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| ![]() Papst Benedikt ist liturgischer Pluralist28. Oktober 2009 in Chronik, keine Lesermeinung "Der Papst lässt tausend Liturgien erblühen" das beobachtet das Wall Street Journal nach der Versöhnungsgeste an die Anglikaner. Vatikan (kath.net) Als liturgischen Pluralisten bezeichnet Francis X. Rocca im Wall Street Journal Papst Benedikt XVI, nachdem dieser die Tür für Anglikaner, die sich mit der katholische Kirche vereinigen wollen, geöffnet hat. Der Papst erlaubt und ermutigt sogar verschiedene liturgische Traditionen, solange diese legitime Traditionen und keine Neuheiten seien. Rocca ist Vatikan-Berichterstatter für die Agentur Religion News Service. Anglikanische Geistliche, die katholisch geworden sind, könnten etwa viele ihrer traditionellen Gebete aus dem Book of Common Prayer in ihren Diözesen weiterhin verwenden. Das Book of Common Prayer enthält alle liturgischen Texte der anglikanischen Kirche und ist seit dem 16. Jahrhundert in zahlreichen Neueditionen und Varianten im gesamten anglikanischen Raum verbreitet. So spricht Rocca von einer vatikanischen Übernahme einer Liturgie mit protestantischem Ursprung. Das liturgische Sammelsurium der katholischen Kirche sei in den letzten Jahren immer weiter geworden. Viele charismatische katholische Messen vor allem in Südamerika weisen pfingstkirchlichen Stil auf. Messen in Zentralafrika enthalten lokale Tanz- und Gesangselemente. Schließlich hat der Papst auch den Ritus von 1962 als "außerordentliche Form der Messe wieder allgemein zugänglich gemacht. Es könnte als Ironie erscheinen, dass Papst Benedikt einer solchen Mannigfaltigkeit an Liturgien vorsteht. Gerade ihm könne liturgische Permissivität nicht nachgesagt werden. Das Entscheidende für ihn sei aber, dass eine Liturgie "zurückverfolgt werden kann als organische Entwicklung apostolischer Herkunft. Wogegen er wirklich ist, ist wenn der Pfarr-Liturgiekreis zusammen kommt und sagt: Machen wir doch etwas anderes, erklärt die Theologin Tracey Rowland. Beispiel eines alten aktuellen katholischen Ritus ist der Ambrosianische Ritus in Mailand, der auf das vierte Jahrhundert zurückgeht. Und natürlich die Riten der unierten katholischen Ostkirchen, die ihr liturgisches Erbe mit der Orthodoxie teilen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuLiturgie
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