Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘

Irakischer Bischof: In Erbil platzen die Kirchen aus allen Nähten

8. Juni 2014 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weil viele Christen in den Norden des Landes abwandern, braucht es dort jetzt viel mehr kirchliche Infrastruktur


Erbil (kath.net/KIN) Die Abwanderung von Christen aus anderen Landesteilen in den Norden des Iraks stellt die Kirche vor große Herausforderungen. Dies berichtet der Erzbischof von Erbil, Bashar Matti Warda (Foto), gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Die bessere Sicherheitslage in der Autonomen Region Kurdistan habe in den vergangenen Jahren bereits 12.000 christliche Familien aus Bagdad, Mossul und anderen irakischen Städten dazu veranlasst, sich in der Erzdiözese Erbil niederzulassen. „In Bagdad und andernorts wissen die Menschen noch immer nicht, ob sie abends wieder nach Hause zurückkehren werden, weil sie Bombenanschlägen, Morden und Entführungen zum Opfer fallen können“, beklagte Erzbischof Warda.


Für die katholische Kirche bedeute dies, dass beispielsweise in Bagdad und Mossul Kirchengemeinden geschlossen werden müssen, weil die Menschen abwandern, während in Erbil Zelte aufgestellt werden müssen, weil die Kirchen zu klein sind.

„Obwohl wir nicht die entsprechende Infrastruktur haben, um einem derartigen Anwachsen der katholischen Gemeinden zu begegnen, kommen die Leute weiterhin“, erzählt der Erzbischof. „Sie sind es von ihren Heimatpfarreien her gewöhnt, jeden Tag an Gebeten, Gottesdiensten oder Katechesen teilzunehmen. Das geben sie nicht auf. Wir müssen daher dringend neue Kirchen bauen und Räumlichkeiten für die Katechese und andere Aktivitäten des kirchlichen Lebens schaffen“.

Die Situation im Irak bezeichnete der Erzbischof als eine Mischung von „historischen, ökonomischen, sozialen, religiösen und politischen Problemen“, wobei die Lage zu komplex sei, um sie vollständig zu erfassen. „Wenn ich heute zu erklären versuche, was geschieht, kann die Wirklichkeit morgen schon ganz anders sein“, sagte er. Der Krieg habe die Gesellschaft gespalten und dazu geführt, dass „unbeendete Konflikte aus der Vergangenheit wieder aufgetaucht sind“. Die Tatsache, dass der Irak von Ländern umgeben sei, die ebenfalls unter vielen Konflikten zu leiden hätten, führe zudem dazu, dass der Irak „oft nicht seine eigenen Kriege führe“.

„Kirche in Not“ unterstützt mehrere Projekte in der Erzdiözese Erbil, so unter anderem den Bau der Kirche Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe“ in Ankawa, einem Stadtteil von Erbil, sowie mehrere katechetische Projekte.
KIRCHE IN NOT ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden.

www.kircheinnot.at

www.kirche-in-not.de

www.kirche-in-not.ch

Foto: © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz