Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

Mursi 'zur Freude der meisten Ägypter' entfernt

19. August 2013 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der abgesetzte Präsident Mohammed Mursi war nur von 13 Millionen Ägyptern (bei 83 Millionen Einwohnern) gewählt gewesen


Kairo (kath.net/KAP) Der Gründer und Vorsitzende des christlichen Satelliten-TV-Senders "SAT-7 International", Terence Ascott, hat gemeinsam mit dem Generalsekretär der ägyptischen Bibelgesellschaft, Ramez Atallah, daran erinnert, dass der abgesetzte Präsident Mohammed Mursi nur von 13 Millionen Ägyptern (bei 83 Millionen Einwohnern) gewählt wurde. Trotzdem habe Mursi das Votum als Mandat empfunden, alles tun zu können, was er wolle.

Ascott und Atallah verweisen auf die Einsetzung führender Muslimbrüder als Minister und Gouverneure, auf die Vollmachten, die sich Mursi im November 2012 selbst erteilte, auf das Durchsetzen einer neuen, islamistisch orientierten Verfassung gegen die Proteste von Liberalen, gemäßigten Muslimen und Christen und seine harsche Zurückweisung des Wunsches nach Neuwahlen.


Am 30. Juni - dem ersten Jahrestag der Wahl Mursis - habe das ägyptische Volk dann genug gehabt. An die 30 Millionen Menschen seien auf die Straße gegangen - und wenn auch niemand diese Zahl genau überprüfen könne, seien es jedenfalls mehr gewesen, als je für Mursi votiert hätten. Mursi habe trotzdem an der Macht festhalten wollen. In dieser Situation sei die Armee "die letzte Verteidigungslinie der Demokratie" gewesen. Sie habe den Präsidenten "zur Freude der meisten Ägypter" von der Macht entfernt.

Anders als bei der friedlichen Besetzung des Tahrir-Platzes im Jänner 2011 und neuerlich Ende Juni 2013 durch die jungen Revolutionäre seien die Protest-"Sit ins" der Muslimbrüder von Anfang an von Aufrufen zur Gewalt gegen die Armee, die Polizei, die "Liberalen" und vor allem gegen die Christen gekennzeichnet gewesen.

Ascott und Atallah erinnern an die Stellungnahme des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. nach den Attacken auf die Kirchen. Der Patriarch habe gesagt, die Attacken seien zu erwarten gewesen: "Als Ägypter und als Christen betrachten wir unsere Kirchengebäude als ein Opfer für unser geliebtes Ägypten."

Andere Kirchenführer hätten sich in ähnlichem Sinn geäußert und darauf verwiesen, dass die Kirche nicht aus Gebäuden bestehe, sondern aus "lebendigen Steinen", jenen Menschen, die auf Christus vertrauen. Es sei aber auch wichtig und ermutigend gewesen, dass viele Muslime für den Schutz der Kirchen gegen die Terroristen aufgestanden seien.

Der Muslimbruderschaft sei es freilich gelungen, sich in den Medien als "Opfer" darzustellen, Mursi als "demokratisch gewählten" Präsidenten und den Eingriff der Armee als "Putsch".

Ascott und Atallah: "Sie wussten, auf welche Knöpfe sie bei den westlichen Medien drücken müssen und diese Version wird von der Welt gehört - aber es ist nicht die Version der Wahrheit, wie sie die große Majorität der Ägypter empfindet".

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz