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…und jetzt PSSST!

12. März 2013 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
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Ein Konklave ist nicht in erster Linie ein politischer Akt. Sondern ein geistliches Event. Wer jetzt nicht still wird und die Gegenwart Gottes sucht, riskiert wirklich, das Wesentliche zu verpassen. Von Eduard Habsburg


Vatikan (kath.net/Habichtsburg) Morgen beginnt das Konklave. Wir haben alles gehört von den ratlosen Vatikanisti und den Kommentatoren, wir wissen, wer die Favoriten sind, wer womöglich schon wie viele Stimmen hat, welche Fraktionen sich gegenüber stehen und welche politischen, organisatorischen heißen Eisen der neue Papst angehen müssen wird. Ich fände, es würde allen ganz gut tun, jetzt mal die KLAPPE ZU HALTEN und still zu werden.

Morgen beginnt etwas Außergewöhnliches. Es beginnt ein Prozess, bei dem fehlbare Menschen unter besonderen Umständen versuchen, zu erraten, wen Gott im Voraus zum Papst bestimmt hat. So ähnlich wie die Wahl der Apostel damals, um nach der Auferstehung den Nachfolger des Judas zu bestimmen. Das ist nicht in erster Linie ein politischer Akt. Sondern ein geistliches Event. Wer jetzt nicht still wird und die Gegenwart Gottes sucht, riskiert wirklich, das Wesentliche zu verpassen.

Nehmen wir doch ernst, was die Kardinäle, die in Rom versammelt sind, in den letzten Tagen immer wieder gesagt haben. Sie baten in Blogs, Predigten, Interviews und Tweets vor allem um eines - um unser Gebet. Das waren keine Floskeln, das ist keine augenzwinkernde Wahlkampfrhetorik. Das sind Männer, die wirklich glauben, dass sie eine Aufgabe im Angesicht Gottes haben - und nicht Vorstandsmitglieder, die einen neuen Vorstandsvorsitzenden wählen. Die Kardinäle fühlen im Moment die drückende Größe ihrer Verantwortung. Also: Haben Sie heute schon für das Konklave, für die Kardinäle gebetet? Für den neuen Papst?

Nochmals: PSSSSSST. Münder zu. Ohren auf. Ein Konklave begleitet man nicht am Besten mit den Fingern auf der Tastatur, sondern mit gefalteten Händen. Es geht ums Ganze. Es geht um den richtigen neuen Papst für unsere Zeit.

Dr. Eduard Habsburg-Lothringen ist der Medienreferent des St. Pöltener Bischofs Klaus Küng

kathTube-Foto:



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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 13. März 2013 
 

Den Kern getroffen!

"Mihi oportet minui illum autem crescere"-
("Ich muß kleiner werden damit Er wachsen kann")
Dieser Spruch, auf dem Isenheimer Altar von Matthias Neithart gen. Grünenwald in Gold groß gemalt als Aussage vom Hl. Johannes der Täufer angesichts des am Kreuze leidenden Christus, verwortet ganz knapp was Hr. Habsburg hier hervorragend angesprochen hat.


0
 
 backinchurch 12. März 2013 
 

@st.michael: na, na, na, ;-)

Immerhin war heute auf phoenix bei der Konklave-Einführungs-Messe Guido Horst vom Vatikan-Magazin Ko-Kommentator!
Meiner Meinung nach kann nur eine (auch negativ) in den MSM-präsente kath. Kirche als "Salz der Erde" wahrgenommen werden. Wenn die "Gegen den Strom schwimmende" kath.Lehre nicht mehr medial vorkommen sollte, haben die Kräfte der Unterwelt gewonnen. Unabhängig davon wünsche auch ich mir des öfteren deutliche Worte der Hirten im Sinne des KKK.


3
 
 st.michael 12. März 2013 
 

Danke, Danke, Danke !

Und endlich die gesamte Journaille herausschmeißen, die nur ÜBER die Kirche und evtl. folkloristische Elemente schwätzt, inclusive der ganzen Besserwisser die es schon immer gewußt haben, was für die Kath.Kirche GUT ist, es hängt einem inzwischen meterlang zum Halse heraus.
Und nicht vergessen die ganze Liga der "Bruder Paulus" Dampfplauderer, die alle "kleine Päpste" sind und so wunderbar von ihren eigentlichen Pflichten, großzügig Urlaub machen.
Kein Witz: In Dänemark wurde neulich für eine protestantische Gemeinde per Annonce ein Pastor gesucht, der noch an Gott glaubt !!!!!
In diesen Tagen der versammelten "Kirchenkenner" denke ich in ähnliche Richtungen.
Hallo Leute, wir sind eine GLAUBENSVEREINIGUNG und kein Debattierclub für Profilneurotiker aller Schattierungen!


5
 

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