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| ![]() Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an6. Februar 2018 in Deutschland, 14 Lesermeinungen Hamburger Erzbischof Heße in Hirtenwort: Die wirtschaftliche Lage unseres Erzbistums ist sehr schwierig. Zur Abwendung größerer Schäden sind weitreichende Entscheidungen notwendig. So mussten wir bereits die Aufgabe einiger Schulen beschließen. Hamburg (kath.net/peh) kath.net dokumentiert das Hirtenwort Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße zur Veröffentlichung des Pastoralen Orientierungsrahmens (Evangelium vom 5. Sonntag im Jahreskreis B: Mk 1,2939) in voller Länge: Liebe Schwestern und Brüder im Erzbistum Hamburg, Liebe Schwestern und Brüder, ich beobachte hier wie auch an anderen Stellen im Evangelium einen Dreiklang bei Jesus: Er heilt er betet er bricht auf. Jesus verkündet die frohe Botschaft und lässt dies die Menschen auch spüren; dann ist er immer wieder der stille Beter. Dafür nimmt er sich offenbar ausgiebig Zeit. Er geht in die Einsamkeit und stellt sich in Gottes Gegenwart. Aber er bleibt nicht lange an ein und demselben Ort, sondern bricht wieder auf und ist unterwegs in andere Dörfer und Städte. Das ist seine Mission, auf Deutsch, seine Sendung. Auf diese Mission nimmt Jesus seine Jünger mit. Dieser Einladung zur Nachfolge verdanken wir unseren Glauben. In diesen Tagen feiern wir das Fest des Heiligen Ansgar, unseres Bistumsgründers. Er hat sich im neunten Jahrhundert von Frankreich kommend in den Norden aufgemacht, um das Evangelium zu verkünden. Im Laufe der Kirchengeschichte haben es ihm viele gleichgetan. Heute ist der Aufbruch, sind das Loslassen und Losgehen unser Auftrag. Das muss nicht gleich eine Weite Reise bedeuten. Das beginnt in unserem Alltag, in Gemeinde, Familie, Freundschaft, Beruf. Liebe Schwestern und Brüder, Ich habe mich bewusst für das Wort Rahmen entschieden. Der Text ist kein Generalplan für alles und jeden im Erzbistum. Im Gegenteil: Jede und jeder hat eine individuelle Berufung. Ich bin dankbar für diese große Vielfalt. Der Rahmen sagt darum, wie wir unseren Aufbruch weiter gestalten wollen, nämlich gott- und menschennah, aufsuchend, vernetzend, weltkirchlich und solidarisch. Der Dreiklang von Heilung, Besinnung und Aufbruch, von dem das heutige Evangelium berichtet, prägt auch unseren Orientierungsrahmen. Mit Jesus wollen wir den Menschen nahe sein. Wir wollen uns nicht in unseren Gebäuden verstecken, sondern rausgehen zu den Menschen am Rand, mit ihnen leben und von ihnen lernen. Wie Jesus wollen wir uns immer wieder Zeiten nehmen, in denen wir uns für Gott öffnen und unserer Berufung nachspüren. Mit Jesus wollen wir aufbrechen, uns mit anderen vernetzen und solidarisch in der Einen Welt am Wachsen des Reiches Gottes mitwirken. Herr, erneuere Deine Kirche und fange bei mir an. Liebe Schwestern und Brüder, viele Gläubige aus unseren Diözesangremien, aus unseren Pastoralen Räumen, aus den Verbänden und Einrichtungen haben am Pastoralen Orientierungsrahmen mitgearbeitet. Ich möchte allen dafür ganz herzlich danken! Die Arbeit an diesem Rahmen hat zu zahlreichen Begegnungen und Glaubensgesprächen geführt und damit schon den Geist der Erneuerung geatmet. Ich lade Sie ein, unseren Pastoralen Orientierungsrahmen zu lesen, zu diskutieren und zu leben: in Ihren Gemeinden und den Orten kirchlichen Lebens, in Ihren Verbänden, der Caritas, unseren Schulen und Kitas, ja, in möglichst vielen Kreisen unseres weiten Erzbistums. Er ist die Grundlage für unseren Aufbruch und damit auch für die wirtschaftliche Ausrichtung in den nächsten Jahren. Wir haben eine Sendung, gehen wir weiter! Dazu segne uns alle der allmächtige und barmherzige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Hamburg, am Fest des hl. Ansgar, dem 3. Februar 2018 Pressefoto: Hamburger Erzbischof Stefan Heße Foto oben: Erzbischof Heße (c) Erzbistum Hamburg Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuErzbistum Hamburg
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