Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  6. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

„Heiliger Vater, brechen Sie Ihr Schweigen!“

28. September 2018 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Prominenter McCarrick-Mitarbeiter und "Franziskus-Fan" fordert Papst auf, sein Wissen über den US-Kardinal mitzuteilen – Franziskus verstehe zu langsam, welche moralischen und spirituellen Konsequenzen der Missbrauch mit sich bringe


Washington DC. (kath.net)
In den USA gibt es nach wie vor anhaltenden Druck auf Papst Franziskus, sein Schweigen zum Wissen über den US-Skandal wegen Kardinal Theodore McCarrick zu brechen. Jetzt hat sich mit John Carr ein enger ehemaliger Mitarbeiter des US-Kardinals zu Wort gemeldet. Er forderte Franziskus auf, sein Schweigen zu brechen. Dies berichtet "Crux". Carr, der mehr als zwei Jahrzehnte für die US-Bischofskonferenz tätig war, teilte bei einem Vortrag an der Georgetown Universität mit, dass er in der High School von einem Priester missbraucht wurde. "Die Lektion hier ist, dass das Schweigen die Dinge schlimmer macht und das ist keine Option für irgendjemanden von uns." Carr, der sich nach wie vor als Anhänger von Papst Franziskus versteht, setzt sich seit geraumer Zeit für Missbrauchsopfer ein und kritisiert in dem Zusammenhang, dass bei kircheninternen Diskussionen und Entscheidungen, wie man damit umgehen soll, noch immer kaum Eltern dabei sein dürfen. "Es sind nicht genügend Eltern im Raum, wenn diese Entscheidungen getroffen werden."


"Viele Priester schauen auf das mit den Augen eines Mitbruders." Aus der Sicht eines Vaters sei Missbrauch – abgesehen vom Tod des Kindes – das Schlimmste, was einem Kind passieren könne. "Es untergräbt Vertrauen und Glaube, das Priestertum und die Eucharistie, Sexualität und Familie. Es müssen mehr Eltern in den Räumen sein."

Carr erzählte bei dem Vortrag auch von einer heftigen Diskussion mit Kardinal Bernard Law von Boston, der 2002 nach Vertuschungsskandalen zurücktreten musste. Law sagte damals gegenüber Carr "Niemand hat so wie Du mit mir gesprochen". Diese Erfahrung habe ihm gezeigt, dass viele Bischöfe isoliert seien und von Menschen umgeben seien, die ihr Urteil verstärken. "Diese Isolation, der institutionelle Schutz und der Mangel von Verbindungen mit der Angst der Opfer und ihrer Familien haben oft zu einem Mangel an Empathie und Dringlichkeit geführt", erzählt Carr.

Er berichtete auch, dass er McCarrick einmal mit den Vorwürfen konfrontiert habe. McCarrick habe ihn allerdings direkt ins Gesicht gelogen und behauptet, dass nichts davon stimme. "Diese Behauptungen von meinen Feinden wurden immer wieder von Medien untersucht", habe ihm der Kardinal damals weisgemacht.

Carr schätze Papst Franziskus, aber er sei "zu langsam beim Verstehen und beim Handeln", welche moralischen und spirituellen Konsequenzen der Missbrauch mit sich bringe. "Das Volk Gottes verdient eine Führung, die zuhört, antwortet und schnell entscheidet."

Papst Franziskus beim feierlichen Einzug



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  9. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  13. Irrtümer über den Jakobsweg
  14. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  15. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz