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"Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"

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Die Hl. Josefina Bakhita, die große Schutzheilige des Sudans - Neue kath.net-Serie "Unbekannte Heilige" - Von Roland Noé


Wien (kath.net/rn)

Kennen Sie außer den Heiligen Augustinus und die Hl. Monika noch andere Heilige aus Afrika? Wie wäre es mit der Josefina Bakhita, der Schutzheiligen des Sudan? Die Republik Sudan ist übrigens etwa fünfmal so groß wie Deutschland und gehört zu den größten Ländern Afrikas. Im Land der Bürgerkriege und Abspaltungen (Südsudan) wurde um  1869 im Dorf Olgossa in der westsudanesischen Provinz Darfur, die kleine Josefina geboren. Sie hatte drei ältere Brüder und eine Schwester und dazu noch eine Zwillingsschwester. Doch in ganz jungen Jahren wurde Josefina von Sklavenjägern verschleppt und in den folgenden Jahren fünfmal an den Sklaven-Märkten verkauft und immer brutal behandelt. Zuletzt landete sie bei einem italienischen Konsul, der sie in Italien an einen Freund übergab. Die Sklavenhändler nannten sie übrigens Bakhita, das arabische Wort für "glücklich".  1888 landete Josefina in der Obhut der Canossianerinnen in Venedig. Ein Gericht stellte fest, dass Sklaverei in Italien nicht anerkannt sei und sie daher frei sei.


Mit dem Erreichen der Volljährigkeit entschied sich die junge Dame, dass sie bei der Gemeinschaft bleiben möchte.  Am 9. Januar 1890  wurde Josefina getauft und gefirmt und empfing die Hl. Eucharistie. Sechs Jahre später legte sie am 8. Dezember 1896 die ewige Profess ab und übersiedelte 1902 in ein Haus in Schio. Dort verbrachte sie ihr restliches Leben und starb am 8. Februar 1947. Vor ihrem Tod erlitt sie noch eine langwierige Krankheit. Noch im Todeskampf wurde sie an die Tage der Sklaverei erinnert und bat die Krankenschwester: "Löse mir die Ketten, sie lasten mir so schwer."Ihre letzten Worte waren: "Unsere Liebe Frau, Unsere Liebe Frau!" 

Zuvor meinte sie einmal über ihre Sklavenhändler: ""Wenn ich die Sklavenhändler treffen würde, die mich entführt und auch diejenigen, die mich gefoltert haben, würde ich auf die Knie gehen und ihnen die Hände küssen, denn wenn das nicht passiert wäre, wäre ich heute keine Christin und Ordensfrau." Johannes Paul II. sprach die Schutzpatronin des Sudan am 17. Mai 1992 selig und am 1. Oktober 2000 heilig.

Weitere Gedanken der Heiligen:

"Liebt den Herrn und betet für diejenigen, die ihn nicht kennen. Was für eine Gnade ist es, Gott zu kennen!"

"Mein ganzes Leben war ein Geschenk Gottes."

"Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"

"O Herr, wenn ich zu meinem Volk fliegen und deine Güte mit lauter Stimme verkünden könnte, oh, wie viele Seelen würden gewonnen werden!"


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