Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

‚Aufsteiger’ in der Kirche haben keinen wahren Glauben

22. April 2013 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Jesus ist die einzige wahre Tür zum Reich Gottes. Das ist kein Fundamentalismus, sondern die eine Wahrheit des Herrn. Die Gnade, an die Tür klopfen zu können. Wider die 'Geschäftemacherreligion'. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ich bin die Tür zu den Schafen“ (Joh 10,7): Dieses Evangelium vom Guten Hirten stand im Mittelpunkt der Predigt von Papst Franziskus am heutigen Montag der vierten Osterwoche bei der Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Der Papst feierte die Eucharistie zusammen mit einigen Angestellten des vatikanischen Presseamtes in Anwesenheit des Direktors, P. Federico Lombardi SJ, sowie des Vizedirektors, P. Ciro Benedettini, und mit einigen Technikern von „Radio Vaticana“ des Zentrums von Santa Maria in Galeria.

Im Evangelium vom Tag (Joh 10,1-10) sagt Jesus: „Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe“. Die einzige Tür zum Himmelreich, zur Kirche, „ist Jesus selbst“, so der Papst. Wer „anderswo einsteigt, will nur den Profit für sich selbst: einer, der ‚aufsteigen’ will“.

„Auch in den christlichen Gemeinden gibt es diese Aufsteiger, nicht? Karrieristen, die nur das Ihre suchen und bewusst oder unbewusst so tun, als träten sie ein. Doch sie sind Diebe und Räuber. Warum? Weil sie Jesus die Herrlichkeit stehlen, ihre Herrlichkeit wollen, und das ist, was er den Pharisäern sagte: ‚Ihr reicht euch die Herrlichkeit gegenseitig herum’. Eine Religion, die ein wenig wie eine Geschäftemacherei ist, nicht? Ich gebe dir die Herrlichkeit und du gibst sie mir. Doch diese Leute sind nicht durch die wahre Tür eingetreten. Die Tür ist Jesus, und wer nicht durch diese Tür eintritt, macht einen Fehler.“


„Und wie weiß ich, dass die wahre Tür Jesus ist?“ fragte sich der Papst: „Wie weiß ich, dass diese Tür die Tür Jesu ist? Nun, nimm die Seligpreisungen und tu, was sie sagen. Sei demütig, sei arm, sei sanftmütig, sei gerecht....“.

Jesus aber, so Franziskus weiter, „ist nicht nur die Tür. Er ist der Weg, die Straße. Es gibt viele Pfade, die vielleicht vorteilhafter sind, um anzukommen. Doch sie täuschen, sie sind nicht wahr: sie sind falsch. Die Straße ist allein Jesus“.

„Jemand aber von euch wird sagen: ‚Pater, sie sind ein Fundamentalist!’ Nein, das ist einfach das, was Jesus gesagt hat: ‚Ich bin die Tür, ich bin der Weg, um das Leben zu geben’. Ganz einfach. Das ist eine schöne Tür, eine Tür der Liebe, eine Tür, die nicht täuscht, die nicht falsch ist. Immer sagt er die Wahrheit. Aber mit Zärtlichkeit, mit Liebe.“

„Doch: wir haben immer das, was der Ursprung der Erbsünde ist, nicht wahr?“, merkte Franziskus an: „Wir haben das Verlangen danach, die Interpretationsschlüssel von allem zu besitzen, den Schlüssel und die Macht, unseren Weg zu gehen, welcher es auch immer sei, unsere Tür zu finden, um welche es sich auch handeln möge“.

Bisweilen sei der Mensch versucht, zu sehr Herr seiner selbst zu sein und nicht demütiges Kind und demütiger Diener des Herrn. Das sei die Versuchung, „andere Türen oder andere Fenster zu suchen, um in das Reich Gottes einzutreten“. Doch: „Man betritt das Reich Gottes nur durch jene Tür, die Jesus heißt. Nur durch diese Tür tritt man ein, die uns auf eine Straße bringt, die Jesus heißt, und die zum Leben bringt, das Jesus heißt. Alle, die etwas anderes tun – sagt der Herr –, alle die aufsteigen, um durchs Fenster reinzukommen, sind Diebe und Räuber. Der Herr ist einfach. Er spricht nicht kompliziert: er ist einfach“.

Abschließend lud der Papst ein, um die Gnade zu bitten, immer an jene Tür zu klopfen: „Manchmal ist sie verschlossen: wir sind traurig, wir sind verzweifelt, wir haben Schwierigkeiten, an jene Tür zu klopfen. Geht nicht hin, um andere Türen zu suchen, die leichter scheinen, bequemer, einfacher! Nur jene: Jesus. Und Jesus enttäuscht nie, Jesus täuscht nicht, Jesus ist kein Dieb, er ist kein Räuber. Er hat sein Leben für mich gegeben; ein jeder von uns muss das sagen: ‚Und du, der du das Leben für mich gegeben hast, bitte: mach auf, damit ich eintreten kann!’“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  3. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  4. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  5. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  6. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  7. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  8. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  9. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  12. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  13. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  14. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  15. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz