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Erzdiözese New York droht Insolvenz – jetzt sollen Pfarren Geld aufbringen

vor 2 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Trotz Sparmaßnahmen und Immobilienverkäufen muss die Erzdiözese noch bis zu 400 Millionen US-Dollar aufbringen, um die finanziellen Ansprüche von Missbrauchsopfern erfüllen zu können.


New York (kath.net/jg)
Die Erzdiözese New York steht vor einer schweren finanziellen Krise im Zusammenhang mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Priester und kirchliche Mitarbeiter. Um eine Insolvenz abzuwenden, sollen die Pfarren aus ihren Gemeindekassen bis zu 400 Millionen Dollar zusätzlich aufbringen. Das geht aus einer Krisensitzung hervor, zu der die Erzdiözese die Geistlichen am 17. April 2026 eingeladen hat, berichtet die New York Post.

Die Erzdiözese, die Millionen von Katholiken in Manhattan, der Bronx, Staten Island und sieben Bezirke nördlich von New York City im gleichnamigen Bundesstaat betreut, sieht sich mit den Ansprüchen von rund 1.700 Opfern konfrontiert. Trotz umfangreicher Sparmaßnahmen und Immobilienverkäufen im Wert von 800 Millionen Dollar in den vergangenen zwei Jahren reicht ein bestehender Fonds von 300 Millionen Dollar bei weitem nicht aus, um eine umfassende Einigung mit den Klägern zu erzielen.


In der Krisensitzung wurden die Pfarrer aufgefordert, weitere Mittel aus ihren eigenen Pfarrkassen bereitzustellen. Die individuellen Beiträge könnten je nach Gemeinde von hohen sechsstelligen Summen bis hin zu mehreren Millionen Dollar reichen. „Sie werden die Bücher jeder Pfarrei prüfen“, zitierte die New York Post eine Quelle. „Es wird ein Fall von ‚lassen Sie uns sehen, wie viel Sie auf der Bank haben, und wir sagen Ihnen, wie viel Sie zahlen müssen.‘“ Ein weiterer Pfarrer betonte, die Verteilung werde „nicht total demokratisch“ sein.

Die Erzdiözese befindet sich zudem in einem Rechtsstreit mit ihrer Versicherungsgesellschaft Chubb Ltd. Das Unternehmen weigert sich, die Ansprüche der Missbrauchsopfer zu übernehmen, und wirft der Kirche vor, jahrelang von dem Missbrauch und dessen Vertuschung gewusst zu haben. Im vergangenen Jahr hatte die Erzdiözese die Erlaubnis erhalten, mit Chubb über eine mögliche Einigung von bis zu zwei Milliarden Dollar zu verhandeln. Ein Vorschlag der Klägeranwälte, die mehr als 80 Prozent der Ansprüche vertreten, wurde jedoch als unvernünftig zurückgewiesen. Die Erzdiözese hält eine umfassende Lösung zu einem „substantiell niedrigeren Dollar-Betrag“ für möglich.

Eine vergleichbare Einigung gelang im Oktober 2024 der Erzdiözese Los Angeles – der größten Diözese der USA. Dort wurde ein Vergleich über 880 Millionen Dollar für mehr als 1.300 Missbrauchsfälle erzielt.

Pfarrer äußerten in der Sitzung die Sorge, dass die geforderten Zahlungen viele Gemeinden finanziell ruinieren könnten. Eine Insolvenz der Erzdiözese wird von einem Geistlichen als „nukleare Option“ bezeichnet, die eine Katastrophe für das gesamte Erzbistum darstellen würde.

 

Foto: St. Patrick's Kathedrale New York City

 


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