Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Künftiger Anglikaner-Primas: Religion darf nicht Hobby werden

16. November 2012 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anglikanerbischof Justin Welby betont, dass es gravierende gesellschaftliche Auswirkungen habe, wenn Religion von einer Frage von Wahrheit und Autorität zu einer reinen Freizeitaktivität heruntergestuft würde


London (kath.net/KNA) Der künftige anglikanische Primas, Bischof Justin Welby (Foto), hat vor einem Abdrängen von Religion in die Freizeit gewarnt. Religion dürfe nicht zu einer bloßen Privatsache oder zu einem Hobby werden, zitieren britische Zeitungen (Donnerstag) aus einem Vortrag des designierten Erzbischofs von Canterbury. Es habe gravierende gesellschaftliche Auswirkungen, wenn Religion von einer Frage von Wahrheit und Autorität zu einer reinen Freizeitaktivität heruntergestuft würde, betonte Welby in seiner bisherigen Bischofsstadt Durham.


Im politischen Diskurs gebe es ein weit verbreitetes Vorurteil, dass wer einen religiösen Glauben habe, für ernsthafte politische Meinungsäußerungen disqualifiziert sei, so der Bischof weiter. Dabei sei die Vorstellung, dass Religion so weit privatisiert werden könne, dass es keinen Einfluss auf das eigene Verhalten mehr habe, «offenkundig absurd».

Welby berichtete, in seiner Zeit als Manager in der Ölindustrie habe ihn sein Chef einmal gefragt, was er denn am Wochenende tue. Auf seine Antwort, er werde zum Gottesdienst gehen, habe der Chef gemeint: «Faszinierend, was die Leute in dieser Firma für unterschiedliche Hobbys haben.»

Solche Tendenzen hätten deutliche Konsequenzen für das Verhältnis von Politik und Glauben, führte der Bischof aus. Inzwischen müssten Glaubensgemeinschaften nachweisen, dass sie einen gesellschaftlichen Nutzen hätten. Früher sei das als selbstverständlich vorausgesetzt worden. Der künftige Primas erinnerte daran, dass religiöse Überzeugungen durch Ehrenamt ein hohes Maß an «gesellschaftlichem Kapital» generierten. Weltweit schüfen sie ein moralisches «Bollwerk gegen Korruption».

Der 56-jährige Welby, bislang Bischof von Durham und zuvor über Jahre erfolgreicher Geschäftsmann, tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Erzbischof Rowan Williams von Canterbury an. In diesem Amt wird er zugleich Primas der anglikanischen Staatskirche von England und Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft mit rund 77 Millionen Mitgliedern.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten
Foto Bischof Welby: www.durham.anglican.org


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stephaninus 16. November 2012 
 

Genau

Der künftige EZB von Canterbury trifft ins Schwarz. Da wird ihm wohl noch rauher Gegenwind ins Gesicht wehen.


0
 
 girsberg74 16. November 2012 
 

Wie recht er hat!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz