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'Jugendkirche' – ein Projekt mit Zukunft?

12. Oktober 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
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Ein Kommentar von Dr. theol. Josef Spindelböck zur sogenannten "Jugendkirche" in Wien


Wer die Homepage www.jugendkirche.atbesucht, kann sich über das neue Projekt der „Katholischen Jugend“ in der Erzdiözese Wien informieren. Dahinter steht nach Angabe der Verantwortlichen (das sind Kaplan Dr. Gregor Jansen, Elisa Divinzenz, Maria Scheiblauer und Martin Speringer) folgendes Anliegen: „Eine einladende Kirche, in der man deine Sprache spricht und versteht, wo man deine Fragen stellt, dir zuhört, sich Zeit für dich nimmt. Wir nehmen dich ernst.“

Konkret will man diesem Ziel sowohl in der „modernen Kirche auf der Wiedner Hauptstraße“ entsprechen, welche „ab Herbst nicht nur die Pfarre St. Florian, sondern auch die Jugendkirche Wien beherbergen“ soll, als auch durch jugendgemäße Freiräume für Aktionen und Begegnungen außerhalb des Kirchenraums.Die Eröffnung wurde vom 7. bis 9. Oktober 2005 zelebriert. Am Sonntag gab es ab 12 Uhr Workshops und Outdoor-Activities wie Trommeln, Graffiti, Jonglieren, Didgeridoo, Klettern, Bodypainting und Latin Street Dance, ab 17 Uhr lief das Vorprogramm, um „für die richtige Stimmung vor dem Eröffnungsgottesdienst“ zu sorgen. Dieser “find-fight-follow-Gottesdienst” unter dem Leitthema "Gekommen um zu bleiben" nach dem gleichnamigen Lied der deutschen Newcomerband „Wir sind Helden“ wurde ab 18.30 Uhr als Eucharistiefeier (von den Veranstaltern als „Rockmesse“ bezeichnet) mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn und 2500 Jugendlichen gefeiert.

Anzuerkennen ist das Bemühen des Kardinals und des Leitungsteams, von kirchlicher Seite aus gezielt auf junge Menschen zuzugehen. Dass bei der Jugend eine Sehnsucht nach Gott vorhanden ist, hat zuletzt der Weltjugendtag in Köln mit Papst Benedikt XVI. auf eindrucksvolle Weise gezeigt. Die Begegnung der Kirche mit der Jugend braucht – so hat gerade diese Erfahrung bestätigt – keineswegs nur möglichst „niederschwellig“ angesetzt werden, da junge Menschen nach echter Glaubensunterweisung (Katechese), nach Zeiten der Stille und des Gebets vor dem Allerheiligsten suchen und auch dem Geheimnis der Eucharistie als Opferhingabe des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus nicht von vornherein verschlossen sind. Hier gilt es Wege zu suchen, die den Fragen und Anliegen junger Menschen die Antworten des Glaubens der Kirche eröffnen.

Das Projekt „Jugendkirche“ in der Erzdiözese Wien muss – trotz aller Begeisterung, die momentan bei vielen, auch beim hwst. Herrn Kardinal gegeben ist – seine geistliche Fruchtbarkeit erst erweisen. Es wäre zu hoffen, dass nicht jene Recht behalten, die dem Projekt bereits jetzt mangelnde Rückbindung an die kirchliche Lehre (z.B. in der Sexualmoral) und die liturgische Ordnung der Kirche vorwerfen.1
Ganz von der Hand zu weisen sind solche Bedenken leider nicht, wenn man den Kontext der „Katholischen Jugend“ kennt, die das Projekt trägt. Der kirchliche Vertrauensvorschuss, ausgedrückt durch die Präsenz und Mitwirkung des Kardinals, sollte nicht enttäuscht werden.

Dr. Josef Spindelböck

Diskussion im KATH.NET-Forum

1)Siehe dazu das Bild von der Elevation der heiligen Gestalten von Brot und Wein unter http://findfightfollow.at/php/presse_einzelbild.php?path=gekommenumzubleiben-katholische_jugend/IMG_8300.jpg&title=Katholische%20Jugend; es ist nicht klar, welches „Brot“ hier verwendet wird und ob die liturgischen Gefäße den kirchlichen Normen entsprechen.

Die bei KATH.NET veröffentlichten Kommentare spiegeln die Meinungen der jeweiligen Autoren wider. Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder.

Foto: (c) KJ-Wien



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