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Medien: Papst ruft Frau nach Eheannullierung an

4. November 2013 in Aktuelles, 57 Lesermeinungen
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Papst Franziskus hat offenbar wieder zum Telefonhörer gegriffen, er soll eine Römerin angerufen haben. Deren erste Ehe war gescheitert und war vor kurzem vom vatikanischen Ehegericht für nichtig erklärt worden


Rom (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat offenbar wieder zum Telefonhörer gegriffen: Diesmal soll er nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» (Montag) eine Römerin angerufen haben. Deren erste Ehe war gescheitert und war vor kurzem vom vatikanischen Ehegericht für nichtig erklärt worden. Der Papst habe ihr am Telefon versichert, dass die Kirche für alle offen stehe, auch für jene die sich ihr im Augenblick fern fühlten, weil ihre Ehe gescheitert sei, zitierte die Zeitung die 38-jährige Anna Rosa Marino. Zudem habe er sie als «mutig» bezeichnet und gesagt, dass sie nun den Mann heiraten könne, den sie liebe.


Papst Franziskus hatte angesichts der Debatte um den kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen angedeutet, dass eine Erleichterung der Eheannullierungen eine Möglichkeit sein könnte, um einem Teil der Betroffenen eine Wiederzulassung zu den Sakramenten zu ermöglichen. In diesem Sinne hatte sich auch der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, geäußert.

Der atheistische Ehemann hatte der praktizierenden Katholikin laut «Corriere della Sera» nach der kirchlichen Eheschließung eröffnet, dass er keine Kinder haben will. Zudem hatte sich die Frau nach eigenen Angaben zu leichtfertig auf eine Ehe eingelassen. Nach einem Jahr trennten sich die Eheleute wieder. Im März bemühten sich beide um ein Ehenichtigkeitsverfahren vor der Römischen Rota, dem obersten Ehegericht der katholischen Kirche. Derweil lernte die Römerin einen anderen Mann kennen, den sie nun heiraten will.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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