Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Proteststurm gegen 'Titanic'-Titelbild wird stärker

15. April 2010 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beschwerdeflut beim Deutschen Presserat – Vier Strafanzeigen - , Martin Lohmann bezeichnete das Titelbild als "eine üble Beleidigung christlich-religiöser Empfindungen und eine primitive Missachtung von Anstand, Toleranz und Respekt


Frankfurt am Main (kath.net/idea) Der Proteststurm gegen das aktuelle Titelbild des Satiremagazins „Titanic“ (Frankfurt am Main) wird stärker. Wie der Deutsche Presserat (Berlin) am 12. April auf idea-Anfrage mitteilte, seien bislang etwa 150 Beschwerden eingegangen, so viele wie seit den dänischen Mohammed-Karikaturen vor vier Jahren nicht mehr. Auf dem Titanic-Titel ist zu sehen, wie ein Priester vor dem am Kreuz hängenden Jesus kniet. Kritiker deuten die Szene so, dass der Geistliche den Gekreuzigten mit dem Mund sexuell befriedigt. Das Heft spielt damit auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen an. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sprach am 12. April von mittlerweile vier eingegangenen Strafanzeigen. Die Entscheidung, ob Ermittlungen aufgenommen werden, soll im Laufe der Woche fallen.

Der Beschwerdeausschuss des Presserats wird sich voraussichtlich Ende Mai mit den eingegangenen Beschwerden befassen. Während von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Evangelischen Allianz keine Stellungnahme zu erhalten war, kommt aus der Politik inzwischen scharfe Kritik. Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Thomas Rachel (Berlin), sagte gegenüber idea: „Es handelt sich hierbei um eine durchsichtige Provokation zur Steigerung der Auflage, die völlig geschmacklos ist.“


Der Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, Martin Lohmann (Bonn), bezeichnete das Titelbild als „eine üble Beleidigung christlich-religiöser Empfindungen und eine primitive Missachtung von Anstand, Toleranz und Respekt“. Die Darstellung sei schamlos und verletzend. Lohmann: „Dem verantwortlichen Redakteur ist zu raten, sich in aller Form öffentlich zu entschuldigen und sich von dieser gotteslästerlichen Entgleisung zu distanzieren.“ Zuvor hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (Aschaffenburg) in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ (Würzburg) an die Staatsanwaltschaft appelliert, gegen die Veröffentlichung einzuschreiten. Die Meinungsfreiheit gelte nicht schrankenlos. Der Rechtsexperte: „Wenn sie in Beschimpfung (Schmähkritik) ausartete, verlässt sie den Boden der Verfassung und ist nach den Normen des Strafgesetzbuches zu beurteilen. Das gilt auch im vorliegenden Fall.“

Mit der neuerlichen Kritik gehen die Redakteure gelassen um. Im Internet werden aufgezeichnete Anrufe von Lesern veröffentlicht, die sich über das Titelbild beschweren. Zudem werden Postkarten und Poster der umstrittenen Veröffentlichung zum Kauf angeboten, die man dann in seinem Osterfeuer verbrennen könne, so die Titanic-Redaktion. Ferner erinnert das Blatt an eine ähnliche Verunglimpfung vor 15 Jahren. Nach dem Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts veröffentlichte das Magazin auf dem Titel das Bild eines am Kreuz hängenden Jesus mit einer Klorolle in den Händen. Darunter in großen Lettern die Frage: „Spielt Jesus noch eine Rolle?“

Kath.Net-Forumstipp: Wie zeige ich die Titanic-Herausgeber an? Eine Anleitung

Perverses 'Titanic'-Titelbild sorgt für Beschwerden beim Presserat

JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  2. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  3. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  4. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  5. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  6. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  7. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  8. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  9. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  10. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz