Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Klaus Berger: 'Sünde ist eine tickende Zeitbombe'

20. November 2004 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Heidelberger Theologieprofessor erinnerte bei einer Tagung der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge daran, dass Sünde die Beziehung des Menschen zu Gott als auch der Menschen untereinander zerstöre


Oberursel (kath.net/idea)
Warum braucht der Mensch Vergebung? DieseFrage stand im Mittelpunkt einer Tagung der Akademie für Psychotherapie undSeelsorge (APS) in der Fachklinik Hohe Mark (Oberursel). Das Treffen mitrund 150 Teilnehmern stand unter dem Motto "Vergebung: nicht leicht, aberlebensnotwendig". Der APS-Vorsitzende und Chefarzt der PsychotherapeutischenAbteilung der gastgebenden Klinik, Martin Grabe, wies darauf hin, daßVergebung eine Möglichkeit sei, Kränkungen der Vergangenheit und damit auchdie Bindung an den Täter loslassen zu können. Die anfängliche Verletzungmache nur einen Bruchteil der gesamten emotionalen Belastung aus.Schwerwiegender sei der innere Prozeß, der sich an die Verletzunganschließe: "Die Situation wird immer wieder nacherlebt, meist unter demVorzeichen, wie ein Mensch denn besser, schlagfertiger, aggressiver hättereagieren können. Hinzu kommen Haß- und Rachephantasien." Um Vergebung zuerfahren, gebe es drei Wege: Verstehen, Relativieren und Ausgleichen. Injedem liegt eine Chance, zu einer inneren Befreiung zu kommen. Grabe: "Jemehr ich verstehe, desto weniger halte ich das, was mir da passiert ist, fürein Unrecht, das mir bösartig zugefügt wurde, und desto näher bin ich an derVergebung." Bei sehr schweren Verletzungen sei eine wirklich vollständigeVersöhnung oft lebenslang nicht möglich. Man könne Rachegedanken jedoch anGott abgeben; viele Christen hätten dies als äußerst heilsam erlebt.

Hoheitlicher Akt zur Vergebung Gottes nötig

Der Heidelberger Theologieprofessor Klaus Berger ging auf die VergebungGottes gegenüber dem sündigen Menschen ein. Sünde zerstöre die Beziehung desMenschen zu Gott als auch der Menschen untereinander. Berger sprach in demZusammenhang von einer "tickenden Zeitbombe", die entschärft werden müsse.Ein hoheitlicher Akt sei nötig, ähnlich wie im staatsrechtlichen Bereich, umeinen Menschen wieder in verlorene Bürgerrechte einzusetzen. Dies sei vorallem die stellvertretende Sühne, wie sie Menschen im Kreuz Jesu begegne. Inder im Jahr 2000 gegründeten APS sind 167 Einzelmitglieder - Therapeuten,Seelsorger und Mitarbeiter in Fachkliniken - zusammengeschlossen.

Foto: (c) Pattloch



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Böse

  1. Vom Wissenschaftsfreak zum Monster
  2. Meine Dämonen
  3. Das 'Geheimnis des Bösen' und wie es überwunden werden kann
  4. Der Feind Nummer eins, der Versucher schlechthin
  5. Viele Menschen leiden an der Anziehungskraft des Bösen
  6. Chilenischer Kardinal warnt: Der Teufel nutzt schöne Worte
  7. Erzbischof Schick: 'Der Teufel hat heute viele Helfershelfer'






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz