Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale

14. September 2018 in Weltkirche, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krise sei ‚wahrhaft diabolischer Natur’, sagte Bischof Thomas Daly zu den Missbrauchsskandalen. Gott habe die Kirche in großen Krisen immer wieder durch Heilige reformiert, erinnerte er.


Spokane (kath.net/LSN/jg)
Nicht „Klerikalismus“, sondern unmoralische Handlungen seien der Grund für die Skandale, welche die katholische Kirche erschüttern würden, sagte Thomas Daly, der Bischof von Spokane (US-Bundesstaat Washington).

„Wir haben alle von den widerlichen Details des Berichts der Grand Jury von Pennsylvania gehört oder gelesen“, sagte Daly in einer Videobotschaft, die noch vor dem Memorandum von Erzbischof Viganò veröffentlicht worden ist. Auch das Fehlverhalten von Erzbischof McCarrick, sein Doppelleben, das skandalöse und unmoralische Verhalten in mehreren Diözesen der USA sei mittlerweile allgemein bekannt, fuhr er fort.


Die Kirche habe darauf nicht entsprechend reagiert, bedauerte Daly. Bestimmte Bischöfe seien sogar dafür verantwortlich, dass klerikale Missbrauchstäter in der Kirche ihr Unwesen treiben konnten. Es sei schwer vorstellbar, dass Männer, die ein heiliges Leben führen und Hirten für die Gläubigen sein sollten, so tief sinken können. Dennoch sei es geschehen. Er rief dazu auf, die verborgenen Sünden sichtbar zu machen, die Kirche von Missbrauch und Degeneration zu reinigen.

„Diese Krise hat eine wahrhaft diabolische Natur“, sagte Daly wörtlich. Gebet und Fasten seien die Grundlage für eine echte Reform.

Hoffnung findet der Bischof im Vertrauen auf Gott. Dieser habe in der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche immer wieder in Zeiten großer Sünde Männer und Frauen gesandt, die als große Heilige die Kirche reformiert hätten. Wenn die bischöfliche Hierarchie und der Klerus korrumpiert gewesen seien, hätten oft heilige Laien und Familien der Kirche den Weg zurück zur Heiligkeit gewiesen. Dies sei auch heute der Fall, „Wir brauchen die Laien, die uns auf diesem Weg unterstützen“, sagte er wörtlich.

Nach der Veröffentlichung des Memorandums von Erzbischof Viganò ergänzte Bischof Daly seine Videobotschaft mit einer schriftlichen Stellungnahme. Darin schloss er sich der Forderung von Daniel Kardinal DiNardo, dem Präsidenten der US-Bischofskonferenz, an, der eine Aufklärung der Vorwürfe des ehemaligen Nuntius verlangt hatte.

© Foto: Diözese Spokane


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz