Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Voll in die Falle getappt
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  15. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!

Das Heil ist umsonst und für alle

7. November 2017 in Aktuelles, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: der Herr bewahre uns davor, die Fähigkeit zu verlieren, uns geliebt zu fühlen, denn dann ist alles verloren. Gott will nicht, dass sein Geschenk erwidert wird. Das Heil kann man nicht kaufen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei“: in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der 31. Woche im Jahreskreis ging Papst Franziskus vom Tagesevangelium aus (Lk 14, 15-24). Mit einem Gleichnis antworte Jesus auf die Aussage eines Teilnehmers an einem Mahl: „Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf“. Der Herr rate dem, der jemanden zu sich einladen müsse, nicht den zu wählen, der sich dafür revanchieren könne.

„Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein“, so Jesus im Gleichnis. Die ersten der Eingeladenen hätten nicht kommen wollen, da sie kein Interesse daran gehabt hätten, Sie seien ganz von den eigenen Interessen eingenommen gewesen: „Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der Erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen“ (V. 18-20).

Im Grunde, so der Papst, hätten sich diese Menschen gefragt, was sie gewinnen könnten. Sie seien „beschäftigt gewesen, wie jener Mann, der Scheunen baute, um seine Güter anzuhäufen, doch in jener Nacht starb“. Sie seien bis zu dem Punkt an ihren Interessen gehangen, dass sie das zu einer „Knechtschaft des Geistes“ geführt habe, das heißt: sie seien unfähig gewesen, die Unentgeltlichkeit der Einladung zu begreifen. Gerade vor dieser Haltung warnte Franziskus:


„Und wenn man die Unentgeltlichkeit der Einladung Gottes nicht versteht, dann versteht man nichts. Die Initiative Gottes ist immer unentgeltlich. Doch um zu diesem Festmahl zu gehen, was muss man da zahlen? Nun, die Eintrittskarte ist: krank zu sein, arm zu sein, Sünder zu sein... Die da lassen dich eintreten, das ist die Eintrittskarte: sowohl im Leib als auch in der Seele bedürftig zu sein. Doch bedürftig nach Fürsorge, nach Heilung, der Liebe bedürfen...“.

So gebe es zwei Haltungen: einerseits die Haltung Gottes, der nichts bezahlen lasse und dann zum Diener sage: „Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei“ (V. 21). Es handle sich um eine Unentgeltlichkeit, „die keine Grenzen kennt“, Gott „empfängt alle“.

Auf der anderen Seite sei dann die Handlungsweise der zuerst Eingeladenen gegeben, die die Unentgeltlichkeit nicht verstünden, wie der ältere Bruder im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der nicht zum Festmahl gehen wolle, das der Vater für seinen Bruder gerichtet habe. Er verstehe nicht:

„‚Doch dieser hat sein ganzes Geld ausgegeben, er hat das Erbe vergeudet, mit Lastern, mit Sünden, und du richtest ihm ein Fest? Und ich, der ich ein Katholik bin, ein praktizierender Katholik, der ich jeden Sonntag zur Messe gehe, die Dinge verrichte – für mich nichts?’. Dieser versteht die Unentgeltlichkeit des Heils nicht, er denkt, dass das Heil die Frucht des ‚Ich zahle und du rettest mich’ ist. Ich zahle mit dem und mit dem und mit dem... Nein, das Heil ist umsonst! Und wenn du nicht in diese Dynamik eintrittst, verstehst du nichts. Das Heil ist ein Geschenk Gottes, auf das man mit einem anderen Geschenk antwortet, mit dem Geschenk meines Herzens“.

Der Papst ging weiter auf jene ein, die nur an ihre Interessen dächten. Wenn diese die Rede von „Geschenken“ hörten, wüssten sie, dass diese zu machen seien, doch sofort dächten sie an eine „Erwiderung“: „Ich werde das Geschenk machen“, und dann „wird er mir bei einer anderen Gelegenheit etwas anderes schenken“.

Der Herr dagegen „fordert keine Erwiderung, sondern wolle „nur Liebe, Treue, wie er Liebe ist, wie er treu ist“. Das Heil „kann man nicht kaufen, man geht einfach zum Festmahl“. „Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf“: das sei das Heil.

Jene aber, die nicht bereit sind, am Festmahl teilzunehmen, „fühlen sich sicher“, „auf ihre Weise jenseits des Festmahls gerettet“. Sie hätten den Sinn für die Unentgeltlichkeit verloren, „den Sinn für die Liebe“. Sie „haben etwas Größeres und Schöneres verloren, und das ist sehr hässlich: sie haben die Fähigkeit verloren, sich geliebt zu fühlen“:

„Und wenn du die Fähigkeit verlierst – ich sage nicht: die Fähigkeit, zu lieben, denn diese kann man wiedererlangen – wenn du die Fähigkeit verlierst, dich geliebt zu fühlen, dann ist da keine Hoffnung, dann hast du alles verloren. Das lässt uns an die Inschrift auf dem Tor zur Hölle Dantes denken: ‚Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren’, du hast alles verloren. Wir müssen vor diesem Herrn denken: ‚Denn ich sage euch: ich will, dass mein Haus voll wird“. Vor diesem Herrn, der so groß ist, der so sehr liebt, der in seiner Unentgeltlichkeit will, dass das Haus voll wird. Wir wollen den Herrn bitten, dass er uns davor bewahrt, die Fähigkeit zu verlieren, uns geliebt zu fühlen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  7. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Voll in die Falle getappt
  10. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz