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Kardinal Woelki richtet Missbrauchs-Betroffenenbeirat ein16. November 2018 in Deutschland, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kölner Erzbischof: Es geht um einen echten Wechsel in unserer Haltung und um eine Begegnung mit den Betroffenen auf Augenhöhe.
Köln. Als eines der ersten Bistümer in Deutschland richtet das Erzbistum Köln einen Beirat für Betroffene von sexualisierter Gewalt ein. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hatte diese Maßnahme schon im September bei Bekanntwerden der deutschlandweiten Studie zu sexuellem Missbrauch angekündigt: Es geht um einen echten Wechsel in unserer Haltung und um eine Begegnung mit den Betroffenen auf Augenhöhe. Mit dem Betroffenenbeirat verändern wir deshalb unsere Perspektive und geben den Betroffenen eine feste Stimme. Wir wollen mit ihnen über ihre schlimmen Erlebnisse sprechen und ihr Leid anhören, auch wenn wir es nicht ungeschehen machen können. Gemeinsam wollen wir auch aus diesen Gesprächen Erkenntnisse gewinnen, die in die Arbeit unserer Präventions- und Interventionsstellen einfließen sollen, um deren wichtige Arbeit noch weiter zu entwickeln. Woelki hat sich und wird sich auch weiterhin mit Betroffenen treffen und begrüßt, dass diese bereits bei der Konzeption des Beirats mitgewirkt haben. 
Der Beirat begleitet als Expertengremium die Arbeit des Erzbistums Köln im Themenfeld sexualisierter Gewalt aus der Sicht der Betroffenen. Das Gremium wird Positionen und Vorschläge im Hinblick auf geplante neue Maßnahmen im Bereich der Intervention und Prävention erarbeiten und bereits geltende Regelungen zum Umgang mit Fragen der sexualisierten Gewalt mit evaluieren. Der Beirat soll aus 12 Mitgliedern unterschiedlicher Altersgruppen bestehen, die selbst in verschiedener Weise von Missbrauch betroffen waren so Oliver Vogt, Interventionsbeauftrager des Erzbistums. Für die Mitwirkung im Betroffenenbeirat werben wir und laden ein sich vertrauensvoll bei uns zu melden. Der externe Beraterstab des Erzbischofs wird aus den Rückmeldungen eine Vorschlagsliste erarbeiten, um den Beirat möglichst paritätisch zu besetzten. Erklärung zur Einrichtung des Betroffenenbeirats von Patrik Bauer, Betroffener von sexuellen Missbrauch: Ich bin froh, dass ich an der Konzeption des Betroffenenbeirats mitwirken konnte. Endlich wird institutionell festgeschrieben, dass nicht mehr über uns als Betroffene von sexualisierter Gewalt gesprochen wird, sondern mit uns. Damit werden wir zu Handelnden, zu Subjekten und werden nicht mehr objektiviert und relativiert. Wir können den Betroffenen, die durch die Erfahrung von sexualisierter Gewalt sprachlos geworden sind, eine Stimme geben. Die Bedürfnisse, Klagen, Wünsche und Hoffnungen der Betroffenen dringen durch den Betroffenenbeirat direkt in die Ohren der Bistumsleitung und dort sollen sie auch klingeln. Ich habe die Hoffnung, dass es dem Betroffenenbeirat gelingt, das Thema sexualisierte Gewalt im Horizont kirchlicher Öffentlichkeit zu halten und die Präventionsarbeit innerhalb des Erzbistums zu unterstützen, zu stärken und stetig zu verbessern. Der Beirat soll dazu beitragen, die Geschichte von Missbrauch und sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln offen zu legen und letztlich Stachel im Fleisch derjenigen zu sein, die immer noch vertuschen und verdrängen wollen.
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Lesermeinungen | winthir 16. November 2018 | |  | der Betroffenenbeirat begleitet
evaluiert
erarbeitet Vorschläge
wir (Pluralis majestatis?) geben den Betroffenen eine Stimme.
nuja.
same procedure as last year?
same procedure as every vear, Miss Sophie. |  1
| | | Magdalena77 16. November 2018 | |  | @Witzbold Ich kann Sie verstehen. Habe zuerst ähnliches gelesen. Betroffenheit zeigen scheint ja zurzeit das höchste Gebot der Stunde in der Kirche zu sein. Mitgefühl, Zuhören, Begleiten, etc, etc. Leider kommt dabei immer noch zu kurz: PERSÖNLICHE Konsequenzen ziehen. Und, wie S. Fleischer unten richtig sagte: Grundlagen dafür legen, dass die Kirche irgendwann mal wieder nicht mehr nur defensiv reagieren muss, weil ihr das Wasser bis zum Hals steht, dass sie nicht nur weiter und weiter den Untergang verwaltet, sondern endlich wieder ihre wahre Identität aufscheinen lässt. |  4
| | | 16. November 2018 | | | Bei der Überschrift hab ich tatsächlich... ...beim flüchtigen Überfliegen zuerst gelesen: Kardinal Woelki richtet Missbrauchs-Betroffenen-heits-beirat ein.
Ich weiß, dass Thema ist überhaupt nicht lustig - und ich bitte die evtl. Geschmacklosigkeit zu verzeihen.
Ich musste trotzdem oder gerade deshalb mal ausnahmsweise wieder schmunzeln, weil sich in diesen Tagen die traurig+ernsten Hiobsbotschaften häufen. |  6
| | | rosenkranzbeter 16. November 2018 | | | Das hebt sich wohltuend ab Dieses Zeichen des Erzbistums Köln wird Balsam sein für die verletzte Seele vieler Missbrauchsopfer. Dieses Signal hebt sich in der Weltkirche wohltuend ab von anderen Reaktionen auf den Missbrauch. "Damit werden wir zu Handelnden, zu Subjekten und werden nicht mehr objektiviert und relativiert." (siehe oben) Ein Anfang ist gemacht. Dank sei Kardinal Wölki, der auch hier als mutiger Hirte sein Erzbistum leitet! |  6
| | | Stefan Fleischer 16. November 2018 | |  | "Es ist etwas geschehen! Es muss etwas geschehen!" Das war das (ungeschriebene) Gesetz des Sicherheitsdienstes unserer Bank. Dann gab es Workshops etc, und daraus neue Gremien und Vorschiften. Aber um die wahren Ursachen der Fehler machte man einen weiten Bogen.
Ich will hier niemanden persönlich betupfen. Das Problem besteht generell in unserer Kirche. Was tun wir gegen den Glaubensschwund, gegen den Verlust Sünden- und Schuldbewusstsein und damit verbunden gegen den Zerfall Disziplin, etc.?
Glaubwürdig wird unsere Kirche erst wieder, wenn sie wieder den Glauben verkündet, den ganzen, ungeschönten Glauben. Wenn die Menschen merken, dass wir überzeugt sind von dem, was wir verkünden, und sehen, dass wir uns ehrlich bemühen, dann werden sie uns auch unser Versagen verstehen und verzeihen. |  11
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