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Vatikan forscht mit US-Unternehmen an adulten Stammzellen

27. Mai 2010 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Der Vatikan und das US-amerikanische Pharmaunternehmen NeoStem haben eine Zusammenarbeit in der Erforschung adulter Stammzellen vereinbart.


Vatikanstadt (kath.net/KNA)
Der Vatikan und das US-amerikanische Pharmaunternehmen NeoStem haben eine Zusammenarbeit in der Erforschung adulter Stammzellen vereinbart. Der Päpstliche Kulturrat und das börsennotierte Unternehmen hätten eine Kooperation ihrer jeweiligen karitativen Zweige, der «Stem for Life Foundation» und der Stiftung des päpstlichen Kulturrates «Science Theology and the Ontological Quest» unterzeichnet, heißt es in einem am Mittwoch vom Vatikan verbreiteten Kommunique.


Ziel der Vereinbarung sei es, die Erforschung adulter Stammstellen und ihrer klinischen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der regenerativen Medizin zu fördern. Zudem soll die kulturelle Relevanz dieser Forschung herausgestellt werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit sind interdisziplinäre Ausbildungsprogramme, Publikationen und Kurse vorgesehen, die sich mit den theologischen und bioethischen Fragen der Forschungsarbeit befassen.

Der Vatikan hat die Forschung mit embryonalen Stammzellen, die eine Tötung menschlicher Embryonen voraussetzt, stets nachdrücklich verurteilt, die Verwendung adulter Stammzellen hingegen, die etwa aus menschlichem Knochenmark oder Blut gewonnen werden können, gutgeheißen. NeoStem hält nach Angaben des Kommuniques die Weltrechte an der sogenannten VSEL-Technik, die eine Gewinnung äußerst kleiner Stammzellen ermöglicht, die embryonalen Stammzellen ähneln.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Billings 28. Mai 2010 
 

Adulte Stammzellen

Wegen ihrer Plastizität und Fähigkeit zur Selbsterneuerung meinen Forscher,
in embryonalen humanen Stammzellen das ideale Therapeutikum gefunden
zu haben. Bis jetzt ist allerdings keine einzige medizinische Behandlung durch
embryonale Stammzellen erfolgt, weder in der Human- noch in der Tiermedizin.
2008 hat der Präsident der Internationalen Genetischen Gesellschaft nur der
Hoffnung Ausdruck gegeben, dass embryonale Stammzellen in der Zukunft
als Therapeutikum eingesetzt werden können. Andere meinen, dass Stammzellentherapien
für Parkinson oder Alzheimer in eventuell 20 Jahren eine Rolle
spielen könnten. Nur adulte Stammzellentherapien werden schon seit längerem
in der Medizintherapie verwendet.

Billings


1
 
 Deborah 27. Mai 2010 
 

Positives Zeichen

Jetzt kann wohl niemand mehr sagen, der Vatikan sei rückständig (obwohl das wahrscheinlich Illusion ist, solche wird es nämlich immer geben). Ein sehr positives Zeichen: Wissenschaft und Fortschritt ja, aber auf eine positive, humane, den Menschen dienende Art.


3
 
 Willigis 27. Mai 2010 
 

Sehr gut!

kwt


2
 

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