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| "Wie kommen Menschen eigentlich zum Glauben an Jesus Christus?"21. Februar 2018 in Spirituelles, 1 Lesermeinung Bischof Algermissen predigt zur Feier der Zulassung der Taufe - "Sie teilen sein Leben, gehen seine Wege mit, hören sein Wort und sehen seine Taten. Sie tasten sich Schritt für Schritt tiefer hinein in sein Geheimnis." Fulda (kath.net/pbf) kath.net dokumentiert die Ansprache von Bischof Heinz Josef Algermissen Liebe Taufbewerberinnen und Taufbewerber, Zwei Männer versuchen sehnsüchtig, mit Jesus Kontakt aufzunehmen. Sie gehen hinter ihm her. Und wissen nicht recht, wie sie es anstellen sollen. Jesus hilft ihnen. Er bleibt stehen, lässt sie herankommen und fragt sie: Was wollt ihr? Ihre Antwort klingt seltsam: Meister, wo wohnst du? Was hätte Jesus antworten sollen? Er hätte sagen können: Das Haus meines Vaters sind die Wohnungen Gottes. Ich bin vom Himmel auf die Erde gekommen. Ich bin der Sohn Gottes und zugleich euer Bruder. Das hätte er sagen können. Aber nichts davon hätten sie verstanden. Darum macht Jesus es anders. Er sagt zu ihnen: Kommt und seht! Das tun sie. Sie gehen mit ihm und bleiben an jenem Tag bei ihm. Diesen Tag haben sie nicht mehr vergessen. Sogar im Alter wissen sie noch: Es war um die zehnte Stunde, also nachmittags um vier Uhr. Bald nach jener ersten Begegnung kommen sie mit anderen wieder zu Jesus und bleiben nun bei ihm. Sie teilen sein Leben, gehen seine Wege mit, hören sein Wort und sehen seine Taten. Sie tasten sich Schritt für Schritt tiefer hinein in sein Geheimnis. Sie verstehen langsam immer mehr von ihm und von dem Reich Gottes, von dem er sagt, dass es nahe ist. Sie fangen an, seine Liebe zu erahnen und ihr Herz davon verändern zu lassen. Später, als sie schon längst bei Jesus sind, als er in Kapharnaum von dem Brot des Lebens spricht, das er selber ist, und als viele darüber bestürzt sind und sich zurückziehen, da bekennt Simon Petrus im Namen der Zwölf: Du allein hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes! (Joh 6, 68 f). Das bedeutet: Petrus und die anderen Apostel haben auch längst noch nicht alles verstanden und verarbeitet, was Jesus sagt und tut. Aber so viel wissen sie sicher: Wir wollen dich und deine Liebe niemals mehr loslassen! Du bist der eigentliche Schatz unseres Lebens geworden, unser Halt, unsere Stütze. Die Taufbewerberinnen und Taufbewerber sollen lernen, Jesu Nähe zu suchen, seine Worte zu hören, seine Wege mitzugehen und ihr Leben davon verändern zu lassen ─ bis zum Bekenntnis: Herr, wohin sollen wir denn sonst gehen, du allein hast Worte des ewigen Lebens. Ich wünsche unseren Taufbewerberinnen und Taufbewerbern einen solchen gesegneten Weg und ihren Begleiterinnen und Begleitern in den Gemeinden die Freude gemeinsamer Christusentdeckungen. Liebe Schwestern und Brüder, die sich auf das Sakrament der Taufe vorbereiten! Sie werden gleich durch meine Handauflegung die segnende Zuwendung unserer Kirche erfahren. So werden Sie auf den Weg der 40 Tage geschickt, um am Ende einzutauchen in das österliche Licht und damit bei Jesus Christus zuhause zu sein. Sie beginnen einen Weg, der das ganze Leben fortdauert. Er nimmt seinen Anfang mit der Taufe, durch die wir Gott Vater nennen dürfen, und endet mit dem Übergang durch den Tod hindurch in das Reich des Lichtes, der Liebe und des Friedens, im ewigen Osterfest. Sie sind ein Segen für unsere Kirche. Gott segne Sie auf Ihrem Weg. Amen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! Lesermeinungen
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