
Evangelikaler Papst-Freund stirbt nach Motorradunfall21. Juli 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Tony Palmer war durch eine Videobotschaft von Franziskus an die amerikanischen Pfingstkirchen weithin bekannt geworden
London (kath.net/KAP) Tony Palmer, Bischof einer evangelikalen Gruppe von Anglikanern und Freund von Papst Franziskus, ist am Sonntag in England an den Folgen eines Motorrad-Unfalls gestorben. Der in England geborene Südafrikaner galt in den Pfingstkirchen zuletzt als eine der weltweit prominentesten Figuren für den Dialog mit der katholischen Kirche. Der Kontakt zu Papst Franziskus, den Palmer als einen seiner "geistlichen Väter" beschrieb, kam in dessen Zeit als Erzbischof von Buenos Aires zustande, wo Palmer für die charismatische Erneuerung tätig war. 
Vielbeachtet war eine Videobotschaft des Papstes an ein Treffen amerikanischer Pfingstkirchen gewesen, die Palmer bei einem persönlichen Treffen mit Franziskus im Jänner 2014 im Vatikan mit seinem Smartphone aufgezeichnet hatte. In seiner Einleitung zu dem Video verwies der Geistliche auf die päpstliche Botschaft von Geschwisterlichkeit, Einheit und Liebe. "Brüder und Schwestern, Martin Luthers Protest ist vorbei. Und eurer?", so Palmers Worte. Papst Franziskus hatte in seiner Videobotschaft erklärt, er sehne sich nach einem Ende der Trennung zwischen den christlichen Konfessionen. Die evangelikale Versammlung sprach er als "Brüder" an und rief zu einer "geistigen Umarmung" und zu Gebet füreinander auf.

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