Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  11. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  14. UNO: Vatikan fordert weltweites Aus für Leihmutterschaft
  15. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland

Diskriminierung von Christen und Hassverbrechen nehmen europaweit zu

22. November 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians (OIDAC): Jahresbericht für 2019 dokumentiert 325 Fälle physischer Gewalt und rechtlicher Einschränkungen er Religionsfreiheit in 14 europäischen Staaten.


Wien (kath.net/OIDAC) Diskriminierung von Christen und Hassverbrechen nehmen europaweit zu. Der Jahresbericht des OIDAC (Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians) für 2019 dokumentiert 325 Fälle physischer Gewalt und rechtlicher Einschränkungen der Religionsfreiheit in 14 europäischen Staaten. (Wien, 18. November 2019)

Anlässlich des International Day for Tolerance hat das Observatory heute in Wien seinen Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Darin werden alleine für 2018 325 Fälle von Vandalismus gegen Kirchen bzw. konkrete Diskriminierung gegen Christen dokumentiert. Die Tendenz ist steigend.

Zur Präsentation des 60seitigen Berichts sagte die Leiterin der Beobachtungsstelle, Ellen Fantini: „Die hier beschriebenen Vorfälle illustrieren die Reichweite und Charakteristik von Feindseligkeiten, die Christen im alltäglichen Leben erfahren: Von Problemen mit der Religions-, Rede- und Gewissensfreiheit oder Elternrechten – wir verwenden dafür das Wort „squeeze“ – bishin zu zunehmender physischer Gewalt, z.B. Vandalismus in Kirchen – dafür verwenden wir das Wort „smash“. Und wie in den vergangenen Jahren sehen wir, dass christliche Asylwerber in Europa speziellen Hürden ausgesetzt sind.“
Rund um den Brand in Notre-Dame haben in diesem Jahr Berichte über einen zunehmenden Vandalismus in französischen Kirchen und Friedhöfen weltweit Beachtung gefunden. Wie das „Observatory“ mitteilt, habe diese Tendenz jedoch schon im Jahr zuvor begonnen. Die Zahl der Brandanschläge auf Kirchen, Zerstörung religiöser Symbole und gezielter Entweihung christlicher Kultstätten sei 2018 stark gestiegen und das in mehreren europäischen Staaten.
Für den Hate Crimes Report 2018 der OSZE, der am vergangenen Freitag (15.11.) veröffentlicht wurde, dokumentierte die Beobachtungsstelle (OIDAC)
mehr als 240 solcher Hassverbrechen in 14 Staaten Europas.
„Trotzdem“, betont Fantini, „vermittelt der OSZE-Bericht kein vollständiges Bild der Situation von Christen in Europa. In Wirklichkeit sind Hassverbrechen nur ein Bestandteil des nicht dokumentierten gesellschaftlichen Drucks, dem Christen zunehmend ausgesetzt sind.


Gesellschaftlicher Druck wächst

"Wir haben gesehen, wie christlich geführte Unternehmen finanziell ruiniert, Straßenprediger verhaftet oder Christen gezwungen wurden, zwischen der Treue zu ihrem Gewissen und ihrem Beruf zu wählen. Christliche Studentengruppen und Redner wurden auf dem Campus mehrerer Universitäten zum Schweigen gebracht. Wir mussten feststellen, dass Asylanträge von christlichen Flüchtlingen willkürlich abgelehnt wurden und Elternrechte durch übermäßige staatliche Einmischung mit Füßen getreten wurden. Die Grundrechte werden auch in Europa bedeutungslos, wenn sie nicht von allen Bürgern frei ausgeübt werden können" hielt die Leiterin der Beobachtungsstelle fest.

Einige erschütternde Beispiele für die Beeinträchtigung der Rechte von Eltern stammen aus Norwegen. Die Trennung zahlreicher Kinder von ihren Familien durch die berüchtigte Wohlfahrtsagentur „Barnevernet“ wird in einem Gastbeitrag des Berichts untersucht.

In Großbritannien wurde die Freiheit, in der Öffentlichkeit zu beten, wiederholt durch Zensurzonen und Vorschriften der öffentlichen Verwaltung eingeschränkt. Und in Irland, Frankreich, Schweden und weiteren Ländern wurde medizinisches Personal de facto gezwungen, den jeweiligen Beruf aufzugeben, um nicht gegen das Gewissen zu verstoßen. Weitere Fallbeispiele aus mehreren Staaten sind unten aufgeführt.

Der Bericht ist frei zugänglich, erläutert das Ausmaß der Probleme, gibt einen detaillierten Überblick über spezifische Themen und enthält Empfehlungen der Beobachtungsstelle.

Link: Jahresbericht des OIDAC (Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians) für 2019

Symbolbild: Vandalismus gegen ein Kreuz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenphobie

  1. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  2. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  3. „Aufgrund der religiösen Ausrichtung können wir Ihre Dreharbeiten nicht gestatten“
  4. „Beschmierte Kreuze, Sprayparolen, Bekennervideo: Wie Wien mit Kirchen-Vandalismus konfrontiert ist“
  5. Frankreich: Öffentliche Werbekampagne für katholischen Film „Sacre Coeur“ wurde abgelehnt
  6. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'
  7. Deutschland: Anzahl der Angriffe auf Christen deutlich gestiegen
  8. Christliche Studenten sprechen über Veranstaltung von Kamala Harris
  9. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  10. Jim Caviezel: Intoleranz gegen Christen ist die am meisten akzeptierte Intoleranz






Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  6. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  7. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  8. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  9. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  10. Der entschärfte Gott
  11. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  12. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  13. Achtung, Christfluencer!
  14. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  15. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz