Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  10. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Maria, die Mutter des Friedens
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“

Papst ruft in Kalabrien zum Kampf gegen die Mafia auf

21. Juni 2014 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Mitglieder der kalabrischen Mafia, der Ndrangheta, seien «exkommuniziert», weil sie die «Straße des Guten» verlassen hätten, sagte der Papst in Cassano all'Ionio in einer Messe mit mehr als 200.000 Menschen.


Cassano all'Ionio (kath.net/KNA) Mit einem flammenden Appell zum Kampf gegen die Mafia hat Papst Franziskus am Samstag seinen Besuch im süditalienischen Kalabrien beendet. «Dieses Böse muss bekämpft und entfernt werden; wir müssen ihm Nein sagen», forderte der Papst in Cassano all'Ionio in einem Abschlussgottesdienst vor mehr als 200.000 Menschen.

Die Mitglieder der kalabrischen Mafia, der Ndrangheta, seien «exkommuniziert», weil sie die «Straße des Guten» verlassen hätten, betonte Franziskus bei dem Gottesdienst unter freiem Himmel. Ihre Organisation sei nichts Anderes als die «Anbetung des Bösen und Verachtung des Gemeinwesens». Auch die Kirche müsse noch mehr tun, damit «das Gute die Oberhand behält». Das Kirchenoberhaupt rief die Jugendlichen auf, sich im Namen Jesu gegen «das Böse, Ungerechtigkeiten und Gewalt» zu stellen.


Am Vormittag war Franziskus in einem Gefängnis mit Angehörigen eines drei Jahre alten Jungen zusammengetroffen, der Anfang des Jahres in einem Auto verbrannte und wahrscheinlich Opfer einer Fehde zwischen rivalisierenden Mafia-Clans wurde. Kinder dürften nie wieder Opfer der Ndrangheta werden, sagte der Papst der Mutter und den beiden Großmüttern des Jungen. Die Ndrangheta gilt mittlerweile als die mächtigste Verbrecherorganisation Italiens, die weltweit vor allem im Drogenhandel tätig ist.

Franziskus rief in einer der ärmsten Regionen Italiens zudem zum Einsatz für bedürftige Menschen auf. Kirche und staatliche Behörden müssten mutig «Lebensweisen und Initiativen» fördern, die Arme und Außenseiter mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellten, sagte er in seiner Predigt weiter. Er mahnte «konkrete Solidarität» mit allen an, die Gerechtigkeit, Hoffnung und Zuwendung bräuchten. Zuvor hatte er mit Mittellosen und ehemaligen Drogenabhängigen im Priesterseminar von Cassano all'Ionio ein Mittagessen eingenommen.

Begonnen hatte Franziskus seine eintägige Kalabrien-Reise mit einem Besuch in der Haftanstalt von Castrovillari. Dort forderte er in einer Ansprache vor 200 Strafgefangenen und Wachpersonal größere Anstrengungen zur Resozialisierung von Straftätern. Anschließend besuchte er Patienten eines Hospizes sowie ein Altenheim und traf mit den Priestern der Diözese zusammen.

Der Papst hatte am Donnerstag auf die traditionelle Fronleichnamsprozession in Rom verzichtet, um sich für die Reise zu schonen. Ungeachtet von Temperaturen um die 40 Grad wirkte er bei der Tagesvisite in Kalabrien ausgeruht und frisch. Es war das vierte Mal, dass Franziskus ein Reise in Italien unternahm. Zuvor hatte er bereits die Mittelmeerinseln Lampedusa und Sardinien sowie den Wallfahrtsort Assisi besucht.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Radio Vaticana


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Italien

  1. Cardinal Confusione
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  4. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  5. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  6. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  7. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  8. Kirchen-Abgabe in Italien geht überwiegend in die Seelsorge
  9. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  10. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  3. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  4. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  5. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  6. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  7. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  8. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  9. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  10. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  11. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  12. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  13. … und das Leben der kommenden Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz