
George Bush ernennt Katholiken zum Höchstrichter20. Juli 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Ernennung von John G. Roberts wird von Familien- und Lebensrechtsgruppen begrüßt
USA (www.kath.net) US-Präsident George W. Bush hat in der Nacht auf Mittwoch den Katholiken John G. Roberts (50 Jahre) zum neuen Höchstrichter für die USA ernannt. Roberts muss vor der endgültigen Ernennung allerdings noch die Zustimmung durch den US-Senat bekommen. Einige Demokraten haben inzwischen bereits Widerstand gegen die Ernennung angekündigt. Bush selbst bezeichnete Roberts als "einen der angesehensten Juristen in den USA". Wörtlich sagte der US-Präsident: "Sein Intellekt, seine durchdachten Urteile und sein Anstand werden bewundert." Joseph Cella, der Präsident der katholischen Organisation "Fidelis", begrüßte die Ernennung und meinte in einer Stellungnahme gegenüber KATH.NET: "Richter Roberts ist ein gläubiger Katholik, der seine Frau und Kinder hingebungsvoll liebt." Tony Perkins, der Präsident von "Family Research Council" meinte in einer Aussendung: "Es gibt keinen Zweifel, dass Präsident Bush seine Versprechen einhält." Auch die Pro-Life-Organisation "Operation Rescue" begrüßte die Bestellung und meinte: "Wir begrüßen, dass Präsident Bush sein Wort gehalten hat und einen Richter ernannt hat, der das Recht auf Leben respektiert." Wenig erfreut über die Nominierung sind Pro-Abtreibungs-Gruppen. Wenige Stunden nach der Ernennung wurde bereits ein Brief von Roberts veröffentlicht, in dem er das Abtreibungsurteil "Roe vs. Wade" der US-Höchstrichter von 1973 als "falsch entschieden" bezeichnete. Der neue Höchstrichter soll sich in dem Brief außerdem für die Abänderung des Abtreibungsurteils ausgesprochen haben. Die radikale Pro-Abtreibungs-Organisation NARAL hat sich in einer ersten Stellungnahme bestürzt über die Ernennung gezeigt: "Wenn Roberts wirklich ernannt wird, dann gibt es keine Zweifel, dass er daran arbeiten wird, das Abtreibungsurteil Roe v. Wade zu aufzuheben." Foto: (c) whitehouse.gov 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |