkeit im administrativen, ökonomischen und Bildungsbereich festschreiben. Auch der Name wurde geändert auf "Estnische Orthodoxe Kirche" - der Zusatz "des Moskauer Patriarchats" wurde gestrichen.
Für ein Bezirksgericht in Tartu war diese Namensänderung aber nicht weitreichend genug. Deshalb folgte am 10. Jänner auf einer Kirchenversammlung eine neuerliche Namensänderung in "Estnische Christlich-Orthodoxe Kirche". Ob dies ausreicht, um die Zweifel der Behörden an der Unabhängigkeit auszuräumen, wird von Beobachtern bezweifelt.

Seit Jahren fordert die estnische Regierung mit Nachdruck die vollständige Trennung der Estnischen orthodoxen Kirche von Moskau, weil das dortige kremltreue Patriarchat offen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt. Das Oberhaupt der estnischen Kirche, der russische Staatsbürger Metropolit Eugeni (Reschetnikow), musste im Februar 2024 Estland verlassen, weil die Behörden eine Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung verweigerten.

Immer wieder ist auch von einer möglichen Vereinigung der beiden orthodoxen Kirchen die Rede. Das Oberhaupt der Estnischen Apostolisch-Orthodoxen Kirche, Metropolit Stefanus, hatte mehrmals erklärt, seine Kirche sei offen dafür, eine gute Lösung zu

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  3. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  4. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  5. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  6. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  7. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  8. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  9. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  10. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  11. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  12. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  13. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  14. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz