Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. R.I.P. Dolly Parton

Organisation Amerikanischer Staaten verurteilt Ortega wegen Repression

23. Juli 2018 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gruppen praktizieren „Terrorstrategie“ – Bevölkerung lässt sich aber nicht einschüchtern und filmt insgeheim mit dem Handy jeden Angriff und jede Gewalttat des Paramilitärs


Managua (kath.net/Agenzia Fides) Am selben Tag, an dem vor 39 Jahren (1979) das Volk von Nicaragua den Sieg des Volkes gegen Diktator Somoza verkündete, verabschiedete der Ständige Rat der OSA die Resolution über die Verwerfung des Regimes von Daniel Ortega wegen Repression, mit 21 Ja-Stimmen, 3 Gegenstimmen und 7 Enthaltungen. Die Resolution verurteilt die Regierung von Ortega und Murillo wegen Menschenrechtsverletzungen, fordert die Ausrufung von vorgezogenen Neuwahlen bis zum Frühjahr, die Auflösung der paramilitärischen Gruppen sowie Garantie der Menschenrechte und Genehmigung einer internationalen Kommission.

Im Land steht derweil die Gewalt – die Zusammenstöße und Protestaktionen, die vor drei Monaten begonnen hatten, (genau am 18. April) – nicht still. Polizei und paramilitärische Einheiten haben zusammen mit den „turbas“ (von Ortega bezahlte Zivilisten) die Kontrolle über das Zentrum des 30 km von der Hauptstadt entfernten Ortes Masaya gewonnen, der eines der Symbole der Ortega-Gegner geworden ist. Die Zusammenstöße dauerten mehr als 7 Stunden an und waren vor allem auf die Gegend konzentriert, in der die Indigenen-Gemeinde von Monimbo lebt. In diesem Viertel, wo mutiger Widerstand geleistet wurde, gab es 3 Tote. Das Militär ging von Haus zu Haus und terrorisierte die Bevölkerung.


Fides hat Zeugnisberichte von Missionaren erhalten, die über die schreckliche Gewalt des Militärs gegenüber der Bevölkerung berichten sowie über die Methode einige Viertel zu „isolieren“, wohin auch die internationale Presse für ihre Berichterstattung über die Geschehnisse nicht hin gelangte. Diese Gruppen praktizieren eine „Terrorstrategie“, um so die Bevölkerung zu unterjochen. Die Bevölkerung lässt sich aber nicht einschüchtern. Jeder Bürger ist ein Reporter geworden: von ihren Fenstern aus oder hinter einer Tür verborgen gelingt es ihnen, mit dem Handy jeden Angriff, jede Gewalttat des Paramilitärs zu filmen, um so die Menschenrechtsgesellschaft von Nicaragua und andere Institutionen für die Bürgerverteidigung zu informieren. Der Apostolische Nuntius in Nicaragua, Erzbischof Waldemar Stanisław Sommertag, hatte die Medienvertreter einberufen, um ihnen seine tiefe Sorge über den „tragischen Moment“ Nicaraguas mitzuteilen. „Mit all meiner menschlichen und geistlichen Kraft appelliere ich an das Gewissen aller, damit ein Waffenstillstand und eine baldige Rückkehr an die Verhandlungstische für einen landesweiten Dialog erreicht werden kann, um gemeinsam eine angemessene Lösung der Krise zu finden“. Mons. Sommertag hatte sich persönlich in die Kirche der Göttlichen Barmherzigkeit begeben, um die Situation nach der Belagerung in Augenschein zu nehmen.

Unter den von den sozialen Netzwerken direkt von den Hauptpersonen und den Gewaltopfern verbreiteten Nachrichten, die auch zu Fides gelangten, ist die Aussage von Pater Augusto Gutiérrez, hervorzuheben; er ist Pfarrer in der Indigenen-Gemeinde von Monimbo: „Die Angriffe mit schweren Geschützen dauerten vier Stunden. Die Kirche wurde völlig zerstört. Was die Regierung tut, ist sehr ungerecht. Es ist Völkermord. Es gibt keinen anderen Namen dafür“. Sein Aufschrei: „In diesem Viertel leben einfache Leute, alle sind Eingeborene und Arbeiter. Die Regierung ist dabei uns umzubringen“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nicaragua

  1. Nicaragua: Das Ortega-Regime verbietet Priester- und Diakonenweihen in vier Bistümern
  2. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  3. Keine Einladung? Oder eher Schwierigkeiten mit Reiseerlaubnissen vom Staat?
  4. Nicaragua: Priester müssen ihre Predigten von der Polizei kontrollieren lassen
  5. Nicaragua: Rektor des Priesterseminars in Haft
  6. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria
  7. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen
  8. Nicaragua: Regierungskritischer Bischof von Polizei festgenommen
  9. Brandanschlag in Kathedrale: Vatikan fordert von Nicaragua Klärung
  10. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  9. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  12. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  13. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe
  14. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  15. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz