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Vatikan: Katholische Kirche wächst schneller als Weltbevölkerung

5. März 2016 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Zahl der Katholiken zwischen 2005 und 2014 um 14 Prozent von 1,115 Milliarden auf 1,272 Milliarden gewachsen - Weiterhin wirken weltweit rund 415.000 Priester - Starke Zunahme bei Anzahl Ständiger Diakone


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Zahl der Katholiken weltweit steigt schneller als die Weltbevölkerung. Das geht aus den neuesten statistischen Angaben zur Anzahl der Katholiken in aller Welt hervor, die der Vatikan am Samstag veröffentlichte. Zwischen 2005 und 2014 nahm die Zahl der Katholiken demnach um 14,1 Prozent von 1,115 Milliarden auf 1,272 Milliarden zu. Die Weltbevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum um 10,8 Prozent. Der Anteil der Katholiken an der Weltbevölkerung stieg in diesen neun Jahren von 17,3 auf 17,8 Prozent. Das dynamischste Wachstum verzeichnete die katholische Kirche laut Vatikan in Afrika.

Die Zahl der katholischen Priester ist nach den statistischen Angaben zuletzt stabil geblieben. Weltweit gab es 2014 insgesamt 415.792; im Vorjahr waren es 415.348. Deutlich rückläufig ist sie hingegen weiterhin in Europa, wo es 2014 8 Prozent weniger Priester gab als 2005; in Ozeanien gab es Minus in Höhe von 1,7 Prozent.


Das Interesse am Priesteramt ist laut Vatikan seit 2011 in allen Kontinenten außer Afrika rückläufig gewesen. Besonders betroffen war Europa. Dort sank die Zahl der Priesteramtskandidaten zwischen 2005 und 2014 um 17,5 Prozent.

Weiter fortgesetzt hat sich auch der starke Rückgang an Ordensfrauen. Insgesamt gab es nach den Angaben 2014 weltweit 682.729 Ordensfrauen und damit rund 10 Prozent weniger als noch neun Jahre zuvor. Auch die Zahl der nichtgeweihten Ordensmänner - geweihte Ordenspriester werden in der Statistik unter Priestern geführt - nahm ab und lag 2014 bei 54.559.

Besonders hervorgehoben wird in der vatikanischen Mitteilung die starke Zunahme der Ständigen Diakone. Ihre Zahl stieg zwischen 2005 und 2014 um 33,5 Prozent von 33.000 auf 45.000. Diese Entwicklung, die vor allem Europa und Amerika betreffe, sei von "großer Bedeutung", heißt es darin. Die Zunahme lasse sich nicht auf vorübergehende oder zufällige Motive zurückführen. Vielmehr scheine sie "neue und andere Entscheidungen für die Art und Weise der Verbreitung des Glaubens" zum Ausdruck zu bringen.

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