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Roberto Blanco war als Kind zur Privataudienz bei Pius XII.

16. März 2014 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Der Schlagersänger erzählt von seiner Kindheit und Jugend in katholischen Internaten


München (kath.net/KNA) Roberto Blanco (76), Schlägersänger, durfte als Kind zur Privataudienz von Papst Pius XII. in Castel Gandolfo. Als er danach an sein katholisches Internat in Beirut im Libanon zurückgekehrt sei, habe ihm das zuerst keiner geglaubt, sagte Blanco dem «Süddeutsche Zeitung Magazin». «Aber ich hatte ein Beweisfoto, und als das die Runde machte, wurde ich sofort zum Direktor gerufen.» Dem habe er dann persönliche Grüße des Papstes übermittelt. «Von dem Moment an war ich der Star der Schule.»

Arrangiert hatte die Audienz der kubanische Botschafter in Rom, erzählte der Sänger. Auch der amerikanische Filmstar Tyrone Power und die Schauspielerin Anna Magnani seien dabei gewesen. Sein Vater, ein um die Welt tingelnder Varietekünstler, habe ihm zuvor im Auto noch eingeschärft, nur etwas zu sagen, wenn er angesprochen würde. «Aber kaum standen wir vor dem Papst, plapperte ich los: Ich sei der Roberto und würde in Beirut auf die Brüderschule gehen.» Da habe Pius XII. kein Wort mehr mit seinem Vater geredet, sondern nur noch mit ihm.


Im Alter von zwei Jahren verlor Blanco 1939 seine Mutter. Die ursprünglich aus Kuba stammende Familie hielt sich aus beruflichen Gründen in Europa auf und ließ sich anschließend in Sorge vor einem drohenden Krieg im Libanon nieder. Der Vater gab daraufhin sein Kind in die Obhut französischer Nonnen in Beirut, die eine Mädchenschule betrieben. «Ich habe dort viel Liebe und Wärme bekommen», berichtete der Sänger. Bei Schwester Alfonse habe er sogar im Zimmer schlafen dürfen, wo noch zwei andere Nonnen hinter Vorhängen ihre Betten gehabt hätten.

Mit sieben Jahren sei er dann auf das Jungeninternat Sacre Coeur gekommen, sagte Blanco. «Wenn die Mitschüler sonntags Besuch von ihren Müttern bekamen, hätte ich auch gern eine Mutter gehabt.» Manchmal habe ihm die Geborgenheit schon gefehlt, räumte der Sänger ein. Doch er habe dort gelernt, sich durchzusetzen und auf eigenen Füßen zu stehen.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: youtube.com



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Lesermeinungen

 jadwiga 16. März 2014 

Ja, lieber Roberto, ich möchte Ihnen auch etwas vorsingen...

Ein bisschen Spaß muss sein,
selbst im Kloster trinkt man Wein,
aber wahre Liebeswonne
trägt schmerzhafte Dornenkrone.
Glücklich ist, wer das begreift,
dass Wein in der Sonne reift.
Die Liebe reift unter Dornen,
nur so kann sie nicht "verhornen":-)


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