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Querida Amazonia: Hoffnungsschimmer inmitten anhaltender Verwirrung

20. Februar 2020 in Kommentar, 35 Lesermeinungen
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Der Text von Querida Amazonia ist insgesamt eine Verbesserung gegenüber dem Abschlussdokument der Amazonas Synode - Ein Kommentar von Weihbischof Athanasius Schneider


Rom (kath.net/
Fast allen Beobachtern zufolge verursachte die Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens Querida Amazonia ein geistiges Erdbeben. In seinem Apostolischen Schreiben öffnete Papst Franziskus nicht die Tür zur Weihe verheirateter Männer, den sogenannten “viri probati”. Den Vorschlag Frauen das Weihesakrament zu spenden, der mit der Mehrheit der Stimmen der Amazonas Synode gemacht wurde, lehnte der Papst sogar ausdrücklich ab. Sowohl die antichristlichen Mainstream-Medien als auch das mächtige Netzwerk von Kardinälen, Bischöfen, Theologen und gut bezahlten Laienbürokraten, die mit dem ungläubigen und relativistischen Geist der Welt in Einklang gebracht wurden, waren zunächst schockiert und sprachlos und reagierten mit offener oder versteckter Frustration.

Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender „ARD“ ließ in der Sendung „Tagesthemen“ vom 13. Februar 2020 den offiziellen Kommentator schwere Vorwürfe gegen den Papst erheben: „Papst Franziskus überraschte mit seiner Entscheidung, das Zölibat streng zu interpretieren. Die Welt war scheinbar bereit und auf seiner Seite. Denn, dass der Argentinier persönlich eher für eine Lockerung der katholischen Enthaltsamkeit der Kirchendiener zu stehen scheint, ist seit langem kein Geheimnis mehr. Für viele Gläubiger wäre es also ein folgerichtiger Schritt gewesen, das Zölibat in einer ersten Instanz vorsichtig zu lockern, so wie es die Amazonas Synode vorgeschlagen hatte. Noch viel schlimmer als das Nein zur Zölibatslockerung sei aber die Entscheidung des kirchlichen Oberhaupts zur Rolle der Frau. Die Möglichkeit Karriere in der Kirche zu machen bleibt Frauen weiterhin weitgehend versperrt.“

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) stellte fest: “Leider findet Papst Franziskus nicht den Mut dazu, in den seit 50 Jahren diskutierten Fragen der Weihe verheirateter Männer und der liturgischen Kompetenzen von Frauen, echte Reformen umzusetzen.” Eine überraschend heftige Reaktion gegen die Haltung von Papst Franziskus kam von Hochw. Paulo Suess, einem in Brasilien lebenden deutschen Theologen, der ein einflussreicher Teilnehmer der Amazonas Synode war. Er sagte, dass die Vision, die Papst Franziskus von der Kirche in Amazonien hat, stellenweise einem Albtraum gleiche (siehe: https:// www.domradio.de/themen/bischofssynode/2020-02-14).

Aus ihrer Reaktion ging hervor, dass alle diese Gruppen und Einzelpersonen siegessicher waren und zuversichtlich die Verwirklichung des lang ersehnten Ziels erwarteten, d. h. die Abschaffung des priesterlichen Zölibats und die Einführung der Frauenordination. In einem Editorial mit dem Titel "Habemus Coelibatum !!!" machte der deutsche Blog „Im Beiboot Petri“ am 13. Februar 2020 diese bemerkenswerte Beobachtung: “Was für ein Tag... schon seit den frühen Morgenstunden belagerten die Journalisten der westlichen Welt den Vatikan, um die Sensation die ja anstand, als erstes in die Welt hinaus zu vermelden: "Endlich endlich ist die letzte Bastion geknackt". Es konnte ja nur daraus hinauslaufen.... denn die "Mehrheit" im Oktober hat ja entschieden ... da konnte doch nichts mehr schiefgehen .... denn, wenn die Mehrheit was entscheidet, haben weder Gott und auch nicht der Papst da noch gegenteilige Ansprüche anzumelden. Die linke Kampfpresse, auch unter dem Pseudonym MainStreamMedia bekannt (die üblichen Namen muss ich hier nicht weiter auflisten) hatte die fertigen Artikel schon in ihren Computern und wollte nach Bekanntgabe der Sensation einfach nur auf den "Sendeknopf" drücken, um die "Sensation" als erste in die Welt zu bringen.… Doch es kam anders”.

Die apostolische Norm des priesterlichen Zölibats und die göttlich offenbarte Wahrheit der dem männlichen Geschlecht vorbehaltenen sakramentalen Weihe bildeten die letzte Bastion des römischen Katholizismus, die die verweltlichten und protestantisierenden Netzwerke innerhalb der Kirche noch nicht schleifen konnten. Es gelang ihnen, die Bastion des beständigen Gesetzes des Gebets, der lex orandi, durch eine gesamtkirchliche Umsetzung protestantisierender Elemente in Form und Inhalt der Liturgiefeier ernsthaft zu beschädigen. Es gelang ihnen, die Scheidung in der Praxis einzuführen, nämlich durch die päpstliche Genehmigung lokaler Normen der Zulassung von in Ehebruch Lebenden Katholiken zur Heiligen Kommunion. Es gelang ihnen, innerhalb der Kirche homosexuelle Aktivitäten zu legitimieren, indem Kardinäle und Bischöfe ungestraft „Gay Pride“ -Veranstaltungen und Aktivisten sogenannter LGBT-Gruppen öffentlich unterstützten. Es gelang ihnen, die Führung der katholischen Kirche und konkret den Papst vom Primat der übernatürlichen und ewigen Wirklichkeiten in der Sendung der Kirche abzuwenden und gleichzeitig der zweitrangigen Beschäftigung mit materiellen und zeitlichen Dingen gleiche Bedeutung beizumessen, wie z.B. die Sorge um das Klima, die Umwelt oder das Amazonas-Biom. Dabei wurde das Natürliche mit dem Übernatürlichen, das Himmelreich mit dem Reich der Erde, das Profane mit dem Heiligen gleichgesetzt. Das Natürliche wurde sakralisiert und das Übernatürliche desakralisiert. Es gelang ihnen, die Relativierung der Wahrheit über den katholischen Glauben als der einzig wahren von Gott gewollten Religion durch eine relativistische Theorie und Praxis der Ökumene und des interreligiösen Dialogs zu verbreiten. Es gelang ihnen, das Erste Gebot des Dekalogs praktisch abzuschaffen durch den historisch beispiellosen Akt der kultischen Verehrung einer Pachamama-Statue im Vatikan, im Herzen des Katholizismus. Es handelte sich bei dieser Statue um eines der Hauptsymbole der indigenen heidnischen Religion der Ureinwohner Südamerikas.

Angesichts derart gezielter und gut orchestrierter Angriffe auf das Glaubensgut (depositum fidei) und auf das, was wahrhaft katholisch ist, hat die Weigerung von Papst Franziskus, das Gesetz des priesterlichen Zölibats zu schwächen oder zu ändern und eine sakramentale Diakonatsweihe von Frauen zu genehmigen, eine historische Bedeutung und verdient Anerkennung und Dankbarkeit seitens aller wahrer Söhne und Töchter der Kirche. Diese Haltung des Papstes frustrierte viele einflussreiche Teilnehmer der Amazonas Synode. Ihr Ärger zeigt nun, dass sie letztendlich kein ernsthaftes Interesse an der Realität des Amazonasvolkes und ihrer authentischen Evangelisierung hatten, sondern das Amazonasvolk als Mittel benutzten, um ihre politischen kirchlichen Ziele rücksichtslos zu erreichen und damit das Schauspiel eines zynischen Klerikalismus boten. Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück bezeichnete die Haltung von Papst Franziskus als „provokative Weigerung“. Und indem er seiner Frustration freien Lauf ließ, ließ er "die Katze aus dem Sack", als er sagte: “Wozu der erhebliche Aufwand einer vierwöchigen Synode in Rom, wenn am Ende alles beim Alten bleibe?” (https://www.domradio.de/themen/bischofssynode/2020-02-14).

Am Tag nach der Veröffentlichung von Querida Amazonia teilte Papst Franziskus mit einer Gruppe von US-Bischöfen seine Enttäuschung über die Reaktion auf seine Apostolische Schreiben. Bischof William A. Wack von Pensacola-Tallahassee berichtete über die folgenden Worte von Papst Franziskus: „Er sagte, einige Leute sagen, er sei nicht mutig, weil er nicht auf den Geist gehört habe. „Also sind sie nicht sauer auf den Geist. Sie sind sauer auf mich hier unten “, sagte er [Papst Franziskus]. "Für einige Leute ging es nur um Zölibat und nicht um den Amazonas", sagte er. Bischof Wack fügte hinzu: "Man konnte seine [Papst Franziskus´] Bestürzung sehen” (https://www.catholicnews.com/services/englishnews/2020/pope-shares-with-us-bishops-his-frustration-with-reaction-to-amazon-text.cfm).

In ihrer Frustration bemühen sich nun Geistliche und Laien, die ihre Posten dank des Einflusses einer weltlich gesinnten kirchlichen „Nomenklatura“ erhalten haben, verzweifelt um Schadenbegrenzung. Sie pflegen ein Wunschdenken, indem sie wie ein Mantra Sätze wiederholen wie: „Das letzte Wort wurde noch nicht gesprochen“, „Diese Diskussion wird fortgesetzt“, „Das ist keineswegs vom Tisch gefegt”. Weitere Verwirrung säend erklärte Kardinal Christoph Schönborn: „Diese Entscheidungen der Amazonas-Synode können weiter reifen; geöffnete Türen wurden nicht wieder geschlossen “.

Andere trösten sich mit der Idee, dass das Abschlussdokument der Amazonas Synode den Charakter des ordentlichen päpstlichen Lehramtes hat. Vertreter des Heiligen Stuhls lehnten diese Ansicht jedoch ab. Kardinal Lorenzo Baldisseri, Generalsekretär der Bischofssynode, erklärte bei der Vorstellung von Querida Amazonia, dass das Apostolische Schreiben nicht von einer Approbation des Abschlussdokuments spreche. Der Papst spricht nicht darüber, er spricht über die Präsentation, aber nicht über Approbation. Der Vatikansprecher Matteo Bruni sagte: „Das Apostolische Schreiben [Querida Amazonia] ist Lehramt. Das Abschlussdokument ist kein Lehramt“.

Mit der Veröffentlichung von Querida Amazonia erlebten wir ein Ereignis, das in gewissem Maße den Umständen und Reaktionen auf die Veröffentlichung der Enzyklika Humanae vitae von Papst Paul VI. im Jahr 1968 ähnelt. Die Haltung von Papst Franziskus zum Gesetz des priesterlichen Zölibats und der Frauenordination bedeutet eine Erleichterung für alle wahren Katholiken, Geistliche wie Laien. Der Felsen Petri, der während des gegenwärtigen Pontifikats fast ununterbrochen in Nebel gehüllt war, wurde für eine Weile zu einem Felsen in der Brandung, der dem Druck der aufprallenden Wellen widerstand und von einem Sonnenstrahl der göttlichen Verheißung Christi beleuchtet wurde.


Während wir Papst Franziskus aufrichtig danken, dass er dem Druck der Welt und der Mehrheit der Teilnehmer der Amazonas Synode widerstand, das Gesetz des priesterlichen Zölibats zu lockern und eine Frauenordination zu billigen, müssen wir auch aus Gründen der Fairness die Tatsache hervorheben, dass der Text von Querida Amazonia insgesamt eine Verbesserung gegenüber dem Abschlussdokument der Amazonas Synode darstellt. Hier nur einige Beispiele: Querida Amazonia spricht von „innerer Bekehrung“ (Nr. 56), während das Abschlussdokument ganze Kapitel mit dem Titel „integrale Bekehrung“ und „ökologische Bekehrung“ enthält, und sogar von der „ökologischen Bekehrung der Kirche und des Planeten“ spricht (Nr. 61). Das Thema „gemeinsames Haus“ wird im Abschlussdokument ausführlich erörtert, während es in Querida Amazonia nur einmal in einem Zitat erwähnt wird. Die Wörter „Klimawandel“ und „Klima“ fehlen in Querida Amazonia, während das Abschlussdokument sie zweimal verwendet und sogar von der „Emission von Kohlenstoffdioxid (CO2)“ spricht (Nr. 77). Das Wort „Ökologie“ wird im Abschlussdokument 27 Mal und fast immer im Ausdruck „integrale Ökologie“ verwendet. Während der Ausdruck „Humanökologie“ im Abschlussdokument fehlt, verwendet Querida Amazonia nur einmal den Ausdruck „integrale Ökologie“ und spricht dreimal über die „menschliche Ökologie“ (siehe Nr. 41) im Sinne von Papst Benedikt XVI.

Das Abschlussdokument spricht nicht über die Schwächen der Kultur und der Lebensweise der indigenen Völker, während Querida Amazonia darüber zweimal im moralischen Sinne spricht (siehe Nr. 22 und Nr. 36). Querida Amazonia warnt vor einem geschlossenen „Indigenismus“, während das Abschlussdokument über dieses Thema schweigt. Es lohnt sich, die folgende Aussage von Querida Amazonia zu zitieren: „Es ist nicht meine Absicht, einen völlig geschlossenen, ahistorischen, statischen Indigenismus voranzutreiben, der jede Form der Vermischung ablehnt. Eine Kultur kann unfruchtbar werden, wenn sie sich »in sich selber verschließt und veraltete Lebensformen zu verewigen sucht, indem sie jeden Austausch und jede Auseinandersetzung über die Wahrheit vom Menschen ablehnt” (Nr. 37). Das Abschlussdokument spricht nur von einer „sozialen Verwandlung“, während es Querida Amazonia mehr um eine geistliche Verwandlung und insbesondere um die Notwendigkeit der Verwandlung der Kultur durch das Wirken des Heiligen Geistes geht: „Der Heilige Geist befruchtet ihre Kultur mit der verwandelnden Kraft des Evangeliums” (Nr. 68). Das Abschlussdokument vermeidet es, über die notwendige kritische Haltung gegenüber verschiedenen Kulturen zu sprechen, während Querida Amazonia diese zutreffende Aussage macht: „Die von den Kulturen ausgehenden Herausforderungen laden die Kirche zur »Haltung eines wachen kritischen Geistes aber auch vertrauensvollen Verständnisses ein“ (Nr. 67). Im Abschlussdokument fehlen die Worte „Immanenz“ und moralische „Leere“, während Querida Amazonia diese realistische Warnung ausspricht: „Was uns verbindet, ist das, was es uns möglich macht, in der Welt zu sein, ohne von irdischer Immanenz, geistiger Leere, bequemem Egozentrismus oder einem konsumorientierten und selbstzerstörerischen Individualismus verschlungen zu werden“ (Nr. 108).

Die Wörter „Recht“ und „Rechte“ werden im Abschlussdokument überwiegend humanistisch verwendet. Das Dokument spricht eindringlich und mit einem offensichtlich ideologischen Ziel vom „Grundrecht“ auf die Feier und auf die Zulassung zur Eucharistie (siehe Nr. 109). Querida Amazonia spricht nicht vom „Recht auf Eucharistie“, sondern vom Recht der indigenen Völker, das Evangelium zu hören (siehe Nr. 64), ein Thema, zu dem das Abschlussdokument schweigt. Das Abschlussdokument vermeidet es, über die Gefahr zu sprechen, dass eine kirchliche Gemeinschaft eine NGO wird. Während Querida Amazonia dagegen die folgende klare Aussage macht: “Ohne diese leidenschaftliche Verkündigung würde jede kirchliche Struktur nur zu einer weiteren NGO werden, und wir würden damit auch nicht der Weisung Jesu Christi entsprechen, die da lautet: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!« (Mk 16,15)”. (Nr. 64)

Das Wort „Anbetung“ fehlt im Abschlussdokument, während es in Querida Amazonia erwähnt wird. Anstatt von „inkulturierter Theologie“ (Abschlussdokument) zu sprechen, spricht Querida Amazonia von „inkulturierter Spiritualität“. Das Abschlussdokument verwendet nur zweimal das Wort "Gnade" und zwar in einem anthropozentrischen Horizont, während Querida Amazonia zehnmal von der Gnade in einem theologischeren Sinne spricht, wie man es z.B. in den folgenden Formulierungen sehen kann: „Christus ist die Quelle aller Gnade“ (Nr. 87), in den Sakramenten „wird die Natur zum Ort und Instrument der Gnade erhoben“ (Nr. 81), Gottes Gegenwart durch Gnade (Fußnote Nr. 105). Das unverzichtbare biblische Zitat von 1 Kor 9, 16 über den Missionsauftrag fehlt im Abschlussdokument, während Querida Amazonia in klaren Worten über diese Aufgabe mit dem vollständigen Zitat von 1 Kor 9,16 spricht: „Als Christen verzichten wir nicht auf die Option des Glaubens, die wir aus dem Evangelium empfangen haben. Obwohl wir uns gemeinsam mit allen engagieren wollen, schämen wir uns nicht für Jesus Christus. Für diejenigen, die ihm begegnet sind, die in seiner Freundschaft leben und sich mit seiner Botschaft identifizieren, ist es unumgänglich, von ihm zu sprechen und andere auf seine Einladung zu einem neuen Leben aufmerksam zu machen: »Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!« (1 Kor 9,16)“ (Nr. 62). Das Abschlussdokument spricht nicht über den authentischen Sinn der Tradition der Kirche, wogegen Querida Amazonia über die Tradition als von der Wurzel eines ständig wachsenden Baumes spricht, und dabei die berühmte Formulierung des hl. Vinzenz von Lerin zitiert: „Die christliche Lehre wird durch die Jahre konsolidiert, durch die Zeit erweitert und durch das Alter verfeinert“ (Commonitorium, 23, zitiert in Fußnote 86).

Neben den erwähnten Verbesserungen im Vergleich zum Abschlussdokument, kann man das Vorhandensein in Querida Amazonia von bedauerlichen lehrmäßigen Unklarheiten und Fehlern sowie gefährlicher ideologischer Tendenzen nicht verschweigen. Problematisch sind zum Beispiel Andeutungen einer Art pantheistischer und heidnischer Spiritualität, wenn man von der materiellen Erde als von einem „sakralen Geheimnis“ (Nr. 5) spricht, vom Eingehen in eine Gemeinschaft mit der Natur: „Wir treten mit dem Wald in Gemeinschaft“ (Nr. 56), vom Amazonas-Biom als von einem „theologischer Ort “(Nr. 57). Das bejahende Zitat der Aussagen, dass der Amazonas „die verborgene Ewigkeit“ ist (Nr. 44) und dass „nur die Poesie mit ihrer bescheidenen Stimme diese Welt retten kann“ (Nr. 46), kommt einem Pantheismus und Heidentum nahe. Ein Christ kann solche Ideen und Ausdrücke nicht unterschreiben.
Juden und Christen durften niemals heidnische indigene religiöse Symbole auf irgendeine Weise annehmen. Gott verbot, das indigene Symbol des goldenen Kalbes und des Baal aufzugreifen. Die Soldaten des Judas Makkabäus, als sie die Tore von Jamnia verbrannten (siehe 2 Makk. 12, 40), fanden es durchaus möglich, indigene Symbole auf eine gewisse Weise anzunehmen, ohne sie notwendigerweise als Götzendienst zu betrachten, da sie nur Votivgaben in den Tempeln darstellten. Gott verurteilte jedoch dieses Aufgreifen „indigener Symbole auf irgendeine Weise“, da alle deutlich sahen, dass diese Soldaten aus diesem Grund getötet wurden. Die gesamte Gemeinde hat Sühne für diese Sünde geleistet: „Sie hielten einen Bittgottesdienst ab und beteten, dass die begangene Sünde wieder völlig ausgelöscht werde. Der edle Judas veranstaltete eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte sie nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe“ (2 Makk. 12, 42-43).

Die Apostel würden niemals zulassen, die indigenen Symbole der griechisch-römischen Gesellschaft, wie z. die Statue von Artemis oder Diana in Ephesus (siehe Apostelgeschichte 19, 23ff) “auf irgendeine Weise” aufzugreifen. Der hl. Paulus hat sehr viele Menschen überredet und sie von der Götzenverehrung abgebracht und gesagt, dass mit Händen gemachte Götzen keine Götter sind (Apg 19, 26). Die Ureinwohner von Ephesus protestierten gegen die kompromisslose Ablehnung indigener Symbole seitens des hl. Paulus und sagten: „So kommt nicht nur unser Gewerbe in Verruf, sondern auch dem Heiligtum der großen Göttin Artemis droht Gefahr, nichts mehr zu gelten, ja sie selbst, die von der ganzen Provinz Asien und von der ganzen Welt verehrt wird, wird ihre Hoheit verlieren” (Apg 19, 27). Mit dem hl. Paulus sollten wir sagen: „Welche Übereinstimmung hat der Tempel Gottes mit Götzen und mit indigenen Symbolen?“ (siehe 2 Kor 6, 16). Der hl. Wladimir griff weder die in seiner heidnischen Religion verwendeten indigenen Symbole auf, noch tat es der hl. Bonifatius in Deutschland. Dabei folgten sie dem Gebot Gottes in der Heiligen Schrift und der Lehre der Apostel. Sicherlich würde keiner der Apostel oder der heiligen Missionare ruhig und ohne weiteres die folgende Aussage von Querida Amazonia akzeptieren: „Es ist möglich, in irgendeiner Weise auf ein indigenes Symbol anzunehmen, ohne dass man es notwendigerweise als Götzendienst betrachten müsste“ (Nr. 79).

Theologisch sehr problematisch ist die Bezeichnung der Allerseligsten Jungfrau Maria als „Mutter aller Geschöpfe“ (Nr. 111). Die heilige und makellose Mutter Gottes ist nicht die Mutter aller Geschöpfe, sondern nur die Mutter Jesu Christi, des Erlösers der Menschheit und damit auch die geistige Mutter aller von ihrem göttlichen Sohn erlösten Menschen. Die Idee und der Ausdruck „Mutter der Schöpfung oder aller Geschöpfe“ findet man in heidnischen Religionen, zum Beispiel im Pachamama-Kult oder der New-Age-Bewegung, wie es man in der folgenden Beschreibung sehen kann: „Mutter-Erde ist in den alten und modernen nicht-literater Religionen eine ewig fruchtbare Quelle von allem. Sie ist einfach die Mutter; es gibt nichts getrennt von ihr. Alle Dinge kommen von ihr, kehren zu ihr zurück und sind sie. Die archaischste Form der „Mutter-Erde“ ist eine Mutter-Erde, die unerschöpflich alles aus sich selbst hervorbringt“ (Encyclopaedia Britannica). Die vedischen Hymnen erwähnen die "Aditi", eine Hauptgöttin des hinduistischen Pantheons, als "Mutter aller Geschöpfe". Der hl. Anselm gibt uns die richtige Vorstellung und Terminologie und sagt: „Gott ist der Vater der geschaffenen Welt und Maria die Mutter der neu geschaffenen Welt. Gott ist der Vater, durch den alle Dinge belebt wurden, und Maria, die Mutter Dessen, durch den alle Dinge neues Leben erhalten haben. Denn Gott zeugte den Sohn, durch den alle Dinge gemacht wurden, und Maria gebar Ihn als den Retter der Welt. Ohne Gottes Sohn könnte nichts existieren; ohne Marias Sohn könnte nichts erlöst werden“ (Oratio 52). Maria ist die Königin des Himmels, die “Regina Coeli” und die “Königin der Schöpfung”, nicht aber die “Mutter aller Geschöpfe”.

Eine der bedeutendsten irrtümlichen Tendenzen in Querida Amazonia besteht in der Förderung des Naturalismus mit leichten Echos des Pantheismus und eines verborgenen Pelagianismus im Sinne einer übermäßigen Betonung, Wertschätzung und Pflege der natürlichen, irdischen und zeitlichen Realität. Es handelt sich um einen Reduktionismus, der die Existenz der Geschöpfe und der Menschheit vorwiegend auf den Bereich der natürlichen Ordnung beschränkt. In dieser naturalistischen und neopelagianischen Tendenz besteht in der Tat die geistige Krankheit, die das Leben der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hauptsächlich charakterisiert und schädigt. Querida Amazonia ist ein Ausdruck dieser Tendenz, wenn auch in etwas abgemilderter Form im Vergleich zum Abschlussdokument der Amazonas Synode.

Die Tendenz, zeitliche und natürliche Dinge übermäßig hervorzuheben und zu fördern, schwächt erheblich den Auftrag der Kirche, den sie von ihrem göttlichen Erlöser in den folgenden klaren Lehren der Heiligen Schrift erhalten hat: „Geht und verkündet, dass das Himmelreich nahe ist“ (Mt 10, 7), „In seinem Namen wir allen Völkern Buße für die Vergebung der Sünden gepredigt“ (Lk 24, 47). „Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und all diese Dinge werden euch hinzugegeben” (Mt 6, 33), „Ihr seid von unten; Ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt; Ich bin nicht von dieser Welt" (Joh 8, 23), „Es ist nicht recht, dass wir es aufgeben, das Wort Gottes zu predigen, um den Tischen zu dienen. … Wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst des Wortes hingeben“ (Apg 6, 2.4), „Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“ (1 Kor 15,19), „Die gegenwärtige Gestalt dieser Welt vergeht“ (1 Kor 7, 31). Die authentische und hauptsächliche Bedeutung und Verkündigung des Evangeliums unseres Herrn Jesus Christus werden verzerrt und in Richtung eines innerweltlichen Ziels verschoben. Jesus Christus, der Erlöser der Menschheit, hatte nicht als erste Sendung, sich um das materielle Wohlergehen des Planeten oder des Amazonas-Bioms zu kümmern, sondern unsterbliche Seelen für das ewige Leben im Himmel zu retten: „Gott hat die Welt so geliebt, dass Er seinem einzigen Sohn dahingab, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh 3, 16). Jesus Christus sagte nicht: „Gott hat seinen einzigen Sohn dahingegeben, dass dieser Planet und seine vielen Teile wie das Amazonas-Biom nicht zugrunde gehen, sondern reichlich natürliches Leben haben“. Jesus sagte auch nicht: „Geht und verkündet, dass das Reich der Mutter Erde nahe ist".

Die materielle Schöpfung leidet gerade wegen des Mangels an übernatürlichem Leben der Gnade Christi in den Seelen der Menschen. Dies lehrt uns das Wort Gottes: „Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?“ (Röm 8, 19-24). Je mehr die Kirche in unseren Tagen ihre primäre übernatürliche Sendung und Tätigkeit schwächt, desto mehr schadet sie dadurch in den Augen Gottes und der Ewigkeit auch der Erlösung und Heiligung der natürlichen Schöpfung.

Die gegenwärtige Verschiebung im Leben der Kirche und bedauerlicherweise sogar seitens des Heiligen Stuhls und des Papstes hin zur Förderung des Natürlichen und Zeitlichen zum Nachteil des Übernatürlichen und des Ewigen, kann man mit den Worten eines der größten Päpste, nämlich der hl. Gregor des Großen, treffend beschreiben. Er sagte, dass der Staub irdischer Beschäftigungen die Augen der Kirche verblendet (terrena studia Ecclesiae oculos pulvis caecat): „Während irdische Beschäftigungen den Geist des Hirten beschäftigen, verblendet der Staub die Augen der Kirche“ (Regula pastoralis, II, 7). Mit ihrer übermäßigen Konzentration auf und der Beschäftigung mit irdischen Belangen und sogar in einem solchem Ausmaße, dass sie sich in wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Angelegenheiten einmischt, die nicht zu ihrer Kompetenz gehören, wie z. B. in die Fragen des Klimas oder der Flora und Fauna eines konkreten Bioms, begeht die Kirche in unseren Tagen den Fehler einer neuen Art von Klerikalismus, da sie hier die Grenzen ihrer eigenen Macht überschreitet. Hilfreich ist in dieser Hinsicht die folgende Lehre von Papst Leo XIII.: „Der Allmächtige hat zwei Gewalten, der kirchlichen und der bürgerlichen, die Verantwortung für die Menschheit übertragen, wobei die eine über göttliche und die andere über menschliche Dinge gestellt wird. Jede ist in ihrer Art eine höchste Gewalt. Jede hat feste Grenzen, innerhalb derer sie enthalten ist, Grenzen, die durch die Natur und den besonderen Gegenstand der Zuständigkeit einer jeden definiert sind, so dass es einen Bereich gibt, innerhalb dessen das Wirken einer jeden aufgrund der jeweils wesenseigenen Rechte abläuft” (Enzyklika Immortale Dei, 13).

Die derzeitige exzessive Verlagerung hin zu einem verborgenen Pelagianismus und Naturalismus seitens der Kirche in unseren Tagen verursacht einen erheblichen Schaden für das Wohl und die Rettung der Seelen. Wie aktuell sind wieder die folgenden Worte des hl. Gregor des Großen: „Untergeordnete also sollen das Untergeordnete besorgen, die Hirten aber an das Hohe denken, damit so nicht etwa das Auge, das von oben her auf den Schritt zu achten hat, durch Sorge und Staub verfinstert werde. … Da vermögen die Untergebenen das Licht der Wahrheit nimmer zu schauen, weil den Hirten irdische Sorgen in Beschlag genommen haben und weil der vom Sturm der Versuchung aufgewirbelte Staub die Augen der Kirche umnachtet. Die Steine des Heiligtums, d.h. die Hirten der Kirche, liegen auf der Straße zerstreut, wenn diejenigen, die zur Zierde der Kirche den inneren Geheimnissen wie in einem verborgenen Raum der Stiftshütte obliegen sollten, gern draußen wegen weltlicher Angelegenheiten auf weiten Reisen sind“ (Regula pastoralis II, 7).

Der hl. Irenäus sagte, dass der lebende Mensch eine Ehre für Gott ist, das wahre Leben des Menschen jedoch nicht im natürlichen, sondern im übernatürlichen Leben bestehe, d.h. in der Anschauung Gottes. Der eigentlich wahre Mensch ist jedoch Christus, der menschgewordene Sohn Gottes: „Gloria enim Dei vivens homo, vita autem hominis visio Dei“ (Adversus haereses IV, 20). Die folgende Aussage in Querida Amazonia betont dagegen übermäßig den Wert der materiellen Schöpfung: „Unseretwegen können bereits Tausende Arten nicht mehr mit ihrer Existenz Gott verherrlichen, noch uns ihre Botschaft vermitteln. Dazu haben wir kein Recht“ (Nr. 54). Diese Aussage scheint die harte Realität des geistigen Todes so vieler menschlicher Seelen zu übersehen, die nach dem Bild und dem Gleichnis Gottes geschaffen sind (siehe Gen 1, 27) und die durch ihr Leben in Sünde und Unwissenheit Gott keine Ehre geben und Ihn beleidigen. So viele Menschen beleidigen Gott und geben ihm keine Ehre wegen der Sünde der Unterlassung der Kirche unserer Tage, die die Verkündigung der göttlichen Offenbarung durch die Duldung von theologischen Zweideutigkeiten und Häresien schwächt. Viele Menschen kennen daher die Einzigartigkeit Jesu Christi und sein Erlösungswerk nicht und kennen auch nicht den heiligen Willen Gottes und geben ihm daher keine Ehre. Die Situation, in welcher die Kirche in unseren Tagen die Menschheit und die Welt belässt, kann man mit den Worten des hl. Paulus umschreiben: Sie „laufen ziellos und kämpfen mit der Faust wie jene, die in die Luft schlagen“ (1 Kor 9, 26).

Unter vielen problematischen, zweifelhaften und zweideutigen theologischen Ausdrücken finden sich in Querida Amazonia auch wertvolle Aussagen wie die folgenden: “Darin besteht des Priesters große Amtsgewalt, die nur im Weihesakrament empfangen werden kann. Deshalb kann nur er sagen: „Das ist mein Leib“. Auch andere Worte kann nur er sprechen: „Ich spreche dich los von deinen Sünden“. Denn die sakramentale Vergebung steht im Dienst einer würdigen Eucharistiefeier. Diese beiden Sakramente bilden die Mitte seiner exklusiven Identitä” (Nr. 88), „Der Herr wollte seine Macht und seine Liebe in zwei menschlichen Gesichtern kundtun: das seines göttlichen menschgewordenen Sohnes und das eines weiblichen Geschöpfes, Maria“ (Nr. 101), „Wir glauben fest an Jesus als den einzigen Erlöser der Welt, gleichzeitig hegen wir eine tiefe Verehrung für seine Mutter“ (Nr. 107), “Uns eint die Überzeugung, dass nicht alles mit diesem Leben einmal endet, sondern dass wir zum himmlischen Festmahl berufen sind” (Nr. 109). Eine übernatürliche und fromm katholische Sicht gibt Papst Franziskus am Ende von Querida Amazonia mit diesem Gebet: „Gib, dass dein Sohn in ihren Herzen geboren wird“ (Nr. 111), „Mutter, herrsche du in Amazonien zusammen mit deinem Sohn“ (Nr. 111).

Was die Kirche unserer Tage und die Verantwortlichen des Heiligen Stuhls in Rom brauchen, ist nicht so sehr eine Bekehrung zu den innerweltlichen Realitäten, sondern zu den übernatürlichen Realitäten der Gnade Christi und seines Erlösungswerkes. Wenn Querida Amazonia sagt, dass „eine solche innere Umkehr wird es uns möglich machen, um Amazonien zu weinen und mit ihm zum Herrn zu rufen“ (Nr. 56), entsteht die Eindruck einer Fehleinschätzung und Unterschätzung der dringenden Notwendigkeit der wahren Bekehrung zu Gott. Die gesamte Kirche und in erster Linie der Papst müssen nicht um die Amazonasregion weinen, sondern um den geistigen Tod so vieler unsterblicher Seelen, weil sie die göttliche Offenbarung und den göttlichen Willen ablehnen, wie er in seinen Geboten und im Naturgesetz offenbart ist. Der Papst, die Bischöfe und die gesamte Kirche müssen wegen der schrecklichen Sünden des Glaubensabfalls, des Verrats an Christus, der Gotteslästerungen und Sakrilegien weinen, die nicht wenige Katholiken und Mitglieder des Klerus, selbst der hohen Klerus, begangen haben. In besonderer Weise müssen auch der Papst, die Bischöfe und die gesamte Kirche wegen des unaussprechlichen und schrecklichen Genozids an den unschuldigen ungeborenen Kindern weinen.

Die dringendste Bekehrung ist weder die ökologische Bekehrung noch die Belehrung zum Weinen um das Amazonas-Biom. Die dringendste Bekehrung ist die Bekehrung zu Gott, zu seinem Reich, zu seiner Gnade. Der Papst und die Bischöfe sind die ersten, die mit Tränen beten müssen: „Bekehre uns, o Herr, zu dir, und wir werden bekehrt sein: Erneuere unsere Tage wie die Tage von früher (converte, nos Domine, ad Te, et convertemur, sicut a principio)“ (Klagelieder 5, 22). Und der Herr sagt: „Bekehrt euch zu mir, und ich werde mich zu euch wenden (convertimini ad Me et convertar ad vos)“ (Sach 1, 3). Wie schön und tröstlich sind die Worte von Psalm 84, die in der beständigen Form des Römischen Ritus, dem älteren Brauch des Römischen Ritus (usus antiquior), der Priester und die Gläubigen zu Beginn jeder heiligen Messe beten: „Deus, Tu converus vivificabis nos, et plebs Tua laetabitur in Te (Wende dich zu uns, o Gott, und bring uns Leben, und dein Volk wird sich an Dir freuen)“.

Unter Berücksichtigung der dramatischen geistigen Angriffe auf den Felsen Petri, bleibt die Veröffentlichung von Querida Amazonia mit der klaren Haltung von Papst Franziskus in der Bewahrung der apostolischen Norm des priesterlichen Zölibats und der göttlichen Wahrheit des dem männlichen Geschlecht vorbehaltenen Weihesakraments trotz ihrer theologischen Grenzen und Irrtümer dennoch ein Hoffnungsschimmer inmitten anhaltender Verwirrung.

Alle “Kleinen” in der Kirche, die vom weltlichen kirchlichen Establishment, das jetzt von der Haltung des Papstes enttäuscht ist, an die Peripherie gestellt wurden, werden beten, dass sich dieser Schimmer zu einem strahlenden Licht entwickelt, nämlich wenn Papst Franziskus mit der höchsten Lehrautorität, ex cathedra, verkündet wird, dass es eine von Gott offenbarte Wahrheit ist, an die das allgemeine Lehramt der Kirche immer geglaubt und sie in der Praxis gelebt hat, dass nämlich das Weihesakrament in seinen drei Stufen des Diakonats, Presbyterats und Episkopats aufgrund göttlicher Einsetzung dem männlichen Geschlecht vorbehalten ist.

Ein solch strahlendes Licht des Petrusfelsen würde noch zunehmen, wenn Papst Franziskus die Erklärung über die apostolische Norm des priesterlichen Zölibats angemessenerweise veröffentlichen würde, eine Erklärung, die der Haltung aller römischen Päpste entsprechen würde; denn trotz des Drucks, das Gesetz des Zölibats zu lockern, haben sich alle römischen Päpste dem immer widersetzt. Eine solche Erklärung könnte derjenigen ähnlich sein, die Papst Benedikt XV. aussprach: „Als eines der Hauptzierden des katholischen Klerus und als Quelle der höchsten Tugenden muss das Gesetz des Zölibats in seiner Reinheit unantastbar bleiben; und der Heilige Stuhl wird es niemals abschaffen oder mildern “(Konsistorialansprache vom 16. Dezember 1920).

Mögen wir alle auf diese aktuellen Worte unseres Herrn hören, die er zur hl. Birgitta von Schweden sprach: „O Rom, wenn du deine Geschichte kennen würdest, würdest du sicher weinen und dich nicht freuen. Rom war in früheren Tagen wie ein Stoff, gefärbt mit der schönsten Farbe, und mit den kostbarsten Fäden gewebt. Seine Erde war gefärbt mit roter Farbe, nämlich mit dem Blut der Märtyrer, und zusammengewebt, nämlich mit den Gebeinen der Heiligen vermischt. Jetzt dagegen sind seine Tore verlassen, denn ihre Verteidiger und Wächter haben sich weltlichem Begehren zugewandt. Seine Mauern sind niedergerissen und ohne Bewachung, denn man achtet nicht auf das Verderben der Seelen, sondern die Priester und das Volk, das Gottes Mauern bildet, zersplittern sich, um das zu tun, was dem Fleische nützlich ist. Die heiligen Gefäße werden schimpflich veräußert, denn Gottes Sakrament wird für weltliche Gunst ausgeteilt“ (Buch der Offenbarung, 3, 27). Und dies sind die Worte Christi, die an den Papst, seinen Stellvertreter auf Erden, gerichtet sind: „Geh also voran und fürchte dich nicht, steh mannhaft auf und kleide dich vertrauensvoll mit Stärke, mach dich daran, meine Kirche zu erneuern, die ich mit meinem eigenen Blut erlöst habe, so dass sie erneuert werden mag und geistlich in ihren früheren heiligen Zustand zurückversetzt wird“ (Buch der Offenbarung, 4, 142).

Die Hauptursache für besonders verheerende Krisen in der Geschichte der römischen Kirche bestand immer in der Abkehr des Papstes und der römischen Kurie von den primären übernatürlichen und geistlichen Aufgaben zu zeitlichen und irdischen Belangen, so dass die Päpste in jenen Zeiten übermäßig in die Sorge um zeitliche Angelegenheiten hineingezogen waren und in ihnen gleichsam aufgegangen sind. Die römischen Kurie erlebt gegenwärtig eine große Krise aufgrund einer neuen exzessiven Involvierung in zeitliche und irdische Angelegenheiten, so dass nach der Meinung mancher Kommentatoren der Heilige Stuhl zu einer Art Filiale der UNO wurde. In der Tat wird der Heilige Stuhl als wirksames Werkzeug benützt für die Umsetzung einer einheitlichen globalen naturalistischen Ideologie wie z. B. durch den „Globalen Erziehungspakt (Global Pact on Education)“ und die Gleichstellung aller Religionen durch die faszinierende Idee der „Menschlichen Brüderlichkeit (Human Fraternity)“. Mit Sicherheit wird der Herr eingreifen und Rom und das Papsttum reinigen, wie er es in der Vergangenheit so oft getan hat.

Wir können glauben, dass die Gebete, die Opfer, die Treue zum katholischen Glauben der “Kleinen” in der Kirche die Gnade erflehen werden, dass Papst Franziskus hoffentlich mindestens die beiden oben genannten unverzichtbaren Akte seines Petrusdienstes setzen wird, zur größeren Ehre des Priestertums Christi und die Heiligung der Hierarchie, da jede wahre Reform der Kirche mit dem Kopf beginnen und dann den gesamten Körper durchdringen muss.

"Möge der Herr den Papst bewahren und ihn nicht dem Willen seiner Feinde unterwerfen (Dominus Conservet eum et non tradat eum in nimam inimicorum eius)."

15. Februar 2020

+ Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana

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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 22. Februar 2020 
 

Lieber Bernhard Joseph,

danke für Ihre freundlichen Zeilen!

Das "alte Pferd" fand ich lustig, dazu habe ich auch etwas
Passendes gefunden und zwar aus
Afghanistan:

"Ein alter Freund ist wie ein
gesatteltes Pferd." :-))

Ein gesunder Humor ist auch in unserer
Zeit nicht unangebracht als Teil der
irdischen Wirklichkeiten, beispielhaft
sei der hl. Philpp Neri genannt.

Daher schliesse ich mit einer Anekdote,
die Papst Benedikt XIV. (1675-1758, Papst von 1740-1758) zugeschrieben wird:

Den Vorschlag, die Fastenzeit in vier
Abschnitten auf das Jahr zu verteilen,
hätte er zurückgewiesen mit den Worten:

"Wie ich die Leute kenne, würden sie
viermal Fasching feiern und nie
fasten."

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten
Sonntag (ich bin an einem Faschings-
sonntag getauft worden!)

Ihr

Zeitzeuge


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 Bernhard Joseph 22. Februar 2020 
 

Lieber Zeitzeuge!

Ich hoffe, Sie haben meine kleine Bemerkung zum Alter so aufgenommen, wie sich sie gemeint habe.

Wie Sie hier immer wieder schön zur Anschauung bringen, lässt sich auch der Glaube erst in ganzer Tiefe erfassen, wenn ein langes Leben das Wahre vom Irrtum geschieden hat. Leider wird dies in unserer heutigen Zeit kaum noch verstanden, dominiert doch in den Medien das Jugendliche, wobei es dabei meist nur ums Äußerliche geht. Jugend ist wunderbar in ihrem frischen, unbeschwerten Tatendrang, der aber, wo er nicht durch die Weisheit des Alters vor schlimmen Irrtümern bewahrt wird, ins Unheilvolle abgleiten kann.

Darum ist der Blick auf die Tradition der Kirche, in der sich ja gerade die Weisheit im Glauben vieler Generationen manifestiert, so wichtig, um den Kompass nicht zu verlieren.

Ihre zahllosen Hinweise auf theologische Schriften, denen eine lange Reflektion im Glauben zugrunde liegen, sind da ein wichtiger Beitrag!


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 Zeitzeuge 21. Februar 2020 
 

Sehr geehrter Hadrianus Antonius,

herzlichen Dank für die guten Wünsche
zu meinen Geburtstag.

Ein kleines Geheimnis: Ich bin wohl
einer der wenigen hier, die dem ersten
Erzbischof von Dakar persönlich begegnet
sind.

Mit dem Chorbischof der Syrisch-kath.
Kirche, dem Alttestamentler Pater Prof.
Dr. Johannes van der Ploeg OP (1909-2004) stand ich schriftlich in
Verbindung.

Schliessen möchte ich mit einem Zitat
des Kirchenlehrers Petrus Damiani, dessen Gedenktag heute begangen wurde,
er lebte vor 1000 Jahren und sagte:

"Catholice eredunt & gentiliter vivunt"

Klingt doch ganz aktuell, oder nicht
und erinnert an Pred. 1,9!

Gerne wünsche ich auch Ihnen Gottes Segen, bleiben wir in geistiger
"Habtachtstellung" pro Fide et Ecclesia!

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 Fatima 1713 21. Februar 2020 
 

@Montfort

Danke für die Informationen und die damit verbundene Mühe!


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 Montfort 21. Februar 2020 

Kleine Statistik zu "Querida Amazonia":

Auf Nachfrage von @Fatima1713:

In QA wird genannt:
49 x "Gott"
7 x "Jesus Christus"
weitere 7 x nur "Jesus"
2 x "Mutter Erde
15 x "Ökologie/ökologisch"
58 x "Kirche"
15 x "kirchlich"
25 x "Evangelium"
13 x "Vision"
104 x "Kultur"
22 x "Glaube/glauben/Glaubende"
8 x "Kampf/kämpfen"
6 x "Macht"
1 x "Vollmachten"

...


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 Zeitzeuge 21. Februar 2020 
 

Herzlichen Dank, liebe Fatima1713!


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 Fatima 1713 21. Februar 2020 
 

Endlich

eine Analyse, die alle Aspekte beleuchtet und nicht nur gebannt auf das Thema Zölibat starrt. Erfreulicherweise gibt es mehrere davon, die auf anderen Seiten schon zu lesen waren.

Wir haben in diesem Pontifikat unsere Ansprüche schon derart hinunter geschraubt, dass wir uns über einen pantheistisch und synkretistisch angehauchten Text freuen, nur weil er die Lockerung des Zölibats nicht ausdrücklich gestattet, diesen aber in Wirklichkeit auch nicht vehement verteidigt.

Hat eigentlich schon jemand nachgezählt, wie oft die Wörter Jesus, Christus und Gott vorkommen?


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 Fatima 1713 21. Februar 2020 
 

Viel Glück und viel Segen

auf all Ihren Wegen, werter @Zeitzeuge!


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 lesa 21. Februar 2020 

Licht zur Unterscheidung

[email protected]: Danke für die Rückmeldung und für den Link: Ganz klar braucht der Heilige Vater auch den Hinweis auf bestehende gefährliche Tendenzen.
"Treu gemeint sind die Schläge des Feindes, überreich die Küsse des Hassers." (Spr 27, 6)
Das offene Wort, wie z.B. von Weihbischof. Athanasius und anderen sind m. E. eine Hilfe, die Gott dem Stellvertreter Christi und dem Volk Gottes anbietet.


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 Frank V5 21. Februar 2020 
 

Vielleicht ...

Vielleicht diente die Amazonas Synode auch zur öffentlichen Meinungsäußerung der jeweiligen Bischöfe und Kardinäle. Somit kann das Oberhaupt der Kirche jetzt klarer verstehen, wo jeder einzelne Bischof und Kardinal steht zu wichtigen Grundsatzthemen. Das kann sehr hilfreich sein, in seiner weiteren Arbeit. Aber das ist nur meine persönliche und unbedeutende Vermutung.


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 Hadrianus Antonius 21. Februar 2020 
 

Rückzugskämpfe

Zuallererst: dem hochgeehrten @Zeitzeuge nachträglich alles Gute zum Geburtstag.
WWie vom hochgeehrten @Montfort schon gefunden und verlinkt: am 17.02.2020 publizierte der "Hofteologe" Victor Manuel Fernandez, guter Freund von Jorge EB/Card. Bergoglio in alten Zeiten, Hauptautor von "Amoris laeitia" (Spezialist in "Amor" cfr. sein Buch über das Küssen)(Verlag "Lumen", Buenos Aires) einen ausgiebigen Artikel über "Querida Amazonia"; vor allem die Nrs. 84-96 habe es ihm angetan.
Steht komplett in Kontrast zu vorherigen Bemerkungen von Kard. Brandmüller.
Offensichtlich geht das Getrickse mit Unklarheiten erst richtig los.
Im Vatikan scheint die Verwirrung sehr groß zu sein, werden jetzt noch die Kolibri-vögelchen mit den Lamas und Vicunas der Altiplano assoziert :-)
Da fehlt nur noch der Kondor (wobei die Akten von "Operation Condor" sehr wahrscheinlich Dynamit für die alte Protagonisten enthalten dürften)


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 Montfort 21. Februar 2020 

Lieber @Bernhard Joseph,

nicht irgendwelche Unterstellungen schaden der Seele, sondern nur das Verlassen des gelebten Glaubens an Jesus Christus, in dessen Lebenshingabe ja der Zölibat begründet ist.

Danke jedenfalls für Ihre fürsorgliche Aufmerksamkeit!

In Verbundenheit! Gesegneten Tag!

Heute ist übrigens der Gedenktag des hl. Petrus Damiani, der sich so entschieden gegen alle möglichen Formen der Unzucht von Klerikern und für die Einhaltung des Zölibats eingesetzt hat!

de.m.wikipedia.org/wiki/Petrus_Damiani


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 Zeitzeuge 21. Februar 2020 
 

Lieber Bernhard Joseph, Berichtigung:

Es muss natürlich heissen:

Im übrigen hoffe ich doch sehr, daß

S i e recht bald wieder hier in

"Vollzeit" tätig sein können..!

Laudetur Jesus Christus!


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 Bernhard Joseph 21. Februar 2020 
 

@Montfort

Nach diesem Hinweis müssen Sie aber gewärtigen, dass Ihnen hier ebenfalls unterstellt werden könnte, Sie wollten ja nur zwanghaft wieder die "Zölibatsplatte" auflegen.


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 Montfort 21. Februar 2020 

Und schon kommen die Hintergrund-Infos des "päpstlichen Ghostwriters"... :-(

Ein englischsprachiger Artikel dazu:

https://www.lifesitenews.com/blogs/popes-ghostwriter-advisor-claims-francis-blazed-path-to-married-priests-in-amazon-exhortation

Es gibt ja doch wieder betrügerische "Fußnoten" (wer wird mit "Pferde- oder Ziegenfuß" dargestellt?!) - diesmal zumindest die Nr. 120:

"Bei der Synode wurde ein eigener „amazonischer Ritus” vorgeschlagen."

Und über diesen "Ritus" sollen anscheinend in "kreativem Gehorsam" dann "viri probati" und wohl auch geweihte Gemeindeleiterinnen "hineingeschummelt" werden. :-(

Darauf weist das italienische Original im Osservatore Romano hin:

www.osservatoreromano.va/it/news/apporti-innovativi-di-querida-amazonia


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 Zeitzeuge 21. Februar 2020 
 

Liebe lesa,

der letzte Satz Ihrer Stellungnahme zeugt
von gläubiger Vernunft, die weiss, daß
auch dem hl. Vater gegenüber theologisch
begründete Sachkritik statthaft ist.

Ich erinnere an das Handschreiben, das
der Papst einem seiner schärfsten, kon-
servativen Kritiker, Antonio Socci, der
ihm eines seiner Bücher gesandt hatte,
am 07.02.2016 schickte, darin steht u.a.
"In Wirklichkeit helfen uns auch die
Kritiken auf dem rechten Weg des Herrn
zu wandeln."

Daher übermittele ich im Link die Kritik
von Don Nicola Bux, einem früheren Prof.
für Liturgie u. Sakramententheologie, der auch u.a. Berater der Glaubenskon-
gregation war oder ist und als ein enger
Vertrauter des em. Papstes Benedikt XVI.
gilt.

Die Veröffentlichung stammt von der
Lifesite.com, die oft interessante
Hintergrundinformationen bietet.

Ich wünsche Ihnen und allen hier
einen gesegneten Tag!

www.lifesitenews.com/blogs/vatican-theologian-church-slips-into-pantheism-with-pope-francis-amazon-exhortation


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 lesa 21. Februar 2020 

Sinnvolle Ergänzung

@joy: Danke für den Vergleich, der einem gleich gekommen ist bei der Lektüre. Die Beiträge von Kardinal Müller und Wb. Eleganti, die sofort erschienen, waren eine Wohltat und entsprachen m.E. spontan dem Anlass zu großer Freude, den Papst Franziskus durch dieses Schreiben gegeben hat! Es hat nämlich eine riesige Gefahr abgewendet, die wie ein Damoklesschwert über der Kirche gehangen hat.
Aber diese Analyse scheint notwendig und ist in ihrer Ausführlichkeit, Detailliertheit und Ehrlichkeit ein großes Geschenk. Solchen, die bereit sind zum Denken und zum Wahrnehmen der gesamten Realität, eine wertvolle Orientierung zur wachsamen Beachtung großer Gefahren - und für eifrigen Beter eine Motivation, ja nicht nachzulassen!


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 Zeitzeuge 21. Februar 2020 
 

Herzlichen Dank, lieber Montfort

und einen gesegneten, besinnlichen Tag
wünscht gerne
Ihr
Zeitzeuge!


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 Montfort 20. Februar 2020 

Auch noch heute:

Lieber @Zeitzeuge, Gottes reichen Segen und heilende Nähe Ihnen und Ihrer Familie!


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 Montfort 20. Februar 2020 

Großartig und klar gibt Bischof Athanasius Gott die Ehre

und macht dem Namen seines Namenspatrons alle Ehre!

Danke! Vergelt's Gott!

Besonders ein Wort neben vielen anderen:
"Die materielle Schöpfung leidet gerade wegen des Mangels an übernatürlichem Leben der Gnade Christi in den Seelen der Menschen."

Wo Menschen in ihren Sünden bleiben und nicht durch den Dienst der Kirche die Befreiung aus der Sünde durch Gottes erlösende Vergebung erfahren, können sie nichts beitragen zur Erlösung der ganzen Schöpfung, die Gott mit der Erlösung der Menschen schenken will und schenken wird!


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 Norbert Sch?necker 20. Februar 2020 

Karriere in der Kirche?

Die ARD hat es auf den Punkt gebracht. Es ist die "Karriere", die den Frauen vorbehalten bleibt (zweiter Absatz, letzter Satz).
Wer aber in der Kirche tätig ist, um Karriere zu machen, ist fehl am Platz. "Euch aber muss es zuerst um das Reich Gottes gehen" (Mt 6,33). Dazu haben Frauen alle Möglichkeiten. Und ich kenne kluge und fromme Frauen, viel klüger und frömmer als ich, die diese Möglichkeit nutzen. Von denen lasse ich mich als Priester dann auch gerne belehren.


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 Joy 20. Februar 2020 
 

Mir gefällt die systematische Analyse

der Differenz zwischen synodalem Schreiben und Querida Amazonia; allerdings schade, dass er dann mit Kritik fortsetzt. Kardinal Müller war da - im Interesse der Zukunft und der Einheit der Kirche - wesentlich klüger.


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 Zeitzeuge 20. Februar 2020 
 

Liebe lesa, Herbstlicht, hape und Federico R.!

Von Herzen danke ich Ihnen für die lieben Glück- und
Segenswünsche zu meinem Geburtstag!

Dank auch an alle hier, die ebenfalls
an mich gedacht haben.

Um gleich wieder theologisch zu werden:

Mir ist klar, daß früher der Namenstag
bei den Katholiken grundsätzlich viel
mehr zum Feiern veranlaßte, als der Ge-
burtstag. Eigentlich werden wir ja erst
bei der hl. Taufe zu Gotteskindern, da
dann die Befreiung von der Erbsünde erfolgt!

Das ist natürlich richtig, aber, bereits
im 10. Jahrhundert gab ein Meßformular
für eine Geburtstagsmesse, im Link daher
nochmals ein gelehrter Aufsatz hierüber
des Liturgiewissenschaftlers Walter Dürig (1913-1992) aus dem Jahr 1953.

Ich wünsche ggfls. gute Lesefrüchte,

wir bleiben im Gebet verbunden, so

grüßt treukatholisch

Ihr Zeitzeuge

mthz.ub.uni-muenchen.de/MThZ/article/view/1953H1-2S46-64


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 Federico R. 20. Februar 2020 
 

Ein Geschenk

Bischof Anthanasius Schneiders Kommentar ist – wie stets seine Botschaften - ein wertvolles Geschenk für alle glaubensreuen Katholiken!


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 Federico R. 20. Februar 2020 
 

„Der Herr halte dich in Seinen Händen, ...

... Seinen Ohren, Seinen Augen, Seinem Herzen. An diesem Tag und an allen Tagen deines Lebens.“
Mit diesem irischen Segensspruch gratuliere ich Ihnen, lieber Zeitzeuge, zum heutigen Geburtstag herzlich und wünsche Ihnen und Ihrer Familie Gottes reichen Segen.
(Einen Tag früher auf die Welt gekommen, und Sie wären - wie ich – ein „Wassermann“. Meine Frau beurteilt des öfteren ihre Mitmenschen – darunter auch ich – nach deren Sternzeichen. Ich nehm’s eher mit Humor. Typisch Wassermann! Aber Sie sind ja Sternzeichen „Fisch“. Auch Fische haben natürlich sehr viele gute Eigenschaften!


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 Herbstlicht 20. Februar 2020 
 

@Zeitzeuge

Auch ich möchte mich den Gratulanten anschließen und Ihnen alles Gute, Kraft und Zuversicht für das neue Lebensjahr wünschen.

Der Herr segne und behüte Sie und stelle seine Engel um Sie - und Ihre Lieben.


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 Adamo 20. Februar 2020 
 

Die Glaubenszerstörer sind frustriert.

Unsere vielen Gebete für PF sind klar ersichtlich von Gott erhört worden!

Nicht die Mehrheit entscheidet, sondern Gott.

Der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden, hat nichts anderes als den Willen Gottes verkündet.

Auch spreche ich hiermit meine Hochachtung für den Verkünder unseres wahren katholischen Glaubens
WB Athanasius Schneider aus.
Herzlichen Dank dafür!


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0
 
 hape 20. Februar 2020 

Zum Geburtstag viel Glück :-)

Alles Liebe und Gute zum Geburtstag, lieber @Zeitzeuge, und Gottes reichen Segen im neuen Lebensjahr!

Herzliche Grüße auch an Ihre Familie!

Im Gebet verbunden, hape


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 lesa 20. Februar 2020 

Geburtstag

Unser [email protected] hat heute GEBURTSTAG!


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 Fides Mariae 1 20. Februar 2020 
 

Artikel von WB Schneider muss neu lektoriert werden

Es sind einige sprachliche Fehler darin.


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 Winrod 20. Februar 2020 
 

Meine Hochachtung für WB Schneider!

Er ist ein wahrer Bewahrer des katholischen Glaubens. Was er sagt, ist so fundiert und detailliert, dass den Angesprochenen wahrscheinlich nur Wut übrigbleibt.


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 hape 20. Februar 2020 

Sehr ausgewogen, sehr ermutigend, sehr schön.

Eine besonders schöne Gedankenperle von Bf. A. Schneider ist m. M. nach der folgende Satz, fast schon am Ende des Textes: "Die dringendste Bekehrung ist weder die ökologische Bekehrung noch die Belehrung zum Weinen um das Amazonas-Biom. Die dringendste Bekehrung ist die Bekehrung zu Gott, zu seinem Reich, zu seiner Gnade. Der Papst und die Bischöfe sind die ersten, die mit Tränen beten müssen: 'Bekehre uns, o Herr, zu dir, und wir werden bekehrt sein: Erneuere unsere Tage wie die Tage von früher.'" (Klagelieder 5, 22)

Das ZdK möge sich diesem Gebet gleich anschließen, möchte ich hinzufügen. Die Kirche in Deutschland kann wirklich nur noch hoffen und beten, dass die Oberen sich diese Worte wieder zu Herzen nehmen.

Und ich werde jetzt mal mutig voranschreiten, einen persönlichen Aufbruch wagen, einen Prozess in mir selbst anstoßen und dieses Gebet in mein Abendgebet einbauen.


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 lesa 20. Februar 2020 

Lieber @Zeitzeuge: Überraschung gelungen, danke! Es gibt wohl kein Thema, für das Sie nicht eine mindestens eine Kostbarkeit parat haben!


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 lesa 20. Februar 2020 

Faszinierende Röntgenaufnahme

Welch eine differenzierte, wahrhaftige Stellungnahme! Weish 7 kommt einem in den Sinn: "In der Weisheit ist ein Geist, gedankenvoll, heilig, einzigartig, mannigfaltig, zart, beweglich, durchdringend, unbefleckt, klar, unverletzlich, das Gute liebend, scharf, nicht zu hemmen, wohltätig, menschenfreundlich, fest, sicher, ohne Sorge, alles vermögend, alles überwachend und alle Geister durchdringend, die denkenden, reinen und zartesten."
Wenn man die Strömung vorgeführt bekommt, der die Kirche ausgesetzt ist, kann man Papst Franziskus nur umso dankbarer und auf ihn stolz sein dafür, dass er trotz eines solchen Ansturms die beiden Bastionen befestigt hat, anstatt sie schleifen zu lassen. Bei jedem Rosenkranz könnten wir diese beiden Gebete sprechen: "Möge der Herr den Papst bewahren und ihn nicht dem Willen seiner Feinde unterwerfen" und "Mutter, herrsche du in Amazonien und überall zusammen mit deinem Sohn!"
Wir beten inständig weiter, und nicht umsonst. Wir haben Grund zur Hoffnung!


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 Zeitzeuge 20. Februar 2020 
 

Danke an die kath.net Redaktionn für den vollständigen

Abdruck der Ausführungen von
Weihbischof Athanasius Schneider
bzgl. "Querida Amazonia"!


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