Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Ein Moment zum Schämen
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Ein Akt der Demut?
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

Verwirrung um ‚Amoris laetitia’ ist ‚beispiellos’ und ‚apokalyptisch’

12. Mai 2017 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine Korrektur des päpstlichen Dokuments sei wahrscheinlich. Sie könnte vom Nachfolger von Papst Franziskus oder von den Kardinälen kommen. Christen hätten auch die Pflicht, auf Fehler hinzuweisen, sagt der Theologe Claudio Pierantoni.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die Verwirrung um das nachapostolische Schreiben „Amoris laetitia“ sei „beispiellos“ und „apokalyptisch“. Mit diesen drastischen Worten beschreibt Claudio Pierantoni, Professor für Patristik und mittelalterliche Philosophie an der Universität Chile, die gegenwärtige Lage in der Kirche.

Niemals zuvor habe ein päpstliches Dokument lehrmäßige Unklarheiten enthalten. Papst Franziskus habe zwar keine eindeutig häretischen Aussagen gemacht, Worte und Handlungen von ihm „gehen in diese Richtung“, kritisiert Pierantoni im Interview mit Edward Pentin vom National Catholic Register.


Die Botschaft von „Amoris laetitia“ sei implizit, aber sehr klar und stehe im Widerspruch zu wichtigen Glaubenssätzen. Das Schreiben vermittle seine Aussagen deutlich, aber indirekt. Es sei nicht möglich, es im Einklang mit der überlieferten Lehre der Kirche zu interpretieren, ist Pierantoni überzeugt.

Deshalb sei es ungerecht, wenn man Bischöfen eine falsche Interpretation des päpstlichen Schreibens vorwerfe, die in ihren Richtlinien zivilrechtlich geschiedenen und wiederverheirateten Personen unter bestimmten Voraussetzungen den Empfang der Kommunion erlauben würden. Diese Bischöfe hätten den wahren Sinn des Dokumentes verstanden. Die Tatsache, dass der Papst selbst diese Richtlinien gutgeheißen habe, bestätige seine Auffassung, sagt Pierantoni.

Er bezieht sich auf die Zustimmung von Papst Franziskus zu den Richtlinien, welche die Bischöfe von Argentinien zur „Amoris laetitia“ veröffentlicht haben.

Eine Korrektur des päpstlichen Schreibens sei wahrscheinlich, fährt Pierantoni fort. Christen seien nicht nur verpflichtet, die Wahrheit zu sagen, sondern auch auf Fehler hinzuweisen. Sonst würden sie ihre Aufgabe nur zur Hälfte erfüllen. Eine mögliche Berichtigung könnte vom Nachfolger von Papst Franziskus oder von den Kardinälen erfolgen, erwartet er.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  5. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  8. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  9. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  10. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  11. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  12. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  13. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  14. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  15. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz