Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz

7. April 2013 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Herr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen.“ – Aus dem Psalm 141,3. Ein Kurzimpuls von Gerhard Naujokat (idea)


Wetzlar (kath.net/idea) Flottes Reden und fließende Antworten sind heute gängig. Die Unmenge der Vokabeln, der Worthülsen und Sprechblasen erdrückt. Wenn auch die Predigten und Bibelstunden belanglos werden, dann liegt die Aussage von Psalm 90 nahe: „Wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz.“ Wir werden zugeschüttet von Belanglosigkeiten und verbalem Müll.

Auf solch eine ungezügelte Wortproduktion können wir verzichten. Jesus gab den Rat: „Eure Rede sei ja, ja; nein, nein; was darüber ist, ist vom Übel.“


Ein Psalmist betet: „Herr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen” (141,3).

Der Kirchenvater Augustin (354–430) sagt zu Recht: „Wenn das ‚Wort’ wächst, mindern sich die ‚Wörter’.“ In der Tat: Schweigen war vielfach der Ursprung von klugem Handeln.

Die Väter der Bibel waren meist in der Einsamkeit der Wüste gereift, kamen dort zur inneren Ausrichtung, lernten Gehorsam und Glauben.
Jesus wurde 40 Tage in die Wüste geführt. Paulus hatte sein Gotteserlebnis in der Wüste.

Bei einem Besuch in einem Beduinenzelt in der Negevwüste Israels hörte ich den Satz: „Wer aus der Wüste kommt, darf reden.“

Ja, wer aus dem Schweigen, der Stille, der Besinnung kommt, ist von sich abgerückt, hat eine geistliche Dimension erlebt. Darum kann er jetzt den Mund aufmachen, hat eine Botschaft. Er kommt nicht mehr aus der Leere, ist kein tönendes Blech. Erst Schweigen, dann Reden. Im Reiche Gottes bedarf es keiner lautstarken Taktik und keines vollmundigen Wortpegels. Wer ein Stück Wüste innerlich durchlebt hat, der wird auch glaubhafter Botschafter des Evangeliums.

Der Autor, Gerhard Naujokat (Kassel), ist evangelischer Pfarrer und Publizist)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Spiritualität

  1. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  2. Spiritualität verbessert Lebensqualität von Krebspatienten
  3. Gebetsgemeinschaft RSK hat aktuell 300.000 Mitglieder weltweit
  4. Gebetsnacht in Zürich
  5. Dank an und Ehre für die Muttergottes
  6. Kinder gestalteten Meditationen für Papst-Kreuzweg am Karfreitag
  7. Jeder soll sich fragen: Was will der Herr uns durch diese Zeichen sagen?
  8. Turnovszky: Pandemie-Geschehen ein moderner "Kreuzweg"
  9. "Den Weg Gottes finden"
  10. Er ist da – er, der König, der alles in seinen Händen hält.







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz