Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Proteststurm gegen 'Titanic'-Titelbild wird stärker

15. April 2010 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beschwerdeflut beim Deutschen Presserat – Vier Strafanzeigen - , Martin Lohmann bezeichnete das Titelbild als "eine üble Beleidigung christlich-religiöser Empfindungen und eine primitive Missachtung von Anstand, Toleranz und Respekt


Frankfurt am Main (kath.net/idea) Der Proteststurm gegen das aktuelle Titelbild des Satiremagazins „Titanic“ (Frankfurt am Main) wird stärker. Wie der Deutsche Presserat (Berlin) am 12. April auf idea-Anfrage mitteilte, seien bislang etwa 150 Beschwerden eingegangen, so viele wie seit den dänischen Mohammed-Karikaturen vor vier Jahren nicht mehr. Auf dem Titanic-Titel ist zu sehen, wie ein Priester vor dem am Kreuz hängenden Jesus kniet. Kritiker deuten die Szene so, dass der Geistliche den Gekreuzigten mit dem Mund sexuell befriedigt. Das Heft spielt damit auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen an. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sprach am 12. April von mittlerweile vier eingegangenen Strafanzeigen. Die Entscheidung, ob Ermittlungen aufgenommen werden, soll im Laufe der Woche fallen.

Der Beschwerdeausschuss des Presserats wird sich voraussichtlich Ende Mai mit den eingegangenen Beschwerden befassen. Während von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Evangelischen Allianz keine Stellungnahme zu erhalten war, kommt aus der Politik inzwischen scharfe Kritik. Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Thomas Rachel (Berlin), sagte gegenüber idea: „Es handelt sich hierbei um eine durchsichtige Provokation zur Steigerung der Auflage, die völlig geschmacklos ist.“


Der Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, Martin Lohmann (Bonn), bezeichnete das Titelbild als „eine üble Beleidigung christlich-religiöser Empfindungen und eine primitive Missachtung von Anstand, Toleranz und Respekt“. Die Darstellung sei schamlos und verletzend. Lohmann: „Dem verantwortlichen Redakteur ist zu raten, sich in aller Form öffentlich zu entschuldigen und sich von dieser gotteslästerlichen Entgleisung zu distanzieren.“ Zuvor hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (Aschaffenburg) in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ (Würzburg) an die Staatsanwaltschaft appelliert, gegen die Veröffentlichung einzuschreiten. Die Meinungsfreiheit gelte nicht schrankenlos. Der Rechtsexperte: „Wenn sie in Beschimpfung (Schmähkritik) ausartete, verlässt sie den Boden der Verfassung und ist nach den Normen des Strafgesetzbuches zu beurteilen. Das gilt auch im vorliegenden Fall.“

Mit der neuerlichen Kritik gehen die Redakteure gelassen um. Im Internet werden aufgezeichnete Anrufe von Lesern veröffentlicht, die sich über das Titelbild beschweren. Zudem werden Postkarten und Poster der umstrittenen Veröffentlichung zum Kauf angeboten, die man dann in seinem Osterfeuer verbrennen könne, so die Titanic-Redaktion. Ferner erinnert das Blatt an eine ähnliche Verunglimpfung vor 15 Jahren. Nach dem Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts veröffentlichte das Magazin auf dem Titel das Bild eines am Kreuz hängenden Jesus mit einer Klorolle in den Händen. Darunter in großen Lettern die Frage: „Spielt Jesus noch eine Rolle?“

Kath.Net-Forumstipp: Wie zeige ich die Titanic-Herausgeber an? Eine Anleitung

Perverses 'Titanic'-Titelbild sorgt für Beschwerden beim Presserat

JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Spectator 16. April 2010 
 

Zitat: \"Diese Männer haben ihre Taten doch sicherlich nicht gebeichtet, ...

waren sie also überhaupt \'befugt\', z.B. anderen die Beichte abzunehmen?\"

Natürlich, wieso auch nicht? Die Amtsgnade, wird von der persönlichen Sündhaftigkeit nicht aufgehoben, ansonsten gäbe es überhaupt keine Priester.

Und dass sie sie \"sicherlich nicht gebeichtet\" haben, würde ich als falsche Pauschalisierung zurückweisen. Ich nehme sogar an, dass sie von so manchem durchaus auch als schlecht empfunden und gebeichtet wurden.


1
 
 Earonn 16. April 2010 
 

Masse = Recht?

Natürlich ist es Christen unbenommen, sich zu beschweren - solange sie sich auch über die wesentlich schlimmeren Beleidigungen ihres Gottes ereifern, die diesem Titelbild zu Grunde liegen.

Als Nichtchrist habe ich eine fachliche Frage: was ist mit all den Hochämtern, Beichten etc., die die schuldigen Priester geführt haben? Diese Männer haben ihre Taten doch sicherlich nicht gebeichtet, waren sie also überhaupt \'befugt\', z.B. anderen die Beichte abzunehmen?


3
 
 Spectator 15. April 2010 
 

Was heißt ...

... \"nur\" die Priester? Das wäre egal, oder wie? - Sind ja nur die Priester, nicht wahr? So etwas Lächerliches. Man möge sich das doch nur in einem anderen Rahmen vorstellen, vielleicht mit spezifischen ethnischen oder sozialen Gruppen - wie groß da der Aufschrei wäre ...


1
 
 geometrix 15. April 2010 

Gotteslästerung

Ave MARIA!
Das ist wieder so ein Teufelswerk. Aber nicht das Erste. Denken wir nur an den nackten JESUS am Kreuz auf einer Brücke in Tirol. (Ich weiß nicht, ob die Proteste und Gebete geholfen haben). An die schlechten
Filme \"Jesus und Maria\", die letzte Versuchung usw.
Was haben wir dagegen protestiert, es hat nichts genützt.
Oder das Nitsch-Museum in Mistelbach in NÖ,
dass von Landeshauptmann Pröll ,ich
habe gehört mit 5 Mlllionen Euro unterstützt hat oder errichten ließ, und als Kunst glit obwohl es sehr wohl gotteslästerlich ist. Schulklassen wurden dort hingekarrt,
und gegen Eintritt sich dieses Zeug eines Menschen ansehen mussten, der ich glaube es war Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger, öffentlich auf die östereichische Fahne gesch....hat.!!!
Heute wird er bejubelt und geehrt und mit Orden ausgezeichnet....!!!
Dieser Mensch glaube ich, hat auch eine abscheuliche Geschichte geschrieben, mit
JESUS CHRISTUS im Schlachthof.
Alles was Sünde und Laster ist wird heute
von den Gotteshassern bejubelt, aber Gott lässt seiner nicht spotten. Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich fein.
Irgendwann kommt für Jeden das Gericht...


1
 
 Karlmaria 15. April 2010 

Die Zeit der Göttlichen Barmherzigkeit geht jetzt schnell zu Ende

Die Göttliche Barmherzigkeit zum Rest Seiner Gläubigen wird niemals enden. Aber die Zeit der Göttlichen Barmherzigkeit geht jetzt schnell und für viele ohne Vorwarnung in die Zeit der Göttlichen Gerechtigkeit über.

Dann wird Gott für Sich Selbst kämpfen.

Die Bemühungen der restlichen Gläubigen sollten darauf hinzielen, sich auf jene schrecklichen Tage vorzubereiten durch Buse und Beendung jeder Unvergebung und jeder auch der kleinsten Unwahrhaftigkeit.


2
 
 borromeo 15. April 2010 

@Domspatz

Wieso nur die Priesterschaft?

Hier wird Gott unmittelbar selbst geschmäht und verhöhnt! Daß das natürlich auch die Gemeinschaft der Gläubigen einschließlich der Priester und Bischöfe trifft, bedarf keiner weiteren Erklärung.
Daß es sich um eine offene Gotteslästerung handelt, habe ich auch in meiner Beschwerde an den Presserat betont, und mit mir sicherlich viele andere Beschwerdeführer auch.


2
 
 Domspatz 15. April 2010 
 

Umsatzsteigerung der Titanic? Wie soll das gehen?

Thomas Rachel ist ja sonst nicht schlecht, nur: \"Es handelt sich hierbei um eine durchsichtige Provokation zur Steigerung der Auflage, die völlig geschmacklos ist.\"
Das halte ich für eine Fehleinschätzung. Titanic hat sowieso keine besonders hohe Auflage, damit wird nicht viel verdient. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wegen dieser Titelseite mehr Leser zugreifen. Das letzte Titelblatt fand ich sogar ziemlich gelungen: \"Toyota ruft Westerwelle zurück (Schraube locker usw.) \" Auch dies wird die Auflage kaum gehoben haben.
Sollte es Ermittlungen geben, wird herauskommen, dass hier nicht die Gemeinschaft der Kirche geschmäht wurde, sondern die Priesterschaft. Das ist wahrscheinlich ein relevanter Unterschied, oder habe ich da etwas nicht bedacht?


2
 
 kreuz 15. April 2010 

weiter so,

150 Beschwerden sind a bisserl wenig für 80 Mio Einwohner, oder nicht?

es gibt ein online-Formular...

www.presserat.info/301.0.html

www.kathtube.com/player.php?id=15062


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  2. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  3. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  4. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  5. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  6. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz