Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Schweizer Referendum gegen Fortpflanzungsmedizingesetz geplant

3. September 2015 in Schweiz, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Überparteiliches Referendumskomitee: «Menschen mit einer Behinderung werden als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet, ihre Eltern könnten dafür zunehmend zur Rechenschaft gezogen werden».


Bern (kath.net/KNA) Ein überparteiliches Komitee in der Schweiz strebt ein Referendum gegen das neue Fortpflanzungsmedizingesetz an. Ziel sei es, eine «flächendeckende willkürliche» Anwendung der sogenannten Präimplantationsdiagnostik (PID), insbesondere des Chromosomen-Screenings, zu verhindern, teilte das Komitee am Dienstag zu Beginn der 100-tägigen Referendumsfrist mit. Nötig sind 50.000 Unterschriften, damit das Referendum zustande kommt.

Im Juni hatten sich die Schweizer für die Zulassung von Embryotests ausgesprochen. Damit sind genetische Untersuchungen an Embryonen erlaubt, die im Reagenzglas erzeugt wurden. Zudem dürfen so viele Embryonen außerhalb des Körpers der Frau entwickelt werden, «als für das Fortpflanzungsverfahren notwendig sind». Der Zwang zur sofortigen Einpflanzung entfällt.


Die Anwendung der PID wird im Schweizer Fortpflanzungsmedizingesetz geregelt, das 2014 vom Parlament verabschiedet wurde. Laut dem Gesetz sollen alle Paare, die eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen, das Verfahren nutzen können - und nicht nur Paare mit einer genetischen Vorbelastung. Unfruchtbare Paare haben neu die Möglichkeit, ihre Embryonen vor der Übertragung in den Mutterleib auf Chromosomenstörungen untersuchen zu lassen.

Das überparteiliche Referendumskomitee aus rund 50 Vertretern verschiedener Parteien befürchtet, dass ein «flächendeckender Chromosomen-Check» mittelfristig zu einer Diskriminierung von Behinderten sowie zu einer «schleichenden Entsolidarisierung» der Gesellschaft führe. «Menschen mit einer Behinderung werden als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet, ihre Eltern könnten dafür zunehmend zur Rechenschaft gezogen werden», heißt es. Leistungsverweigerungen von Sozialversicherungen und Krankenkassen könnten die Folge sein.

Auch die Organisation «Biorespect» ergreift das Referendum. Der Verein, der die Entwicklung auf dem Gebiet der Biotechnik beobachtet, rief am Dienstag dazu auf, «am Prinzip einer solidarischen Gesellschaft festzuhalten, in der auch behinderte und kranke Menschen ihren Platz haben».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Präimplantationsdiag

  1. Schutz vor Missbrauch in eklatanter Weise verletzt
  2. CDL weist Jens-Spahn-Vorschlag zur PID entschieden zurück
  3. "Sind für Jens Spahn Pharmainteressen wichtiger als Lebensschutz?"
  4. Schweiz: Nach Ja zur PID befürchten Bischöfe Designerbabys
  5. 'PID verhindert nicht Leid, sondern eliminiert Leidende'
  6. Lebensrechtler rufen zur Transparenz bei PID auf
  7. Kardinal Meisner zur Bundesratsentscheidung über PID
  8. Bundesländer fordern wesentliche Änderungen an PID-Verordnung
  9. Ethikrat-Chefin warnt vor Selektion von Embryos nach Geschlecht
  10. Christen in der SPÖ strikt gegen PID







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  11. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Streit um Notre-Dame eskaliert: Macron forciert moderne Glasfenster gegen massiven Widerstand

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz