Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  3. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  4. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  5. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  6. Brava Giorgia!
  7. Abschaffung des § 218? Ein Angriff auf Lebensrecht und Menschenwürde
  8. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  9. Donald Trump will ‚Seite an Seite’ mit Lebensschützern arbeiten
  10. Amtsgericht Köln spricht Corona-Kritiker frei: Er hatte Attacken auf Impfskeptiker dokumentiert
  11. Der Grundton der Heiligen Schrift
  12. Peterson kritisiert ,Festival des Stolzes‘
  13. Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle
  14. Wenn Gott vollkommen gut ist, warum gibt es so viel Böses?
  15. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!

Wirkt das EKD-Familienpapier kirchenspaltend?

23. August 2013 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Offener Brief an den Rat der EKD“ warnt vor den Folgen sowohl innerhalb der EKD wie auch in der Ökumene


Achern (kath.net/pl) „Wie kann dem widersprochen werden, dass sich der Rat der EKD zunehmend aus dem Ethik-Konsensus mit der Römisch-katholischen Kirche verabschiedet und isoliert (als Stichworte seien genannt: ‚PID‘ / Sterbehilfe / Familienbegriff)? Dass es zunehmend schwerer wird, seitens der Großkirchen ‚mit einer Stimme‘ in die Gesellschaft hinein zu sprechen?“ Diese Frage stellt Dr. Hans-Gerd Krabbe (Foto), evangelischer Pfarrer in Achern/Baden, in dem offenen Brief „Zehn Fragen an den Rat der EKD“. Zu den ersten Mitunterzeichnern des Briefes zählten u.a. der emeritierte Landesbischof von Lübeck und emeritierte Theologieprofessor, Ulrich Wilckens, sowie der apl. Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Bonn, Ulrich Eibach. Der Brief stellt weiter fest: Es sei auffällig, „dass sich nicht nur kirchentreue, sondern gerade auch säkulare Journalisten bundesweit kritisch äußern, weil sie von der evangelischen Kirche einfordern, was von der Bibel her zu Ehe und Familie zu sagen ist!“. Deshalb lautet die Forderung des offenen Briefes: „Die sog. ‚Orientierungshilfe‘ desorientiert und sollte zurückgezogen bzw. eingestampft werden! Umkehr tut not!“


Pfarrer Krabbe fragt in den „Zehn Fragen“ weiter: „Was gilt noch in der Kirche?“ / „Ist die bisher erwartete Bindung an die Bekenntnisgrundlagen nunmehr also de facto freigegeben?“ Falls der Rat der EKD diese „Orientierungshilfe“ nicht zurückziehe, „riskiert er damit nicht den Zerfall der EKD (als Dachorganisation der verschiedenen Landeskirchen), die Spaltung innerhalb der protestantischen Christenheit in unserer Bundesrepublik, damit unermesslichen Flurschaden?“ Verliere die EKD nicht an Glaubwürdigkeit, an Stimme und Gewicht in der (ökumenischen) Christenheit und in der Öffentlichkeit, wenn sie sich von Bibel und Bekenntnis absetze, vom biblischen Menschenbild entferne und einen Familienbegriff propagiere, der sich bis ins Beliebige hinein steigert? Dabei wünschen nach wie vor etwa 90 % der Mitmenschen ein Leben in Ehe und Familie.

Gegenüber kath.net äußerte Krabbe: „In ersten Reaktionen erlebe ich durchweg nur Zustimmung“, gleichzeitig werde ihm auch deutlich, „wie sehr es an der Basis rumort. Immer mehr Personen melden sich, per Telefonat, per Mail, per Brief. Professoren gehören dazu, Ärzte, Kaufleute, Ingenieure“. Gesucht werden weiterhin führende Persönlichkeiten aus der gesamten Bundesrepublik, die die „Zehn Fragen an den Rat der EKD“ unterstützen und mit ihrem Namen dahinterstehen. Unterschriftenlisten kursieren, Briefe an den Rat der EKD folgen. „Es tut sich ´was!“

Kontaktaufnahme: [email protected]
Der Wortlaut der Texte findet sich unter: www.ekiachern.de

Foto Pfarrer Krabbe © Hans-Gerd Krabbe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wendelmann 24. August 2013 
 

Buchtipp

Verehrter Herr Dr. Krabbe,
ich empfehle Ihnen das Buch " Warum werden wir nicht katholisch?" von Andreas Theurer.


2
 
 Stormarn 23. August 2013 
 

Gewiß, man könnte sich darüber freuen, daß auf evangelischer Seite einige begriffen haben, daß das, was sich "Evangelische Kirche" nennt, längst aus dem ethischen Konsens mit der katholischen Kirche als der einen Kirche Jesu Christi verabschiedet hat. Zur Lebensleistung des ehemaligen lutherischen Bischofs von Lübeck Ulrich Wilckens gehört aber ausschließlich, daß er über eine allgemeines "Katholisieren" nicht hinausgekommen ist. Was nützt also solch ein Zeuge"? Und was nützt die Erkenntnis des evangelischen Pastors Krabbe, erkannt zu haben,das die sog. Orientierungshilfe dem ökumenischen Anliegen nicht nur nicht hilft, sondern noch mehr spaltet? Wilckens und Krabbe sind einfach nicht in der Lage, die richtigen Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. Beide sind eben nicht konsequent oder fürchten sich vor der eigenen Courage.


2
 
 girsberg74 23. August 2013 
 

Herrn Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe und den Mitunterzeichnern ist für den „Offenen Brief“ zu danken und es ist zu wünschen, dass die Wirkung dieses Briefes in die erwünschte Richtung geht.

Die Frage an alle, die den Autor und die Mitunterzeichner auf keinen Fall persönlich treffen soll, die ist, wie es dazu kommen konnte?

Diese Frage zielt nicht auf persönliche Fehlbarkeit oder menschliche Schwäche, sondern auf die theoretischen Grundlagen, auf die erste kleine Abweichung und auf die daraus folgenden weiteren, es geht um Lehre / Dogma / Verfassung?

Kann das auf EKD-Ebene beziehungsweise innerhalb der EKD gelöst werden, sind die Grundlagen dafür in der EKD gegeben?


2
 
 Hibiskus 23. August 2013 
 

Der selbstgemachte Gott

Jahrzente habe ich intensiv in der Ökumene gearbeitet und mit evangelischen Christen versucht, einander näher zu kommen.
Leider hat die evangelische Amts-Kirche in all dieser Zeit immer intensiver versucht neues, zusätzlich Trennendes, auf den Weg zu bringen. Nicht die Gläubigen waren es, die Amtsinhaber der höchsten Ebene fürchten offensichtlich um ihren Posten. Dabei ist eine so große Zahl evangelischer Pfarrer der einen Kirche viel näher, als wir alle glauben.
Schon seit Jahrhunderten geht es dieser Gruppe um die persönliche Macht. Es geht nicht um die Reinheit und Ehrlichkeit des Glaubens.

"Vater gib, dass sie alle eins sind ..." betete Jesus in seiner Todesangst. Für mich ist das, was hier passiert, einfach Verrat an Jesus. Statt den Jahrhunderte alten Frevel abzubauen wird immer mehr und schneller die Trennung unumkehrbar gemacht.

Dort, wo ernsthafter Wille zu einer Einheit besteht sollten die evangelischen Gläubigen mit ihren Priestern auf die eine Kirche zugehen und die künstlichen Vor


2
 
 Marienzweig 23. August 2013 

Wir sind alle gefordert!

Da ich nur ca. 20 km von Herrn Pfarrer Dr.Hans-Gerd Krabbes Wirkungssort Achern entfernt wohne, habe ich mich heute morgen an ihn gewandt.

Aus seiner sehr freundlich gehaltenen Antwortmail:
Natürlich können Sie auch im katholischen Umfeld für diese Aktion werben.
Hinweise finden Sie unter: www.ekiachern.de

Im Wunsch, dass unsere Mühen nicht vergeblich sind, grüße ich Sie gerne!
Hans-Gerd Krabbe

Ich verstehe Pfarrer Krabbes Äußerung auch als Einladung an uns.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  2. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  3. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  4. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  5. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  7. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  8. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“
  9. Ehe für alle – „Hier bietet man für Ungleiches die gleiche Lösung an“
  10. Evangelische Kirchengemeinde versteigert Gottesdienstthema auf ebay






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  3. Brava Giorgia!
  4. Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle
  5. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  6. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  7. Wenn Gott vollkommen gut ist, warum gibt es so viel Böses?
  8. „Die Lukas-Ikone“: Der Urknall der christlichen Bilderwelt
  9. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!
  10. „Neuer Anfang“ wendet sich wegen Synodalem Ausschuss formell an Rom
  11. Peterson kritisiert ,Festival des Stolzes‘
  12. Der Räuber und das Fitnessstudio
  13. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  14. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  15. Bischof Davies: „Wir werden Zeugen eines nahezu katastrophalen Niedergangs der Institution der Ehe“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz