Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende

Visitator: Papst will geordnete Aufnahme der Medjugorje-Pilger

21. Februar 2017 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Hoser: Neuerliche Untersuchung soll "Chancen" erkennen lassen - Gespräche aus "neutraler Position" mit Diözese, Franziskaner und Seelsorgern geplant


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist daran gelegen, dass es im Wallfahrtsort Medjugorje eine "geregelte, pastorale Aufnahme" der Pilger gibt: Das hat der Erzbischof von Warschau-Praga, Henryk Hoser, am Montag im Interview mit "Radio Vatikan" erklärt. Hoser war am 11. Februar vom Papst zum Sondergesandten für die Untersuchung der Seelsorgesituation in dem bosnischen Pilgerziel, das durch Berichte über Marienerscheinungen bekannt ist, ernannt worden. Die Ernennung sei Ausdruck dieser "Sorge des Papstes", sagte er.

Die "Millionen von Pilgern" in Medjugorje seien eine Herausforderung für die Kirche und eine "Aufforderung, die Aufnahme, wenn möglich, zu verbessern", betonte der polnische Erzbischof. Franziskus wolle eine klare und geordnete Lage in Medjugorje, "dass man vor Ort die Situation überblickt und dabei vielleicht auch Chancen erkennt, die sich bieten."


Er selbst sei noch nie in Medjugorje gewesen und verstehe sich als jemand, der in der bestehenden "Uneinigkeit" zwischen dem Wallfahrtsort und der zuständigen Diözese Mostar neutral sei, sagte der Sondergesandte. Letztlich müsse es darum gehen, die seelsorgliche Betreuung "in Absprache und Harmonie mit der kirchlichen Hierarchie vor Ort" zu organisieren. Er werde dafür mit den Diözesanvertretern, mit den Franziskanern und mit den für die Aufnahme und seelsorgliche Betreuung der Pilger verantwortlichen Personen sprechen.

Den Bericht mit Vorschlägen, den er verfassen und dem Papst übergeben werde, werde jenen der Untersuchungskommission über die Echtheit der berichteten Marienerscheinungen ergänzen, so Erzbischof Hoser. "Das kann dann hoffentlich zur endgültigen Lösung beitragen, die die Kirche vorschlagen wird." Wann beide Berichte veröffentlicht werden, stehe noch nicht fest; Hosers Mandat ist bis Sommer begrenzt.

"Nicht ausgeschlossen" ist laut Hoser die "Hypothese", dass der Papst nach den Untersuchungen einen Apostolischen Administrator für Medjugorje ernennt. "Vielleicht wird man die Struktur der Hierarchie vor Ort ergänzen müssen, damit die Initiativen besser abgestimmt und damit wirksamer sein können."

Untersuchung läuft seit 2010

Am 24. Juni 1981 sollen in Medjugorje Marienerscheinungen begonnen haben. Sechs Kinder berichteten damals, die Gottesmutter habe sich ihnen gezeigt, während sie Schafe hüteten. Die Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen Seherinnen und Seher mit großer Häufigkeit weiter an. Sie sind innerhalb der katholischen Kirche jedoch umstritten. Insbesondere die zuständige Diözese hat sich kritisch zu den Vorgängen geäußert, während die für das Heiligtum zuständigen Franziskaner ihnen positiv gegenüberstehen. Die zuständige Bischofskonferenz hatte sich 1991 in Leitlinien zurückhaltend zu dem Phänomen geäußert und offizielle Wallfahrten in den Ort untersagt.

Bereits 2010 hatte Papst Benedikt XVI. eine Kommission unter dem früheren römischen Patriarchalvikar Kardinal Camillo Ruini mit einer Untersuchung beauftragt. Diese hatte ihre Ergebnisse 2014 der Glaubenskongregation vorgelegt. Papst Franziskus zögerte bislang mit einer Entscheidung.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medjugorje

  1. Wussten Sie, dass es bereits mehrere Nachbauten der Medjugorje-Kirche St. Jakobus d.Ä. gibt?
  2. Spanien: Kinostart „Verwundet“ - Zeigt, wie Gottes Barmherzigkeit die Wunden der Abtreibung heilt
  3. Wiener Medjugorje-Friedensgebet: "Friede beginnt im Kleinen"
  4. Apostolischer Visitator: Medjugorje kein Ort für religiösen Tourismus
  5. "Medjugorje - Das ist die wahre Erneuerung der Kirche"
  6. Ortsbischof: Medjugorje bleibt Pfarre der Diözese Mostar
  7. Vatikan-Entscheid über Medjugorje: Das Nihil obstat des Papstes
  8. 'Die Königin des Friedens'
  9. Papst an "Mladifest": Junge Christen sollen "furchtlose Apostel" sein
  10. Päpstlicher Visitator: Medjugorje hält sich an neue Vatikan-Vorgaben






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Neue Verhöre im Fall Emanuela Orlandi
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz